21.11.2017, 20:40 Uhr

Die guten Herzen des Dolomitenmannes und seiner Laufkollegen

Das Laufen ist das Element von Robert Stark. Aber auch Gutes zu tun. (Foto: Foto: Sportograph/KK)
Die Wulfäniastädter Läufer feiern Weihnachten als Charity. Robert Stark hat seine Verletzung ausgeheilt.

HERMAGOR/VILLACH. (Peter Tiefling). „Der Stachel, nicht am Dolomitenmann dabei zu sein, saß wirklich tief. Aber auf der anderen Seite hatte mein Team auch Glück", sagt Bergläufer Robert Stark jetzt rückblickend. Aber was war eigentlich an diesem besagten 9. September dieses Jahres in Lienz geschehen? Robert Stark hat sich gemeinsam mit Mountainbiker Uwe Hohenwarter, Kajakfahrer Hannes Brandstätter (Paddeln) und Paragleiter Lukas Rifesser für den 30. Dolomitenmann gemeldet. Robert Stark zog sich beim Aufwärmen aber einen Muskelriss zu und konnte nicht starten. "Mein erster Gedanke ist leider nicht druckreif. Aber dann hatte sich Bergläufer Leon Fian, der sich im Publikum befand, bereit erklärt, für mich im Team einzuspringen. So hatten wir Glück im Unglück. Wäre ich im Rennen ausgefallen, hätte es das Aus für mein Team bedeutet“, sagt Stark. Der Bautechniker möchte beim 31. Dolomitenmann aber wieder dabei sein. "Ich habe wirklich schöne Erinnerungen an Lienz. Wurde einmal sogar Zweiter, außerdem ist der Dolomitenmann etwas Besonderes. Er verhalf den Randsportarten Kajak, Berglauf, Mountainbike und Paragleiten mehr an Popularität. Das motiviert", sagt Stark.

Sektion Laufen

Gemeinsam mit seinen Läuferkollegen Silvio Wieltschnig, Reinhard Kröpfl hat der Bergläufer die Sektion Laufen beim Sportclub Hermagor im Jahre 2015 gegründet. Eine Läufergemeinschaft, der aktuell schon 35 Läufer angehören. Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Trainingsarbeit und bei den Wettkämpfen und ihr Leitspruch - Wir lieben, was wir tun, diese Passion leben wir jeden Tag - ist treffend. „Daher haben wir auch sehr viel Freude bei unseren Laufbewerben. Alles funktioniert ohne Zwang und Leistungsdruck. Wenn der Erfolg sich dann einstellt, ist es umso schöner und Belohnung“, sagt Stark.

Charitycharakter 

Die Hermagorer Läufer denken aber nicht nur an sich persönlich, sondern auch an ihre Mitmenschen. Daher gestalten sich heuer bereits zum dritten Mal ihre Weihnachtsfeier als Charity. Heuer wird am 2. Dezember gemeinsam auf die Villacher Alpe gelaufen. Start ist in der Alpenarena und das Ziel die Rosstratte. Dort gibt es dann ein gemütliches Miteinander. „Wir haben viele Sachpreise gesammelt und bieten allen Gästen im der Rosstratte Lose zum Verkauf an. Der Erlös spenden wir für einem sozialen Zweck“, sagt Stark. Daher hoffen die Wulfänialäufer auch diesmal wieder auf einen hohen Erlösbetrag, um helfend wirken zu können.

ZUR SACHE:

Name: Robert Stark
Geboren: 24. Mai 1969
Wohnhaft: Villach/Möltschach
Gattin: Daniela
Beruf: Bautechniker
Verein: SC Hermagor/Sektion Laufen
Aktiver Läufer: seit 28 Jahren
Lebensmotto: Gib niemals auf, dann wirst du niemals überholt
Aktuelle Literatur: Der Schlafmacher von Michael Robotham
Sportliche Erfolge: 3facher Masters Weltmeister/Klasse ab 35 Jahre, 2. Rang beim Dolomitenlauf (Teamkollegen waren Hannes Brandstätter, Thomas Mitterdorfer, Thomas Braunschuh), mehrfacher Kärntner Berglaufmeister.
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