Nicht nur Pilze im Museum

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WINKLERN (ak). Erst vor Kurzem feierte die Pilz-Wald-Erlebniswelt, besser bekannt als das Pilzmuseum in Winklern, sein 25-jähriges Jubiläum. Vieles hat sich in der Zwischenzeit verändert, nur die Exponate sind die gleichen geblieben.

Künstler und Mykologe

Gegründet wurde das Pilzmusem von Astrid Janach und Heinz Zindler. Letzterer war begeisterter Mykologe und ein wahrer Künstler. Er war es, der alle Exponate, immerhin zwischen 650 und 700 an der Zahl, in mühevoller Kleinstarbeit naturgetreu herstellte. Damit die Farben nicht verblassen, verwendete er französiche Aquarellfarben und versiegelte später die Exponate.
Außerdem war Heinz Zindler Ideenlieferant für so manche speziellen Effekte im Museum. Heute trifft man ihn leider nur noch sehr selten im Haus an.

Nicht nur Pilze

Seit drei Jahren gehört das Pilzmuseum zum Tourismusverband Gerlitzen Alpe-Ossiacher See, der wiederum die Leitung des Museums an Eva Winnicki übertragen hat.
„Die Pilz-Wald-Erlebniswelt passt perfekt zu mir. Die Natur mit all ihren Facetten liegt mir sehr am Herzen und ist sehr interessant”, erzählt sie.
Bei ihren Führungen jeden Montag von zehn bis elf Uhr erklärt sie nicht nur die wichtigsten Pilze, ihre Vorkommen und Lebensweisen. Die Besucher erhalten auch wertvolle Tipps für den Garten, wie man ohne Pestizide gegen Schädlinge vorgehen kann und Pflanzen zu besserem Wachstum verhilft.
„Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass sich das Pilzmuseum zu einem Naturmuseum, dass auch für Kinder einiges bietet, entwickelt hat”, sagt Winnicki.

Sauberkeit ist wichtig

Bei so vielen kleinen Exponaten und offenen Vitrinen fragt sich so mancher, wie man das alles staubfrei halten kann?
„Jede freie Minute wird dazu genutzt, um mit einem kleinen Pinsel die Pilze zu putzen”, erklärt Winnicki. Da sie alle aus einer Gips-Zement-Mischung bestehen, ist die Gefahr, dass sie brechen, sehr groß. Aus diesem Grund ist besondere Vorsicht geboten.
Alle zwei Jahre wird auch die Naturdekoration wie Blätter und Nadeln entfernt und durch neue ersetzt. Nur Ameisen und Spinnen haben eine legitime Berechtigung im Pilzmuseum zu leben.

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