Bezirk Villach
Bäder gehen gegen Rauch und Zigarettenstummel vor

Das Gemeindebad Velden am Wörthersee
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In den Strandbädern des Bezirks wird derzeit das Thema Rauchen diskutiert. Einige Bäder schaffen rauchfreie Bereiche, andere setzen weiterhin auf Aschenbecher. Stadt Villach druckt eigene Schilder.

BEZIRK VILLACH. In Klagenfurt ist es heuer genauso Thema wie in Velden oder Villach, das Rauchverbot in öffentlichen Strandbädern.
Pünktlich zur Badesaison, viele Bäder sperren um den Muttertag auf, verbannt man im Veldener Gemeindebad den blauen Dunst vom Badebrücken-Bereich. Hier wird "eine rauchfreie Zone eingerichtet", sagt Bürgermeister Ferdinand Vouk zur WOCHE und ergänzt: "Wir wollen vor allem der Verschmutzung durch die Zigarettenstummel vorbeugen. Und natürlich eine gesunde und angenehme Umgebung am Wasser schaffen."

In Villach: rauchfrei

Nicht erst seit heute Thema sind Zigaretten in den Villacher Bädern. Seit Jahren rauchfrei ist das nördliche Ufer des Silbersees, ein Bereich, der ungefähr ein Viertel der gesamten Liegefläche ausmacht. Damit reagierte die Stadt auf Beschwerden über weggeworfene Zigarettenstummel, heißt es. Auch im Strandbad Drobollach, bei dem derzeit an der Erweiterung der Parkflächen gebaut wird, sind die Stege rauchfrei.

Hinweistafeln werden gedruckt

Und auch in allen übrigen Bädern wolle man zumindest ein Drittel der Liegeflächen rauchfrei halten, heißt es nun seitens der Stadt. Dies wolle man mit Hinweistafeln kommunizieren, dergleichen seien derzeit im Druck, sagt Vize-Bürgermeisterin Petra Oberrauner. So wäre in den letzten Wochen mit den Pächtern Gespräche geführt worden: "Wir sind uns einig, dass rauchfreie Zonen explizit ausgewiesen werden", so Oberrauner. Die Tafeln sollen in 14 Tagen in den städtischen Strandbädern aufgestellt und die neuen, rauch-freien Zonen ausweisen. "Dann dürfte es auch mit der Witterung passen und die Bäder gut besucht sein."

Im ganzen Bezirk Thema

Bereits bisher sah man im Friessner Bad in Afritz am See Zigaretten nicht gern in Bereichen der Kinderspieleinrichtungen, Tischtennistische sowie auf dem Steg, sagt Horst Dietmar Friessner. Das Strandbad wird voraussichtlich Mitte Juni eröffnen.

Auch in Wernberg Thema

Das Erlebnisbad in Wernberg öffnet in der Regel mit Ende Mai. Das Thema Rauchen ist auch hier aktuell, mit dem zuständigen Referenten liefen derzeit Gespräche, heißt es seitens der Gemeinde.

Kein Verbot

Das Strandbad Beer in der Gemeinde Feld am See sperrt traditionell mit 1. Mai auf. Über ein Rauchverbot macht sich Pächter Wolfgang Nindler weniger Gedanken: "Rauchen wird bei uns nicht verboten. Ich bin zwar zugegeben selbst Nichtraucher, aber dennoch gegen ein solches Verbot."

Hier bleibt der Aschenbecher

Am Ossiacher See gehen bereits die ersten Temperaturunempfindlichen baden, heißt es beim Campingbad Annenheim. Prinzipiell hat man seit 1. April gleichzeitig mit dem Campingplatz geöffnet, die Badekasse komme später hinzu. Das Thema Rauchfrei wäre hier keines, wie die WOCHE erfährt, die Badegäste können sich auch weiterhin an der Kasse Aschenbecher nehmen.

Noch am Überlegen

Am Aichwaldsee startet die Saison Mitte Mai, über eine rauchfreie Zone hätte man sich noch keine Gedanken gemacht, man wolle sich erst noch über gesetzliche Regelungen informieren, sagt Martin Rümmele.

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Das ist sonst noch Neu in den Bädern

Nicht nur das Rauchen ist Thema bei den Strandbädern im Bezirk. Darüber hinaus gibt es folgende Neuerungen

Neuer Kiosk in Wernberg: Neu wird auch der Kiosk, das alte Gebäude soll noch heuer abgerissen werden, ein Neubau nächstes Jahr erfolgen.

Der Einehupfer: Seit letzten Jahr gibt es hier auch den "Einehupfer"-Tarif: Gäste, die nach eineinhalb Stunden wieder gehen, bekommen die Hälfte des Preises retourniert.

Große Bibliothek: Im Bad Friessner gibt es eine große Strandbücherei – mit vielen Kinderbüchern, und fremdsprachigen Titeln sowie Freies W-Lan im Gelände.

Mehr Parkplätze: Im Bad Drobollach werden derzeit die Parkplätze ausgebaut. Das bad ist gratis, es entfällt lediglich die Parkgebühr. Die weitere Baumaßnahmen (die WOCHE berichtete) sollen bis 2020 abgeschlossen werden.

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