Großbaustelle in Fürnitz verärgert Pendler

Verkehrs-Ärger in Fürnitz: Das Abbiegen wird im Baustellenbereich zum Problem für die Autofahrer
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FÜRNITZ (aju). In Fürnitz sorgt eine Baustelle entlang der Hauptstraße für Unmut bei Pendlern. Staus bis zurück in das Ortsgebiet von Villach und auf die Autobahnabfahrt sind die Folge. Grund dafür: Wegen der Verlegung von Fernwärmeleitungen von Arnoldstein nach Villach sind alle Linksabbieger nicht befahrbar.

Pendler betroffen

Betroffen sind vor allem Anrainer und Pendler, die täglich von Villach ins Gailtal fahren. Ein Villacher Pendler spricht von unmöglichen Zuständen: "Alles ist aufgegraben. Das führt zu einer massiven Verengung der Straße. Wenn zudem noch jemand nach links oder Richtung Arnoldstein abbiegen muss, kommt es zu erheblichen Wartezeiten."

Linksabbiegen als Problem

Vor allem für jene, die von Villach nach Arnoldstein fahren würden, sei das Linksabbiegen ein Problem, denn zusätzlich gibt es von der Gailbrücke bis hin zum Sägewerk Samonig eine Geschwindigkeitsbegrenzung – und auch Radfahrer würden sich oft mitten auf die Baustelle verirren. "Obwohl es einen Radweg an der Schütt gibt, fahren Radfahrer auf der Straße teilweise im Schritttempo. Überholen ist unmöglich", sagt der Pendler.

Unternehmen benachteiligt

Doch damit nicht genug, es seien auch die Unternehmen entlang dieser Straße massiv benachteiligt. "Die Zufahrt zu diesen Geschäften ist aufgrund des stockenden Gegenverkehrs schwierig. Das dauert oft bis zu 10 Minuten pro Auto", sagt der Pendler.

Handlungsbedarf

Handlungsbedarf sieht auch Christian Poglitsch, Bürgermeister von Finkenstein: "Die Situation ist absolut unbefriedigend. Einige Betriebe kämpfen mit enormen Problemen, wie zum Beispiel die Tankstelle in Fürnitz. Gerhard Köfer als Straßenbaureferent ist gefordert, die Baustelle möglichst rasch fertigzustellen."

Bitte um Geduld

Volker Bidmon von der Abteilung 9 (Straßen und Brücken) des Landes Kärnten bestätigt, dass aufgrund der Baustelle die bisher bestehenden Linksabbieger nicht aufrechterhalten werden konnten. "Natürlich kommt es zu Wartezeiten beim Heraus- und Hineinfahren, die Baustelle wird allerdings nur mehr einen Monat dauern und deshalb bitten wir um Geduld." Helmut Steiner, Bauleiter der Kelag, hingegen versteht die Verärgerung: "Für Kärnten handelt es sich hier um eine sehr große Baustelle und wir versuchen, diese so schnell wie möglich fertigzustellen." Bis zu vier Partien würden bereits an der Stelle arbeiten. "Wir planen, im August durch Fürnitz durch zu sein. Danach bewegen wir uns entlang der Bundesstraße Richtung Villach meist auf Radwegen", sagt Steiner.

ZUM PROJEKT

Ab Herbst 2018 wird die Kelag Wärme GmbH die Hälfte des Bedarfes ihrer Wärmekunden in der Stadt Villach mit Abwärme aus der Müllverbrennungsanlage in Arnoldstein decken.

Um pro Jahr rund 100 Millionen Kilowattstunden Wärme von Arnoldstein nach Villach zu transportieren, ist der Bau einer 17 Kilometer langen Fernwärme-Transportleitung notwendig. Diese Doppelleitung (für den Vorlauf und den Rücklauf) aus Stahl hat einen Innendurchmesser von jeweils 30 Zentimetern und ist mit einem Dämmmantel versehen. In der Leitung wird Wasser mit bis zu 130 Grad Celsius und einem Druck von bis zu 25 bar von Arnoldstein nach Villach transportiert. Diese Leitung wird vorwiegend entlang von Straßen und Radwegen verlegt.

Investitionssumme: 18 Millionen Euro.

Die Fernwärmeversorgung in der Stadt Villach ist in den vergangenen zehn Jahren auf mehr als 100 Trassenkilometer gewachsen, rund 900 Gebäude werden versorgt. Die KELAG Wärme GmbH baute das Netz aus und konnte den Absatz auf nahezu 200 Mio. Kilowattstunden verdoppeln, das entspricht dem Bedarf von 30.000 Wohnungen. Die Fernwärme in Villach ist das größte Fernwärmesystem der KELAG Wärme GmbH, es gehört zu den Top 10 in Österreich und zählt zu den innovativsten, nachhaltigsten und am stärksten diversifizierten Fernwärmesystemen überhaupt.

Autor:

Julia Astner aus Spittal

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