20.12.2017, 12:00 Uhr

Weihnachtsengel der etwas anderen Art

Pfarrer Peter Olip (Foto: Privat)

Sie sind für andere da, weil es ihr Beruf ist. Und das auch an Feiertagen, wie jetzt an Weihnachten.

GAILTAL (nic). Seit zehn Jahren hat Gastronom Eberhard Pirker im "All In" in Bad Bleiberg ein Weihnachtsritual mit seinen Gästen. Ab 22 Uhr am Heiligabend öffnen er und seine Lebensgefährtin Nicole Buchacher (Café Rondeau und All In) die Türen in Hüttendorf.

Weihnachten mit Freunden

"Viele sind allein an diesem Tag und suchen Anschluss oder junge Leute wollen nach der Bescherung noch ein wenig Action außerhalb von zuhause", erklärt Pirker den Wunsch seiner Gäste. "Die haben diese Idee selbst gehabt."
Damit das Private nicht ganz auf der Strecke bleibt, ist das Café Rondeau in Bad Bleiberg nur bis 17 Uhr geöffnet. Danach geht es heim, wo Eberhard und Nicole ein schmackhaftes Weihnachtsessen zubereiten. Gern darf es für die Amerikafans dazu ein zünftiges Steak sein. Ab 22 Uhr sind sie dann wieder für ihre Gäste da. "Mit unserem Team sind wir das übrigens 365 Tage im Jahr", erklärt Chefin Nicole Buchacher.

Viel Betrieb am Lift

Viel Action erwartet auch Nicolas Petitjean, der einen Skiverleih am Dreiländereck betreibt, zum "Fest der Liebe". "Am Heiligabend können wir im Laufe des Nachmittags schließen", weiß der erfahrene Wintersportfan. "Dann bleibt noch Zeit, um sich für eine private Weihnachtsfeier umzuziehen."
Allzu lange darf aber das Fest nicht dauern, denn an den beiden Feiertagen geht der Ski- und Liftbetrieb schon früh los. "Das Arbeiten ist an den Feiertagen dennoch anders", sagt Petitjean. "Die Gäste und die Mitarbeiter sind gut drauf und fürs Team gibt es Geschenke."

Energie kommt zurück

Für Pfarrer Peter Olip, der die Gemeinden Fürnitz und St. Leonhard/Siebenbrünn betreut, heißt es an Weihnachten nicht "arbeiten müssen", sondern "arbeiten dürfen". "An diesen hohen kirchlichen Feiertagen ist es so, dass alle Mühe, die ich zusätzlich in die Vorbereitung stecke, als Segen und Energie zurückkommt", sagt der 60-Jährige.
Seit 26 Jahren ist er mittlerweile in St. Leonhard und doch ist jedes Jahr Weihnachten etwas Eigenes und Besonderes. Die Vorbereitungen für die Predigten beginnen schon Wochen vorher.
Persönliche Rituale verbinden ihn mit seinem Bruder Stanko, der Pfarrer in Finkenstein ist. "Wir räuchern mit Weihrauch und beten den Rosenkranz. Das ist mit Kindheitserinnerungen verbunden", erklärt Olip.


Hier wird Weihnachten auch gearbeitet:

• Nicht vergessen darf man an Weihnachten auch wieder die Mitarbeiter der vielen Gastronomiebetriebe und Hotels, die Weihnachten für ihre Gäste da sind.
• Im Notdienst-Einsatz befinden sich auch in diesem Jahr der Rettungsdienst des Roten Kreuzes und die Mitarbeiter der Krankenhäuser.
• Einsatzbereit sind auch die Bediensteten der Polizei an den Feiertagen.
• Auch viele Tankstellen sorgen durch ihre Mitarbeiter dafür, dass es über Weihnachten nicht zu Kraftstoff-Engpässen kommt.
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