Ein Treffpunkt für die Künstler

Vizebürgermeister Günther Albel, am Foto mit Künstlerin Lisa Huber, lud zur Sommerausstellung in die Galerie Freihausgasse und stellte gleichzeitig das „Haus der künstlerischen Begegnung“ vor.
  • Vizebürgermeister Günther Albel, am Foto mit Künstlerin Lisa Huber, lud zur Sommerausstellung in die Galerie Freihausgasse und stellte gleichzeitig das „Haus der künstlerischen Begegnung“ vor.
  • Foto: Stadt Villach/Augstein
  • hochgeladen von Doris Grießner

VILLACH. Im Rahmen einer großen Sommerausstellung werden in der Galerie Freihausgasse von Dienstag, 1. Juli, bis Samstag, 6. September, die „Künstlerinnen und Künstler von St. Martin“ präsentiert.“ Seit 42 Jahre ist das ehemalige Mesnerhaus und spätere Schulgebäude in St. Martin „Haus der künstlerischen Begegnung“. Hans Bischoffshausen hat diese Bezeichnung seinerzeit angeregt. Er zog, ebenso wie Cornelius Kolig, Rudi Haidutschek und die „Studiobühne“, 1972 und 1973 in das Haus ein und errichtete dort sein Atelier. Ende der siebziger Jahre gesellte sich Hans Piccottini zu den Künstlern. „Mit der Einrichtung von Förderateliers im ‚Haus der künstlerischen Begegnung‘ hat Villach bereits vor Jahrzehnten einen wichtigen Akzent für ein aktives kulturelles Leben gesetzt und ein Biotop für erfolgreiche künstlerische Entfaltung geschaffen“, erklärt Vizebürgermeister Günther Albel.

Kreativer Schmelztiegel

„Das ‚Haus der künstlerischen Begegnung‘ ist ein kreativer Schmelztiegel. In den vergangenen vier Jahrzehnten sind hier unzählige Kunstwerke entstanden und wir wollen diese, und die Künstlerinnen und Künstler die dahinter stehen, einmal vor den Vorhang holen“. In der Galerie Freihausgasse werden die Künstlerinnen und Künstler von St. Martin in einer großen Sommerausstellung (vom 1. Juli bis 6. September) präsentiert. Es sind dies:

Hans Bischoffshausen
Cornelius Kolig
Rudi Haidutschek
Hans Piccottini
H. P. Maya
Robert Kummer
Frank Kropiunik
Lisa Huber
GOTO
Larissa Thomassetti
Gernot Fischer-Kondratovitch
Studiobühne/neuebuehnevillach
Kindertheater N.A.N.U.
a.c.m.e,-

Nicht nur die in den Ateliers entstandenen Werke sollen ausgestellt werden. Auch Fotos und Objekte werden einen Rückblick auf das Leben und Schaffen der im Haus beheimateten Künstlerinnen, Künstler und Theatergruppen ermöglichen.

Künstlerische Entfaltung in historischen Räumen

Im Laufe der Jahre arbeiteten zahlreiche weitere Künstler in den historischen Räumen: H. P. Maya (er zog nach dem Tod von Bischoffshausen in dessen Atelier), Lisa Huber und das Künstlerkollektiv GOTO übernahmen nach seinem Auszug das Atelier von Cornelius Kolig. Robert Kummer und Frank Kropiunik nutzten die Förderatelierräume die nach dem Tod von Rudi Haidutschek in dessen Atelier eingerichtet worden waren. Die Proberäumlichkeiten der Studiobühne im angeschlossenen Nebengebäude wurden ebenerdig ab 2001 der neuebuehnevillach übergeben. Den ersten Stock nutzte das Kindertheater N.A.N.U.

Die Neuen im Ort für Bildung und Kommunikation

Das Haus war historisch gewachsen bereits ein Ort der Bildung und Kommunikation. Auch nachdem es als Atelierhaus genutzt wurde, ging diese Tradition mit Gesprächen, Einladungen zu Atelier- und Probenbesuchen und kleineren Aufführungen weiter. Heuer sind die beiden Künstler Mag.a Larissa Tomassetti und Mag. Gernot Fischer-Kondratovich in Ateliers im „Haus der künstlerischen Begegnung“ eingezogen. In den ehemaligen Proberäumen des Kindertheaters N.A.N.U. arbeiten derzeit die Mitglieder von a.c.m.e,- , für die dieser Raum auch ein Begegnungsort des Off-Theaters ist.

Die Künstler

Mag.a Larissa Tomassetti wurde 1972 in Villach geboren. Sie studierte an der Hochschule „Mozarteum“ in Salzburg Malerei und Grafik (Diplom mit Auszeichnung) und beschäftigt sich seit Jahren mit der INVERSION und ihren Möglichkeiten im Bereich der Bildenden Kunst. Technisch bewegt sich die Künstlerin zwischen Zeichnung, Malerei und Fotografie. Larissa Tomassetti unterrichtet am CHS in Villach.

Mag. Gernot Fischer Kondratovitch, 1968 in Villach geboren, studierte in Caracas (Venezuela), am Mozarteum in Salzburg und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Seit 1997 lebt und arbeitet der freischaffende Künstler in Wien und Kärnten. Seine Werke wurden bei zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, unter anderem in Havanna (Kuba) und St. Petersburg (Russland).

Ein Haus mit Geschichte

Das „Haus der künstlerischen Begegnung“ in Villach-St. Martin hat eine lange Geschichte: Im Jahr 1777 erstmals erwähnt und höchstwahrscheinlich auch erbaut, war es anfangs ein der Pfarre zugehöriges Mesnerhaus, in dem eine Schule untergebracht war. Mit zahlreichen Um- und Ausbauten diente das Haus noch bis 1972 als Schulhaus. In diesem Jahr wurde die neue Volksschule in der St. Martiner Schlossgasse bezogen. Das Gebäude verlor also seinen ursprünglichen Zweck und wurde vom Villacher Gemeinderat unter Bürgermeister Josef Resch Künstlern für ihre Ateliers zur Verfügung gestellt. Anlass dafür war unter anderem die Rückkehr von Hans Bischoffshausen 1971 aus Paris und die Platznot der Studiobühne.

Fotos: Stadt Villach / Augstein
Vizebürgermeister Günther Albel, am Foto mit Künstlerin Lisa Huber, lud zur Sommerausstellung in die Galerie Freihausgasse und stellte gleichzeitig das „Haus der künstlerischen Begegnung“ vor.

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