20.06.2017, 20:00 Uhr

Verein "SPD Zila" pflegt Tradition

Obmann Urban Popotnig (Foto: SPD Zila)

Der slowenische Kulturverein sorgt sich um Sprache, Kultur und um ein gelebtes Miteinander.

FEISTRITZ (nic). Mit dem Gründungsjahr 1904 ist er einer der ältesten Vereine in Feistritz und Hohenthurn.

Vielfalt des Kulturgutes

Der slowenische Kulturverein setzt dabei auf die Erhaltung des autochthonen, slowenischen Kulturguts, insbesondere der Sprache und des Liedgutes. Dafür setzen sich der langjährige Obmann Urban Popotnig und sein Stellvertreter Daniel Mesnik persönlich ein. Dabei geht es ihnen darum, die Vielfältigkeit des Kulturguts im Raum Dreiländereck darzustellen. "Es geht uns nicht um Integration, dazu ist Kärntnen schon zu lange unsere Heimat geworden, sondern um einen Dialog und das Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten", stellt Popotnig fest. "Das ist auch der Schwerpunkt unserer Veranstaltungen", ergänzt Mesnik. "Wir veranstalten vor allem Konzerte, Lesungen, kleine Ausstellungen oder stellen Informationen über berühmte Persönlichkeiten mit slowenischen Wurzeln in der Region zusammen."


Interesse wecken

Dafür stellt Schriftführerin Pepca Druml, die das Gasthaus und Hotel "Alte Post" in Feistritz leitet, gern ab und an ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. "Es geht uns auch um ein friedvolles Miteinander und wir möchten natürlich bei allen Aktivitäten auch Interesse an der Geschichte der Kärntner Slowenen wecken", sagt Druml. Der Verein möchte bei seinen Konzerten mit einem abwechslungsreichen Programm die musikalische Vielfalt im Dreiländereck zwischen Kärnten, Italien und Slowenien deutlich machen, indem Musik- und Gesangsgruppen sowie Chöre aus Slowenien und Italien, aber auch solche aus ganz Kärnten ins Kulturzentrum nach Achomitz eingeladen werden. Zugleich wird stets auch der lokale Bezug durch Auftritte einheimischer Musiker und Sänger gewahrt. Besonders wichtig waren dem Verein zwei Bücher, die 2015 erschienen. Das erste ist die Liedsammlung, die Lajko Milisavljevic zusammenstellte. Das zweite ist der Gedichtband im slowenischen Gailtaler Dialekt, der von Maria Bartoloth aus Göriach verfasst wurde.

Nachwuchssorgen

Darüber hinaus plagen den Verein aber Nachwuchssorgen.
"Wir wünschen uns neue und jüngere Mitglieder, die die Arbeit fortführen", sagt der SPD Zila-Vorstand unisono.
"Nur so erreichen wir, dass unsere Geschichte nicht in Vergessenheit gerät."
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