Acht Schneekanonen sorgen für den Dauerschnee

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Die Zukunft verspricht der Liftanlage Hrast Großes: 2020 kommen die Special Olympics hierher.

FEISTRITZ/GAIL (nic). "Wirklich wirtschaftlich ist unser kleines Skigebiet Hrast dauerhaft nur schwer zu betreiben!" Dieses nüchterne Statement ringt Wolfgang Löscher, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, aber sogar ein kleines Lächeln ab.
Längst hat das Mikro-Skigebiet, das zum Dreiländereck dazugehört, ein eigenes, funktionierendes Konzept entwickelt. Neben den Familien mit Kindern, die dort an der Hrast ihr Skivergnügen finden, nutzen vor allem Vereine das Gebiet als Trainingspunkt. Der Erfolg gibt den Betreibern und der Gemeinde Feistritz/Gail als Besitzerin recht: 2020 ist das Gebiet Austragungsort für die Special Olympics.

Leistungsfähigkeit

Für Bürgermeister Dieter Mörtl sind Liftanlage & Co. extrem wichtig. "Viele Kinder konnten in den letzten Jahren das Skifahren bei uns erlernen. Die Pflicht einer Gemeinde ist es, dass wir ihnen weiter eine Möglichkeit für den Sport bieten", sagt er mit Nachdruck. Gleichzeitig verteidigt Mörtl die Investitionen der Vergangenheit. "Für die neue Beschneiungsanlage 2003 wurden wir kritisiert", erinnert sich der Feistritzer. Geschäftsführer Löscher ergänzt: "Die acht Schneekanonen sind sehr leistungsfähig und darum beneidet uns sogar das eine oder andere Skigebiet." Obwohl der Lift auf rund 600 Metern Seehöhe häufig an der Schneefallgrenze liegt, funktioniert der Winterbetrieb gut.

Frostiges Klima

"Wir haben hier ein spezielles Klima, das fast noch eher und länger Frost bietet, als wir am Dreiländereck haben", erklärt Löscher. Schon jetzt steht fest, dass es in Kürze an der Hrast losgehen kann. Die notwendigen Revisionsarbeiten für die Saison 2018/19 sind erledigt und die Schneekanonen müssen nur eingeschaltet werden. "Bald", lautet dazu die Prognose der Experten vor Ort. Die zahlreichen Vereine, die das Gebiet für Trainingszwecke nutzen und sich dabei nicht nur über gute Schneeverhältnisse, sondern auch über die Flutlichtanlage freuen, die einen Nachtbetrieb möglich macht, stehen bereits in den Startlöchern. Kinder und Jugendliche sowie viele Familien freuen sich bereits auf das Wintervergnügen vor der Haustür. Nicht zuletzt nutzt der Feistritzer Snowboard-Hersteller Capita die Anlage zu Testzwecken.

Kombimöglichkeiten

Die Kooperationen und Kombitickets mit dem Skigebiet Dreiländereck sorgen in Feistritz für zusätzliche Anreize. Die Vorfreude auf den ersten Betrieb ist schon groß.

Große Skipläne für das Jahr 2020

FEISTRITZ/Gail (nic) Noch sind nur wenige Details bekannt, aber große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Geschäftsführer Wolfgang Löscher weiß daher, dass es bis zum Winter 2019/20 noch erhebliche Investitionen an der Hrast geben wird. "Wir haben uns als Austragungsort für die Special Olympics qualifiziert," sagt er mit Stolz. Bis es soweit ist müssen insgesamt rund eine Viertelmillion Euro investiert werden. "Im Boot" sind dabei nicht nur die Gemeinde Feistritz als Besitzerin der Hrast und die Betreibergesellschaft, sondern auch das Land Kärnten. "Das wird ein wichtiger Meilenstein für die Region," fügt Löscher hinzu. Er verweist auf 100.000 Euro Investitionsgelder, die zwangsweise in den Erhalt und Ausbau gesteckt werden mussten. Ein neues Seil Ein Blitzschlag zerstörte weitgehend die elektrischen Anlagen. Bei der Erneuerung wurde qualitativ in die Zukunft gedacht. Auch im hiesigen Winter gibt es immerhin ein neues Seil am Lift, damit der Betrieb reibungslos läuft. Im letzten Winter kamen insgesamt rund 7400 Besucher und in der Saison davor waren es sogar rund 8000 Skifahrer. "Diese Zahl würden wir heuer gern wieder erreichen oder sogar übertreffen," hofft GF Wolfgang Löscher.

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