Ab September
Naturlerngruppe in Seltschach geplant

Genießen die Zeit im Freien: Adrian, Isabella Oberlojer, Matteo, Sonja Smoliner, Maria (von links)
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In Seltschach soll im September eine "Naturlerngruppe" eröffnen. Das Konzept ähnelt dem "Montissori-Prinzip". Im Fokus steht das Lernen in und mit der Natur. 

SELTSCHACH/VILLACH. Seit fünf Jahren sind sie hier einen Waldkindergarten angestellt, nun sei es Zeit für den nächsten Schritt, erzählen Isabella Oberlojer aus Riegersdorf und Sonja Smoliner vom Biohof Kunterbunt in Seltschach (Gemeinde Arnoldstein). Im September soll die Naturlerngruppe eröffnen, geplant seien zu Anfang sechs bis acht Kinder, langfristig auch mehr, sagen sie.

Zusätzliche Lehrkraft 

Für den Unterricht werden sie eine zusätzliche Lehrkraft beschäftigen, was theoretisch zwar "kein Muss" sei, aber "sinnvoll" wäre, sagt Smoliner. Im Waldkindergarten betreuen sie bereits jetzt 20 Kinder, Voranmeldungen gibt es zwei Jahre im Voraus. Die Nachfrage sei "groß". 

Montessori-Prinzip

Ähnlich groß sei das Interesse an einer alternativen "Schulform", sagen sie. Beide sind selbst Mütter. "Es geht darum die Kinder zu lassen. Entdecken, erfahren, lernen. Es ist ein Prinzip des spielerischen Lehrens, des Lernenwollens", sagen sie. Das Konzept ähnle jenem des Montessori-Prinzips, beide haben auch Zusatzausbildungen in diese Richtung.

Häuslicher Unterricht

Für den Betrieb einer "Naturlerngruppe" selbst ist keine Lehrausbildung notwendig, "Voraussetzung ist lediglich, dass die Eltern ihre Kinder vom regulären Schulsystem ab- und zum häuslichen Unterricht anmelden", sagt Smoliner. Einmal im Jahr würden die Kinder eine Externistenprüfung ablegen, ein Problem wäre das für die Kinder in der Regel nicht, "oft einmal schneiden sie sogar besser ab, als schulisch unterrichtete Kinder".

Naturnahes Lernen

Beide hätten sich vergleichbare Gruppen in Kärnten – eine gibt es in Gmünd – angesehen, wären von dem Prinzip des "naturnahen Lernens" überzeugt. Wie im Waldkindergarten sollte der "Unterricht" wann immer möglich im Freien stattfinden, auch Tiere werden eingebunden. "Im Großen und Ganzen geht es darum, dass die Kinder es nicht merken, dass sie lernen", erklärt Smoliner." Man erhalte die Neugier der Kinder, schüre den "Forscherdrang", sagt die Pädagogin.

Vier Jahre lang

Die Naturlerngruppe ist momentan auf die Zeit der Volksschule konzipiert, danach wechseln die Kinder in eine höhere Schulform. Ein Wechsel, den die Kinder in aller Regel "bestens meistern", wie Smoliner erklärt: "Den Schülern macht dieser Wechsel meist nichts aus. Eher sind es dann die Lehrer, die überfordert sind, wenn sie es mit Schülern zu tun bekommen, die selbstbewusst mit ihrem Wissensdurst umgehen."

Die Kosten

Ihr Konzept sieht einen "regelkonformen" Halbtagsunterricht vor, die Kosten betragen zirka 300 Euro pro Platz. Für diese Unterrichtsform – keine Schule in dem Sinn – gibt es keine Förderung des Landes.

Ohne Nachmittagsbetreuung

Mit der Notwendigkeit einer Nachmittagsbetreuung wären die Erzieherinnen bisher nicht konfrontiert worden, "sollte die Nachfrage danach groß sein, werden wir uns etwas überlegen". Zuerst wolle man sich auf den "Schulbeginn" konzentrieren. Dafür wird demnächst ein "mobiles Klassenzimmer" angeschafft werden.

Genießen die Zeit im Freien: Adrian, Isabella Oberlojer, Matteo, Sonja Smoliner, Maria (von links)
 Isabella Oberlojer und Sonja Smoliner
Autor:

Alexandra Wrann aus Villach

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