Die Befriedigung etwas selbst etwas repariert zu haben

Nach zwei Jahren Funktstille strahlt er in neuem und funktioniert - Der Trinkbrunnen in der Hirschenwirtstraße
  • Nach zwei Jahren Funktstille strahlt er in neuem und funktioniert - Der Trinkbrunnen in der Hirschenwirtstraße
  • hochgeladen von Heinz Mauch

Ein älterere Mann steht im Geschäft an der Kasse in der Schlange. Die Kassierin und eine ihr bekannte Kunden diskutieren über die aussichtslose Situation der Ehe einer ihrer Freundinnen. Irgendwie kommt es dazu, dass der Mann um seine Meinung gefragt wird: "Na meinen sie nicht auch, dass es sich hier keine positiven Zeichen am Horizont zu erkennen sind und eine Scheidung die einzige Lösungsmöglichkeit darstellt?" Der Mann antwortet: "Wissen Sie, ich stamme noch aus einer Generation die Sachen repariert, wenn sie kaputt sind!"

Dieses Reparieren von Dingen, insbesondere wenn sich die Reparatur als schwierig herausstellt, ist eine Sache, die bei Erfolg eine ziemlich große Freude und Befriedigung hervorzurufen imstande ist. Mir geht es dann immer so, dass ich das Ding eine Minute voller Freude anschaue, mich dann wieder meinen anderen Aufgaben widme. Nach einer Stunde zieht es mich wieder zu meinem Werk und ich schaue es voller Freude an. Dieser Vorgang wiederholt sich einige Male und verstärkt die Gaudi über das gelungene Werk. Zugegebenermaßen gelingt es nicht immer, aber statistisch gesehen durchaus oft.

Gestern beobachtete ich im Gemeindehaus der Mormonen den fast 70 jährigen Elder Wade, seine Frau Judy und meinen Freund Andy aus St. Magdalen, wie sie an einem Wasserspender herumwerkelten. Dieser war seit sicher zwei Jahren außer Funktion und mit dem Schild aus Karton mit "kaputt" markiert. Es gab zwar verschiedene Reparaturversuche, die sich allerdings immer wieder als vergeblich herausstellten. Entweder ging der Druck verloren, oder die Undichtheit bei einer geflickten Stelle trat immer wieder zutage. Ersatzteile waren keine aufzutreiben. Das Gerät, ein amerikanisches Produkt wurde vor 10 Jahren in Italien gekauft und die Firma in Italien gibt es nicht mehr.

Elder Wade jedoch kannte die Firma von zu Hause. Er rief vor einigen Wochen in den USA an, und es gelang ihm die richtigen Teile zu bestellen. 100 Dollar kostete das alles, die Hälfte davon für die Fracht. Ansonsten wäre nur die Demontage übriggeblieben. Und siehe da vorgestern gelang die Reparatur.

Elder Wade und alle Missionare tranken voller Begeisterung immer wieder. Bei uns zu Hause ist so ein Trinkbrunnen in jeder Kirche. Nur schmeckt hier das Wasser noch viel besser. In ihrem Enthusiasmus forderten sie auch mich zum Trinken auf. Gerne kam ich dieser Einladung nach und es paßte alles und schmeckte ausgezeichnet.

Der, der bei der Reparatur nicht dabei war, weiß es vermutlich deutlich weniger zu schätzen. Möglicherweise bemerkt er auch gar nicht. Oder denkt: "Hobn's es endlich repariert.

In der Regel fühlt nur der, das freiwillig getan hat, das gute Gefühl des Gelingens.

Auch für mich wird es Zeit, wieder etwas zu reparieren.

Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird der Sohn der Rechtschaffenheit sich erheben mit Heilung in seinen Flügeln; und ihr werdet hervorkommen und heranwachsen wie die Kälber im Stall.

https://www.lds.org/scriptures/bofm/3-ne/25?lang=deu

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