14.11.2017, 08:00 Uhr

Ein Hoch auf den heimischen Fisch

(Foto: Kärntenfisch)

Kärntner Lax'n, Saiblinge, Forellen und Huchen wachsen in der Fischzucht von Andreas Hofer heran.

FELD AM SEE (ak). Für ihre herausragende Qualität bei heimischen Fischen haben Gabi und Andreas Hofer schon zahlreiche Medaillen und Auszeichnungen bei unterschiedlichsten Prämierungen erhalten.

Die Fischzucht
In über 70 Naturteichen und 30 Brutbecken werden bei Gabi und Andreas Hofer artgerecht Besatz- und Speisefische produziert.
Der November ist die Zeit des Ableichens und Mutterfische von Saiblingen, Forellen und Huchen, werden nur zum Abstreifen den Teichen entnommen. In der Weihnachtszeit ist es dann soweit und die kleinen Fische schlüpfen, daher auch der Kosename "Weihnachtsbabys".
Besonders beim Huchen gestaltete sich die Zucht bis vor kurzem noch sehr schwierig. Mittlerweile ist Andreas Hofer aber auch hier erfogreich und kann mit dem Huchen, oder auch Donaulachs genannt, einen weiteren heimischen Qualitätsfisch anbieten.

Ein Highlight
Er ist die größte Forellenart und ein Paradefisch in Kärnten. Der Weltrekord beim Huchen liegt bei 35 Kilogramm und wurde in der Drau gefangen.
Bis ein Huchen in der Fischzucht zum Verkauf geeignet ist, dauert es sechs lange Jahre. Dafür ist er ein Highlight und etwas ganz besonderes bei jedem Familienessen und in der Zubereitung ganz einfach. Mit zerlassener Butter bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Zitronenscheiben füllen. Das alles reicht völlig aus um den hervorragenden Geschmack des Huchen zu unterstreichen. Der Huchen kann als Ganzes, im Filet oder als Steak genossen werden.

Insektenmehl als Ersatz
Bei der Fütterung der Fische ist man zur Zeit noch auf Fischmehl angewiesen. Zahlreiche Versuche die Fische anderweitig zu ernähren scheiterten. In Frankreich wird allerdings weiter an einem Ersatz für Fischmehl geforscht. Insektenmehl heißt hier der Hoffnungsträger für die Zukunft in der Fischzucht. „Mit dem Insektenmehl hätten wir die Rohstoffe im eigenen Land, könnten selbst produzieren und wären nicht mehr von anderen abhängig”, erklärt Andreas Hofer. Noch liegt der Preis für Insektenmehl in horrenden Höhen, aber auch das sollte sich in Zukunft ändern.

Zur Sache:

Zur Geschichte der Fischzucht in Feld am See:

1949 wurde die "Alpine Forellenzucht Feld am See" von Fritz Eberle gegründet.
1952 wurde von Fischwasserbesitzern und Pächtern die Fischzucht gekauft und ausgebaut und umfasst heute eine Gesamtfläche von 1,6 ha.
1954 wurde die Kärntner Landesfischzuchtgenossenschaft gegründet
2000 wurde beschlossen die Fischzuchtanlage zu verkaufen und die Genossenschaft aufzulösen
Seit 1. Jänner 2001 ist der Fischzuchtbetrieb im Besitz von Andreas Hofer
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