13.03.2018, 19:00 Uhr

Energieprojekt wird bis 2020 fortgesetzt

Das Team der KEM Region Arnoldstein, Finkenstein und St.Jakob (Foto: reinitzuber)

Das Klima- und Energieprojekt "Terra amicitiae" wird in den nächsten drei Jahren fortgesetzt.

ARNOLDSTEIN, FINKENSTEIN, ST. JAKOB im ROSENTAL (ak). Schon von 2013 bis 2016 übernahmen die drei Marktgemeinden Arnoldstein, Finkenstein und St. Jakob im Rosental gemeinsam eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz ein. Um bereits geleistete Vorarbeiten und erworbenes Wissen weiterführen zu können, erhielt die Klima- und Energie-Modellregion (Kem) "Terra amicitiae", zu der diese drei Gemeinden gehören, den Zuschlag zur Förderung für weitere Klima- und Energieprojekte.

Drei Gemeinden
Die drei Marktgemeinden eint der Wille zur Umsetzung von Klima- und Umweltprojekten und natürlich die finanzielle Möglichkeit einen Eigenanteil von 12,5 Prozent zu übernehmen. Denn die Realisierung von Kem-Projekten betrifft nicht nur öffentliche Einrichtungen und Betriebe, sondern auch Unternehmen, den Tourismus und private Personen.

Größte Projekte
In der vorangegangenen Projektphase kann der Umbau der Volksschule Arnoldstein als eines der größten KEM-Projekte bezeichnet werden.
„Die spezielle Förderung ist nur als Kem-Projekt möglich und die neue Volksschule in Arnoldstein ist inzwischen ein Aushängeschild für die Bevölkerung”, erklärt Karl-Heinz Gradsak vom KEM-Team.
So konnte ein energetisch und ökologisch hochwertiger Standard beim Gebäude erreicht werden. Die Errichtung einer Photovoltaikanlage, eine kontrollierte Be- und Entlüftung sowie die Verwendung von über 80 Prozent ökologischen Bauprodukten mit Umweltzeichen wurden so umgesetzt. Und genau durch solche Projekte nehmen die Gemeinden eine Vorbildwirkung ein, die bei anderen Gemeinden und Bürgern eine Bewusstseinsbildung schaffen soll.

Bürgernähe als Ziel
Dass der Klimawandel voranschreitet, ist bereits in den Köpfen der Bürger angekommen. Jetzt gilt es Klimaschutzziele zu erfüllen und die Energieeffizienz, nicht nur in öffentlichen Gebäuden, zu steigern.
Mit Bernhard Reinitzhuber wurde dafür ein Kem-Manager installiert. Er steht den Bürgern der Marktgemeinden für alle Fragen, die das Thema Energie betreffen zur Verfügung. Wobei man unter Energie nicht nur den Verbrauch von Strom und Wärme versteht, sondern auch der Wasserverbrauch und das Müllvermeidung dazu zählen. An die 13 Milliarden Euro pro Jahr zahlt Österreich an das nicht EU-Ausland für Importe fossiler Brennstoffe. Ziel der KEM-Region ist es, Ölkessel durch erneuerbare Energie, wie Pelletskessel auszutauschen oder auf Wärmepumpen umzusteigen. ”Energieeffizientz heißt aber nicht unbedingt, dass weniger Endenergie zur Verfügung steht, sondern mit dem gleichen Energieaufwand mehr Leistung erreicht wird, wie zum Beispiel bei LED-Lampen, die in öffentlichen Gebäuden bereits Verwendung finden”, erklärt Bernhard Reinitzhuber. Ein weiteres Ziel ist die Installation der Smart Meter, mehr dazu in der Infobox.

Smart Meter

Die Installation der Smart Meter ist ein Riesenprojekt für die Netzbetreiber, welches bis 2022 verlängert wurde. Der Smart Meter hat den Vorteil, den Energieverbrauch eines Gebäudes genau aufzuzeichen und jederzeit abrufbar zu machen.
Wird ein Smart Meter beantragt, so muss er innerhalb der nächsten sechs Monate vom Netzbetreiber installiert werden.
Wählt man die Funktion "Opt-In", werden die Daten jede viertel Stunde gespeichert und täglich an den Netzbetreibe übermittelt. So kann man jederzeit nachvollziehen, wie viel Strom man verbraucht hat und die Kosten im Auge behalten. Ohne diese Option werden die Daten nur einmal pro Tag gespeichert und übermittelt.
Bei der Funktion "Opt-out" entscheiden Sie sich gegen einen intelligenten Stromzähler und die Daten werden nur einmal im Jahr übermittelt.
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