Covid-19 – 3M verdoppelt globale Produktion
100 Millionen Atemschutzmasken pro Monat

Maske ist nicht gleich Maske, der Experte erklärt die Unterschiede. und warum ein bloßes Taschentuch keinen Schutz bringt.
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  • Maske ist nicht gleich Maske, der Experte erklärt die Unterschiede. und warum ein bloßes Taschentuch keinen Schutz bringt.
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3M ist einer der weltweit führenden Anbieter von Schutzausrüstung und medizinischen Lösungen. Experte Dirk Lange beantwortet Fragen rund um das Thema "Atemschutz". 

VILLACH. Corona und die Möglichkeiten, sich gegen das Virus zu schützen, werfen aktuell viele Fragen auf. Eine zentrale Rolle spielen dabei der Einsatz und vor allem die Verfügbarkeit von Atemschutzmasken.
3M – mit einem Werksstandort in Villach – ist einer der weltweit führenden Anbieter von Schutzausrüstung und medizinischen Lösungen, die gerade jetzt als Reaktion auf den Ausbruch von "Covid-19" eingesetzt werden.
Dirk Lange, Managing Director für die Region Zentraleuropa bei 3M, beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Atemschutz.

Ist das Tragen einer Maske zum Schutz vor Ansteckung grundsätzlich sinnvoll?
DIRK LANGE: In diesem Zusammenhang sollten die Leitlinien der Gesundheitsbehörden befolgt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bisher keine Empfehlung für den Gebrauch von Atemschutzmasken für die Bevölkerung ausgesprochen. Insbesondere kann die Belastung durch Atemschutzmasken für Personen mit Grundleiden, z.B. Asthmatiker, ein zusätzliches Risiko darstellen.
Wesentlich sinnvoller ist die konsequente Einhaltung der Hygieneregeln wie Abstand halten und Handhygiene. 

Wann sollte dennoch eine Atemschutzmaske getragen werden?
Die Nutzung einer Atemschutzmaske ist zurzeit für Personen empfohlen, die in direktem Kontakt mit wahrscheinlich infizierten Personen stehen, z.B. Ärzte und Pflegekräfte.

Man sieht verschiedene Maskenausführungen. Welche Maskentypen gibt es?
Oft werden alle Masken als Schutzmasken bezeichnet. Man sollte jedoch zwischen OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz) und Atemschutzmasken unterscheiden. OP-Masken dienen vor allem dem Schutz der Umgebung vor den Keimen, die der Träger durch Atmen oder Niesen verteilen könnte. Atemschutzmasken hingegen dienen dem Schutz des Trägers vor luftgetragenen Schadstoffen, wie Viren.
Bei den Atemschutzmasken gibt es wiederum verschiedene Gruppen. Zum Schutz vor Viren und Mikroorganismen sind Masken mit einem Partikelfilter geeignet. Dazu zählen unter anderem sogenannte Partikelfiltrierende Halbmasken, besser bekannt als FFP-Masken.

Welche Schutzstufen gibt es und welche ist notwendig?
Bei den FFP-Masken gibt es drei Schutzstufen: FFP1, FFP2 und FFP3. Die WHO und das Robert-Koch-Institut empfehlen für den medizinischen Bereich mindestens Schutzstufe 2.

Was ist bei der Verwendung einer Atemschutzmaske (FFP) zu beachten?
Eine Atemschutzmaske ist nur dann wirksam, wenn sie korrekt angelegt wird. Vor dem Aufsetzen der Maske sollten die Hände mit Wasser und Seife oder einem Desinfektionsmittel gereinigt werden. Die Maske muss gemäß der ihr beiliegenden Anleitung aufgesetzt werden. Sie muss Mund und Nase vollständig abdecken. Bartträger können keinen Dichtsitz erreichen.
Um die Atemschutzmaske abzunehmen, muss sich der Trägerin einen gefahrfreien Bereich begeben. Wichtig ist, die Maske schräg nach unten, leicht nach vorne gebeugt vom Gesicht abzunehmen. Sie sollte dann in einen geschlossenen Behälter gegeben werden. Anschließend ist eine Reinigung der Hände mit Desinfektionsmittel oder mit Wasser und Seife nötig.

Woran erkennt man eine FFP-Maske?
FFP-Masken sind in Europa nach der EN 149 geprüft und zugelassen. Auf der Maske befindet sich ein Hinweis auf diese Norm zusammen mit der Schutzstufe (FFP1, FFP2 oder FFP3) und dem CE-Zeichen.

Wie lange kann man eine FFP-Maske tragen?
FFP-Masken können so lange getragen werden, bis sie verschmutzt oder beschädigt sind bzw. das Atmen schwerer fällt. Angaben, wie man sie öfter in den Medien liest, dass z.B. der Filter grundsätzlich nach 20 Minuten Nutzung seine Funktion verliert, sind sachlich falsch.

Kann man eine FFP-Maske mehrfach verwenden?
Im Normalfall ist eine Wiederverwendung nicht vorgesehen, da beim Ab- und Wiederaufsetzen die Gefahr besteht, dass die Maske auf der Innenseite kontaminiert wird. In ausgerufenen Notfallsituationen ist eine Wiederverwendung jedoch denkbar.

Kann man sich eine Atemschutzmaske mit anderen Personen teilen?
Nein. Aus hygienischen Gründen nicht.

Können Mikrofasertücher oder nasse Taschentücher zum Schutz beitragen?
Mikrofasertücher, Schals, nasse Tücher oder ähnliche Gegenstände sind weder zum Herausfiltern von Schadstoffen wie Viren ausgelegt noch in dieser Hinsicht geprüft worden. Sie sollten daher nicht zum Schutz vor Viren eingesetzt werden. Auch das Tragen eines selbstgenähten Mundschutzes bietet keinen klar definierten Schutz. Er kann jedoch, ähnlich wie OP-Masken, dazu beitragen, das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch die Zurückhaltung von Tröpfchen, zu verringern (Schutz der Mitmenschen).

Sind Atemschutzmasken auch für Kinder geeignet?
Eine Atemschutzmaske muss am Gesicht gut abdichten, um wirksam zu sein. Grundsätzlich werden Atemschutzmasken für Erwachsene konzipiert. Kindergesichter sind möglicherweise zu klein. Auch kann die Belastung durch eine Atemschutzmaske für Kinder zu hoch sein. Darüber hinaus ist es für Kinder schwierig, die strikten Regeln für einen sicheren Gebrauch der Masken zu befolgen. Säuglinge und Kleinkinder sollten aufgrund von Erstickungsgefahr niemals Atemschutzmasken tragen.

Kann die allgemeine Bevölkerung 3M bei der Produktion von Atemschutzmasken behilflich sein?
Nein, am besten unterstützt die Bevölkerung 3M und das Gesundheitssystem, indem sie Atemschutzmasken nur dann trägt, wenn dies von den zuständigen Stellen (z.B. den Gesundheitsbehörden) empfohlen oder angeordnet wurde.

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Hintergrundinformationen

  • Das Multitechnologieunternehmen 3M ist einer der weltweit führenden Anbieter von persönlicher Schutzausrüstung und medizinischen Lösungen. Die Produkte – darunter Atemschutzmasken, chirurgische Masken und Handdesinfektionsmittel - werden weltweit als Reaktion auf den Ausbruch des Coronavirus eingesetzt. 3M hat seine globale Produktion von N95-Atemschutzmasken seit dem ersten Ausbruch von COVID-19 auf ein maximales Niveau von fast 100 Millionen Atemschutzmasken pro Monat verdoppelt.
  • Das Unternehmen geht davon aus, dass die Nachfrage nach Atemschutzmasken und anderen Produkten auch noch in absehbarer Zukunft das Angebot übersteigen wird. Die Zusammenarbeit mit Regierungen, medizinischen Stellen und Kunden auf der ganzen Welt soll gewährleisten, dass Lieferungen so schnell wie möglich dorthin gelangen, wo sie am dringendsten benötigt werden. 
  • 3M hat, ohne eigene Atemschutzmasken-Produktion in Deutschland, zusätzlich fast 20 Millionen Masken für das deutsche Gesundheitswesen bereitgestellt. Millionen FFP-Masken wurden bereits an Hilfskräfte, Krankenhäuser und staatliche Stellen seit Beginn der Coronakrise geliefert. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um insbesondere medizinisches Personal vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen.
  • Weiterhin hat 3M mit Spenden an lokale und globale humanitäre Hilfsorganisationen auf den Ausbruch des Coronavirus reagiert.
Maske ist nicht gleich Maske, der Experte erklärt die Unterschiede. und warum ein bloßes Taschentuch keinen Schutz bringt.

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