Mit Umfrage – Verkehrssperre und Seepromenade
Tourismus-Konzept soll GTIs fern halten

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Tourismusverband Finkenstein präsentiert Konzept zur Vekehrsberuhigung und gleichzeitiger Ortskernbelebung. Das Konzept sieht eine Verkehrssperre sowie gestalterische Maßnahmen am See vor. Tourismus will Gesamt-Realsiation bis 2025. Politik kritisiert Sinnhaftigkeit in Bezug auf GTIs und Kosten. 

FAAK. Knallende Fehlzündungen, illegale Rennen, Lärm, Gestank. All das sind Begriffe, die vor allem mit dem heurigen (inoffiziellen) GTI-Treffen in der Region Villach in Verbindung gebracht werden.
"Es reicht. Das sind Zustände wie sie weder Einheimischen noch Gästen zuzumuten sind", sagt es Michaela Tiefenbacher, Hotellierin und Vorsitzende des Tourismusverbandes Finkenstein am Faaker See.

Und sie steht mit ihrer Meinung nicht alleine da. Nach dem letzten – inoffiziellen – GTI-Treffen reagieren mehrere Gemeinden von Velden bis Villach sowie das Land Kärnten (buergermeister-senden-resolution-an-bundesministerin). Doch während diese mehr Handlungsspielraum bei Strafen und behördlichem Durchgreifen fordern, will der Tourismus weiter gehen. Ein gesamtheitliches Konzept soll, so Tiefenbacher, umgesetzt werden. Und zwar eines, das bereits seit sechs Jahren in der Schublade liegt.

"Jetzt ist die Zeit dafür"

"Nun ist die Zeit reif", so Tiefenbacher, ergänzend, man habe nur auf den richtigen Zeitpunkt gewartet. "Wäre ich vor sechs Jahren damit gekommen, hätte man mich vielleicht ausgelacht", sagt die Touristikerin. 
Das Konzept beinhaltet eine Seepromenade, Ortskernbelebung, Flaniermöglichkeiten – das wesentlichste daran aber, und es ist auch der Punkt, der die GTIs fernhalten soll, ist – die Straßenregelung. So soll bis 2023 der Verkehr vom Gasthof der Tschebull bis zum Strandbad Faak am See für den Durchzugsverkehr gesperrt werden.
Mit dem Ganzjahresverkehr, sollen demnach auch die GTIs gestoppt werden, erläutert Tiefenbacher.

Unterstützung der Tourismusregion

Unterstützung erfährt Tiefenbacher von Tourismusregion-Geschäftsführer Georg Overs. "Immer nur zu sagen, es geht nicht, ist auch nicht das wahre. Wenn man etwas wirklich will, lässt es sich auch umsetzen." Er sieht in der Umsetzung eine wichtige Attraktivierung der Region und des Standortes, "es ist eine immer wieder kehrende Frage an die Tourismusinformation, "wie komme ich ins Dorfzentrum", erläutert er. „Wir als Tourismusregion können die Pläne des Tourismusverbandes Finkenstein nur unterstützen und sehen in den Maßnahmen eine große Chance die Region Villach-Faaker See-Ossiacher See noch stärker und glaubhafter als Natur aktiven Lebensraum zu positionieren", so Overs abschließend.

 Die Kosten wären enorm

Etwas mehr Skepsis legt Finkensteins Bürgermeister Christian Poglitsch (ÖVP) an den Tag. "Das Konzept ist mir ja neu. Aber wie auch immer, muss es zu aller erst auf drei Dinge geprüft werden. Und zwar Machbarkeit, Sinnhaftigkeit und Finanzierbarkeit."
Bei der Straße, so Poglitsch, handle es sich um eine Landesstraße, und dann wäre das das Thema Geld. "Wir sprechen da von einem Projekt, das geschätzt um die drei, vier Millionen Euro kosten dürfte. Eine hohe Summe in Zeiten von Corona."

Eine Landesstraße

Auch kritisiert Poglitsch die Sinnhaftigkeit des Projekts in Bezug auf GTIs. "Die werden sich davon nicht abschrecken lassen. Und es wird zu einer Verlagerung kommen, weg vom Faaker See hin zu Wernberg oder Velden. Wenn wir etwas gegen die GTIs machen wollen, dann regionsübergreifend in Kärnten."
Dennoch werde er sich dem Projekt gerne widmen, so Poglitsch. Und es sich "ansehen". Auch bei einem gemeinsamen Termin beim Land , welchen im Übrigen es vor Jahren bereits einmal gegeben haben soll, sei der Bürgermeister gerne dabei. 

Bis 2025 umsetzbar

Der Tourismus, so Tiefenbacher, werde seines dazu tun, das Konzept zu fördern. Gelinge es, alle Beteiligten, einzubinden und dafür zu begeistern, betrachte sie eine Realisation bis 2025 für möglich. "Wir haben gesagt bis 2023, aber das wird wohl ein zu kurz gefasster Zeitrahmen sein." 

Harley Fahrer gerne gesehen

An den Harley-Fahrern (European Bike Week) überdies will man weder seitens des Tourismus noch der Gemeinde rütteln, "ich freue mich schon auf das nächste Treffen", bekräftigt Bürgermeister Poglitsch seine Haltung.
Einwände der Bevölkerung – man messe mit zweierlei Maß – lässt man nicht gelten. Der Harley Fahrer halte sich, so Politik und Tourismus, Im Gegensatz zum GTI-Fahrer an Regeln. So wolle man die Angebote – geführte Touren – für Motorradfans im kommenden Jahr sogar ausbauen.

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