Basketball
Villach braucht gemeinsame Nachwuchsarbeit

Nino Gross (Raides Villach) möchte  über sein Karriereende noch etwas nachdenken. Foto Kuess/KK
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Die Basketballer des Panaceo Raiders Villach sind im Bundesliga-Halbfinale ausgeschieden. Die WOCHE sprach mit dem sportlichen Leiter und Spieler Nino Gross.

WOCHE: Leider ist ihr Team nach dem Finaleinzug in der Saison 2017 am vergangenen Freitag gegen Jennersdorf im Halbfinale (Best of Three/0:2) ausgeschieden. Ihre Saisonbilanz?
NINO GROSS: Zu Saisonbeginn haben wir einen der besten Kader der zweiten Liga gestellt. Leider konnte der hochklassige Kader auf Grund zweier Spielerabwanderungen nicht gehalten werden. Das war auch ausschlaggebend, dass unser Saisonziel Finaleinzug nicht realisiert werden konnte. Ein Wermutstropfen ist das beste Grunddurchgangsergebnis seit Clubbestehen und ein Halbfinaleinzug auch nicht zu verachten. Als Mannschaft haben wir vom ersten Tag an zusammen gehalten und im Viertelfinale mit dem Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten Mistelbach Charakter und Stärke gezeigt.

WOCHE: Herr Gross, was konnten sie als sportlicher Leiter von ihren geplanten Vorhaben bereits umsetzten und was steht noch auf ihrer Liste?
GROSS: Wir haben den Verein in der 2.Bundesliga sportlich etabliert. Sind fixer Bestandteil der österreichischen Basketball Szene. Daher wird es wichtig sein, noch mehr Focus auf die Nachwuchsarbeit zu legen. Es sollten auf jeden Fall die Ressourcen im Raum Villach bezüglich Basketball mehr ausgeschöpft werden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem ASKÖ Hornets Villach wäre zielführend und sinnvoll.

WOCHE: Zielführend und sinnvoll?
GROSS: Ja, denn das wichtigste in einem Verein ist immer die Struktur. Je breiter man aufgestellt ist, desto weniger Fehler passieren auch. Ziel ist es soviel wie möglich motivierte Personen in einen Verein zubekommen und gemeinsam die Liebe zum Basketball an unsere Jugend und an Villach zu wecken. Daher wäre es wünschenswert, alle Villacher Baskettballvereine unter einem Dach verwaltet und aufgestellt zu haben.

WOCHE: Aber ihr Vater Rudolf Gross ist Obmann der Raiders, sie sportlicher Leiter. Besteht da nicht der Verdacht auf einen Familienbetrieb?
GROSS: Ganz im Gegenteil. Im Sport gibt es immer zwei wichtige Faktoren. Das finanzielle und das sportliche. Das sollte man auch nie vermischen und streng trennen. So wird es auch bei den Raiders und bei mir und meinem Vater gehalten.

WOCHE: Im Jahre 2015 sagten sie gegenüber der WOCHE „Ich werde für die Raiders spielen, bis wir aufsteigen“. Bleibt das aufrecht?
GROSS: Persönlich kann ich noch keine Planung für die nächste Saison abgeben aber es könnte mein letztes Spiel nach 21 Jahren Basketball gewesen sein. Ich werde mich darüber in Ruhe im Kreise meiner Familie in den nächsten Wochen entscheiden.

WOCHE: Ein Thema dass ihnen unter den Fingernägeln brennt?
GROSS: Warum bekommt unser Mitbewerb in andere Bundesländern eine wesentlich höhere Unterstützung bei den Sportförderungen. Einfach unverständlich für uns. Wir arbeiten seit Jahren mit dem geringsten Budget und sind dafür sportlich sehr gut im Rennen. Prinzipiell sollte in jedem Bundesland gleich viel für Sportförderungen ausgeschüttet werden.
Interview: Peter Tiefling

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Zur Person:

Name: Nino Gross
geboren: 2.Oktober 1981
Gattin: Aliza Zwittnig
Kinder: Josephine Gross
Wohnhaft: Villach
Beruf : Selbstständig

WORD RAP
Mein schönstes Basketballerlebnis war, … der Meistertitel 2016/17
Jugend zum Basketballsport, weil … bei diesem Sport früh Spass mit ausreichend Bewegung in Verbindung einem Teamgefüge zusammen gebracht werden. Man lernt bei diesem Sport viel für das Leben!
Mein größter Wunsch an die Sportabteilung des Magistrat Villach und Sportstadtrat Harald Sobe ist, … die bereits gute Zusammenarbeit noch mehr zu Verstärken und den Basketballsport seiner Bedeutung als Schulsport einen höheren Stellenwert zu geben
Ziele sind dazu da, … um sie motivierend umzusetzen. Je mehr man sich einer Sache hingibt, desto mehr bekommt man auch zurück. Auch wenn es oft nicht leicht ist!
Villach ist für mich, … meine Heimat und mein Ruhepol.
Mein Vater Rudolf ist für mich, … ein sehr, sehr wichtiger Mensch und ein guter Freund in meinem Leben.

Nino Gross (Raides Villach) möchte  über sein Karriereende noch etwas nachdenken. Foto Kuess/KK
Nino Gross: Spieler und sportlicher Leiter der Raiders Villach

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