Nach dem Hochwasser
Glaswand am Villacher Drauufer geplant!

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Hochwasserschutz muss nicht "unschön" sein. Am Villacher Drauufer soll ein Glasaufbau gleichzeitig sicher und ästhetisch ansprechend sein. Stadtrat Harald Sobe spricht über das Konzept "Erlebbare Drau". 

VILLACH (wru). Die Uferverbauung der Drau im Bereich der Stadt Villach wird schon demnächst um einen Meter aufgestockt. „Das sind die Erfahrungen, die man aus dem jüngsten Hochwasser gewonnen hat, und die werden jetzt in das neue Konzept einfließen“, sagt Stadtrat Harald Sobe in einem Gespräch mit der WOCHE.

Verbauung aus Glas

Und wie: Um eine unschöne Betonwand zu vermeiden, erhält die Drau eine gläserne "Halskrause". "Die weitere Aufstockung wird aus Glas sein. Sie beginnt bei der Eisenbahnbrücke und wird sich dann hinunter fast bis zur Kriegsbrücke ziehen", sagt Sobe.

Rund 4 Millionen Euro

Die Verglasung Villachs hat aber ihren Preis. „Rund vier Millionen Euro soll die umweltfreundliche Glaswand kosten, 85 Prozent davon wird aber der Bund übernehmen“, ergänzt Sobe erfreut.
Damit wäre die Stadt, die jetzt schon vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt ist, auch noch vor schlimmeren Wassermassen bewahrt.

Konzept "Erlebbare Drau"

"Erlebbare Drau" heißt das Konzept und geht als solches natürlich nur von schönen Tagen aus. "Das, was in der Vergangenheit an schlimmen Stunden für unsere Bürger erlebt wurde, sollte sich mit dem Konzept bald ins Positive drehen", hofft Sobe.

Hochwasser-Gebiete

Einige "feuchte Flecken" werden sich freilich auch in Zukunft nicht verhindern lassen und die Betroffenen damit leben müssen. Wie etwa jene an der Gail, welche in unmittelbarer Nähe zum Ufer einen Hundeabrichteplatz samt Unterkunft betreiben und der jetzt mehr als einen Meter unter Wasser stand. "Ein Risiko, das den Betreibern von Anfang an bewusst war und die damit auch leben müssen", sagt Sobe. Statistisch gesehen ein Risiko, das "nur" alle 30 Jahre einmal passieren sollte.

Zur Sache: Geplant sind das Weiteren Mobile Schutzvorrichtungselemente im Innenstadtbereich, Erhöhung der bestehenden Mauerabschnitte, Dämme, Schaffung von Kompensationsflächen. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 4,8 Millionen Euro, die sich Stadt, Verbund und das Bundesministerium (Nachhaltigkeit und Tourismus) teilen. Der Baubeginn ist für Frühjahr/Sommer 2020 geplant.

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