13.04.2017, 14:09 Uhr

Kaninchen sind kein Ostergeschenk!

Die Anschaffung von Kaninchen will gut überlegt sein. Sie eignen sich nicht als Ostergeschenk.

VILLACH (ak). Zugegeben, sie sind ja schon richtig süß, diese kleinen Zwergkaninchen.
„Trotzdem sind Kaninchen kein passendes Ostergeschenk für kleine Kinder, denn auch das kleinste Kaninchen wird irgendwann einmal groß und kann je nach Rasse bis zu zehn Kilogramm erreichen,” sagt Jorge Montiel, Leiter des Villacher Tierheimes.
Vor allem haben sie, egal ob Hase oder Kaninchen, klein oder groß, gewisse Ansprüche in Bezug auf Haltung, Pflege und Fütterung.

Viel Platz

Kaninchen sind Gesellschaftstiere und benötigen Artgenossen, um keinen psychischen Schaden zu nehmen. Der Mensch ist dabei kein Ersatz, auch nicht jede andere Art von Nagetieren. Je mehr Kaninchen in der Gruppe gehalten werden, umso besser. Der benötigte Platz pro Kaninchen beträgt vier Quadratmeter, denn Bewegung ist das Um und Auf. Werden sie in einem Käfig gehalten, sollten sie immer die Möglichkeit bekommen, ihrem Bewegungsdrang in einem Außengehege nachzukommen.

Das Futter

Die Hauptnahrungsgrundlage für Kaninchen und Hasen ist Heu. Als Abwechslung fressen sie gerne frisches Gemüse, Löwenzahn und Körner. Kohlarten und Getreide besser nicht füttern, da es sonst zu Verdauungsstörungen kommen kann. Hartes Brot, Zweige von Bäumen oder Rinde nutzen die kleinen Nager, um ihre Zähne natürlich zu schleifen. Ein jährlicher Check beim Tierarzt gehört ebenfalls dazu.

Das richtige Futter:

Heu dient als Hauptfutter für Hasen und Kaninchen
Zusätzlich sollte man etwas Abwechslung in die Fütterung hineinbringen.
Das kann mit frischen Gemüse wie Salat, Karotten, aber auch Löwenzahn sein.
Hartes Brot finden Hasen und Kaninchen auch super.
Getreide sollte nicht gefüttert werden, da es der Verdauung nicht guttut.

Platz: mindestens vier Quadratmeter pro Kaninchen

Haltung: nur in Gemeinschaft mit anderen Kaninchen. Andere Nager und Menschen sind kein Ersatz!

Außengehege: Sind Kaninchen von Geburt an ein Außengehege gewöhnt, können sie auch im Winter draußen bleiben. Wichtig ist allerdings genügend Platz, damit sie sich bei Kälte ausreichend bewegen können. Außerdem brauchen sie genügend Versteck- und Spielmöglichkeiten. Um ein Außengehege ausbruchsicher zu machen, sollte das Gitter bis zu 60 Zentimeter in den Boden vergraben werden.

Käfig: Wenn Kaninchen in einem Käfig gehalten werden, ausreichend Bewegungsmöglichkeiten anbieten. Die Wohnung ist kein geeigneter Ort um Kaninchen zu halten!

Tierarzt: einmal jährlich, Impfung gegen Kaninchenseuche, Krallen und Zähne schleifen
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