Bundesbäuerinnentag in Villach
"Bäuerinnen sind präsenter denn je"

Bundesminister Norbert Totschnig, Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger und Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich genossen den regen Austausch in Villach. | Foto: Stefan Reichmann/APA für die ARGE Bäuerinnen
  • Bundesminister Norbert Totschnig, Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger und Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich genossen den regen Austausch in Villach.
  • Foto: Stefan Reichmann/APA für die ARGE Bäuerinnen
  • hochgeladen von Peter Kleinrath

Der Bundesbäuerinnentag 2024 im Congress Center Villach stand ganz im Zeichen der vielfältigen Rollen der Frauen auf und vom Bauernhof.

VILLACH, KÄRNTEN, ÖSTERREICH. Hofmanagerin, Netzwerkerin, Unternehmerin und, und, und. Das Leben der Frauen auf den heimischen Bauernhöfen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr stark verändert. Sie sind oftmals zur treibenden Kraft bei Innovationen auf den Betrieben geworden und setzen gesellschaftspolitisch Marksteine. "Bäuerin sein - vielseitiger denn je", lautet daher auch das Motto des diesjährigen Bundesbäuerinnentages im Congress Center Villach, der sich mit den Herausforderungen der neuen Rollenbilder befasst.

Selbstbewusste Wege

Immer mehr Bäuerinnen gehen heute selbstbewusst ihren Weg, bauen Betriebsstandbeine eigenverantwortlich auf, erschließen neue Einkommensmöglichkeiten für ihren Hof und bespielen gekonnt die Klaviatur der sozialen Medien für den Dialog mit der Gesellschaft. 35 Prozent der Höfe (Grüner Bericht 2023, Anm.) werden mittlerweile von weiblicher Hand geführt. 30.000 Direktvermarktungs-, rund 7.400 Urlaub am Bauernhofbetriebe österreichweit, etwa 850 agrarpädagogische Anbieter:innen mit Schule am Bauernhof und Seminarbäuerinnen sowie mehr als 100 Green Care-Betriebe zeigen das unternehmerische Potenzial vor allem auch von den Landwirtinnen. "Diese Fähigkeiten setzen sie nicht nur für den Betrieb, sondern verstärkt auch für den ländlichen Raum ein", verweist Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger auf die zahlreichen unterschiedlichen Rollen, in denen sich die Bäuerinnen aufgrund ihrer sehr guten fachlichen Fähigkeiten und individuellen oft auch außerlandwirtschaftlichen Ausbildung heute ausdrücken.

Positive Entwicklung

Bei dieser positiven Entwicklung gibt es auch große Hürden zu bewältigen. Neben gesellschaftlichen Anforderungen an die Landwirtschaft, stellen der Klimawandel und der immer größere Bürokratismus die größte Herausforderung dar. "Weiterbildung und Diversifizierung sind wichtige Eckpfeiler der Betriebssicherung. Hierfür müssen die Mittel weiterhin zur Verfügung stehen. Ebenso wie für agrarpädagogische Maßnahmen - ein wichtiges Zukunftskapitel für die Landwirtschaft. Die Bäuerinnen und Seminarbäuerinnen leisten mit ihrem Einsatz in Schulen und im Dialog mit den Konsument:innen einen wesentlichen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für die Qualität österreichischer Lebensmittel", gibt Neumann-Hartberger zu bedenken.

Absicherung wichtig

Ein weiterer Kernpunkt ist die soziale und rechtliche Absicherung der Bäuerinnen und der Frauen generell. "Es braucht das Wissen über die Folgen von Teilzeitarbeit für die Pension bzw. von persönlichen Entscheidungen in gesetzlicher Hinsicht wie dem Erbrecht. Es liegt in der Eigenverantwortung der Frauen, sich darüber zu informieren, aber ebenso muss Bewusstsein bei den Männern geschaffen werden", betont die Bundesbäuerin. Die Interessenvertretung wird daher mit Online-Formaten (Oktober 2024 Bäuerinnen im Talk zu "Finanzen") und Workshops verstärkt bei ihren Mitgliedern Bewusstsein für dieses essenzielle Thema schaffen und den Bäuerinnen Mut machen, sich für ihre Absicherung starkzumachen. "Unser Ziel ist, die Chancen von Frauen auf den Bauernhöfen zu stärken, sie zu ermutigen und zu befähigen, ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten", so Neumann-Hartberger weiter.

Bäuerinnen sind treibende Kraft

"Bäuerin zu sein ist heute vielfältiger denn je. Es ist daher eine absolute Notwendigkeit, Frauen am Hof zu fördern und zu ermutigen. Denn unsere Bäuerinnen spielen die wesentlichste Rolle in der Land- und Forstwirtschaft. Unser Ziel ist es, sie weiter zu stärken und die moderne, vielfältige Rolle der Bäuerin sichtbar zu machen. Genau hier setzt die VISION 2028+ an: Im Rahmen dieses Strategieprozesses stehen insbesondere die Anliegen der Frauen und der Jugend im Mittelpunkt", so Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Bereits die Ergebnisse der ersten Phase der VISION 2028+ verstärken, dass Frauen eine treibende Kraft in der Land- und Forstwirtschaft sind. Totschnig: "Unsere Bäuerinnen bringen nicht nur Pflanzen zum Wachsen, sondern kultivieren auch die Zukunft der Landwirtschaft. Sie sind es, die innovative Betriebszweige wie Direktvermarktung oder Urlaub am Bauernhof vorantreiben, auf Aus- und Weiterbildung setzen, Klimaschutz vorantreiben und generationenübergreifend denken. Es liegt an uns allen, Frauen stetig zu fördern. Die ARGE Bäuerinnen sind hier unverzichtbare Partnerinnen für die Begeisterung der nächsten Generationen und bei der Lösung der anstehenden Herausforderungen!"

"Brücken-Bäuerinnen"

"Die vielfältigen Talente und Leistungen unserer Bäuerinnen sind eine ungeheure Bereicherung für ganz Österreich und verdienen unsere größte Wertschätzung. Gleichzeitig möchte ich alle Bäuerinnen aufrufen, die Vielfalt unserer Bildungs- und Beratungsangebote zu nutzen, um sich neue Impulse für die Zukunft zu holen. So können etwa Innovationsideen auf ihre Umsetzbarkeit gecheckt oder unternehmerische Kompetenzen ausgebaut werden. Mit 'ZAMmunterwegs' kann jede Bäuerin auch ihr eigenes Wissen und Auftreten auf ein neues Level heben", betont LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger: "Unsere Bäuerinnen sind enorm wertvolle 'Brücken-Bäuerinnen' zur gesamten Gesellschaft. Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich noch mehr von ihnen agrarpolitisch engagieren und land- und forstwirtschaftliche Anliegen an zentralen Stellen verankern. Wir werden uns jedenfalls sehr dafür einsetzen, dass es weiterhin entsprechende Unterstützung für diese Bildungs- und Beratungsangebote sowie bestmögliche Rahmenbedingungen für unsere Bäuerinnen und ihre Familien gibt. Auch ihre agrarpädagogischen Maßnahmen an Kindergärten und Schulen sind enorm wertvoll und sollten weiter unterstützt und ausgebaut werden!"

Anzeige
Die Kelag bietet jungen Menschen eine praxisnahe Ausbildung in spannenden Lehrberufen. | Foto: kelag
2

kelag
Energie, die motiviert: Jetzt für eine Lehre bei der Kelag bewerben

Mit dem neuen Lehrberuf der Fernwärmetechnik können junge Menschen die Energiezukunft mitgestalten und etwas Großes schaffen. Die Kelag ermöglicht ihnen dadurch auch den perfekten Einstieg in eine zukunftsorientierte Berufswelt.  KÄRNTEN. Die Kelag zählt zu den größten Ausbildungsbetrieben Kärntens und hat seit 1957 über 1.700 Lehrlinge ausgebildet. Der Ausbildungscampus in St. Veit an der Glan ist die zentrale Anlaufstelle des Ausbildungsteams und aller Lehrlinge im Konzern – denn wer in der...

Anzeige
Infineon Austria setzt auf verschiedene Aktivitäten, um Begeisterung für Wissen zu wecken, eine tragende Rolle spielt dabei die Lehrlingsausbildung. | Foto: Infineon
2

Zukunft gestalten
Infineon setzt auf junge Talente

Infineon Austria bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Zukunft zu gestalten und setzt auf eine umfassende Ausbildung, die auf die Bedürfnisse der Halbleiterindustrie zugeschnitten ist. VILLACH. Die Lehrmodelle bei Infineon haben sich in den letzten 40 Jahren ständig weiterentwickelt, seither wurden mehr als 650 Fachkräfte ausgebildet: Von der Doppellehre Elektro- und Metalltechnik über die Option auf Matura, die Coding-Lehre, bis hin zum neuen Pilotprojekt der verkürzten...

Anzeige
Katschberger Adventweg | Foto: Michael Stabentheiner / Tourismusregion Katschberg-Rennweg
1 7

Wintertraum in Weiß
Magische Auszeit in der Region Katschberg Lieser-Maltatal

Im Winter verwandelt sich die Region Katschberg Lieser-Maltatal in ein Winterwunderland, das wie geschaffen ist für Sportler:innen, Naturliebhaber:innen und Familien, die auf der Suche nach unvergesslichen Erlebnissen inmitten einer traumhaften Berglandschaft sind. Die Region bietet alles, was das Herz in der kalten Jahreszeit begehrt: abwechslungsreiche Sportmöglichkeiten, zauberhafte Winteridylle und einen Hauch von weihnachtlicher Magie. Hier wird jeder Winterurlaub zu einem einzigartigen...

Anzeige
Das Weihnachtsdorf in Jesolo lädt zum Genießen, Staunen, Gustieren und Innehalten ein.  | Foto: Jesolo Media Service
6

Weihnachten in Jesolo
Eiskrippen, Sandkunst und unvergessliche Genussmomente

Der beliebte Badeort Jesolo verwandelt sich im Winter in eine elegante Weihnachtsbühne, die Besucher aus ganz Europa begeistert und Lichter, Düfte, Melodien, Kunst, Tradition und Genuss vereint. KÄRNTEN, ITALIEN. Wenn der Winter die venezianische Küste umhüllt, erwacht Jesolo in einem neuen, leuchtenden Gewand mit einzigartiger Atmosphäre am winterlichen Meer. SandkrippeUnangefochtener Hauptdarsteller des Jesoloer Weihnachtsfestes ist die Sandkrippe, ein Meisterwerk, das international bekannt...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.