Corona
Katastrophe für freie Szene der Kunst und Kultur

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VILLACH Corona beeinträchtigt so gut wie jeden Aspekt unseres Alltages. Nicht nur das Sozialleben, auch der Tourismus und die Gastronomie sind durch das Virus und die Einschränkungen betroffen. Ein Bereich, den es besonders hart trifft, ist die freie Kunst- und Kulturszene.

Theater und Kinos geschlossen

Mittlerweile wurden sowohl die Kinos als auch die Theater geschlossen. Nach reiflicher Überlegung hat die „neuebühnevillach“ alle Vorstellungen sowie die auf den 20. März angesetzte Premiere von „Handke Unser“ vorerst abgesagt bzw verschoben. Es ist sowohl für den Schutz des Publikums als auch für die Schauspieler. Auch der Kulturhofkeller hat jedes Konzert, jede Vorstellung und auch geplante Workshops für die nächste Zeit verschoben. „Bis auf weiteres. Wir beobachten die Entwicklung der Situation jetzt und handeln dementsprechend, hoffen aber auf eine baldige Abflachung,“ so Gerhard Fillei vom Kulturhofkeller.

Schauspieler ohne Publikum

Auch einzelne Schauspieler und Künstler haben derzeit keine Auftritte oder sonstigen Events. „Es ist eine Berufssparte, die abhängig ist von Veranstaltungen und vom Publikum,“ erzählt Schauspielerin Daniela Turner. Sie ist eine der unzähligen Akteure, die von der Krise betroffen sind. Sie ist eine der unzähligen Akteure, die von der Krise betroffen sind. Die geplanten Zusatzvorstellungen von "Otello darf nicht platzen", welches im vergangenen Sommer auf Schloss Albeck gespielt wurde, mussten erstmal abgesagt werden. Auch für Schauspieler Stefan Ofner sind Auftritte bei den Kammerlichtspielen und dem KE-Theater in Klagenfurt bis auf Weiteres erst mal Geschichte. Ebenso Auftritte beim Schultheater. Ofner hofft jedoch, im Mai wieder Workshops beim Schüler- & Jugendtheaterfestival abhalten zu dürfen. Beide Schauspieler haben noch andere Berufe nebenher, sind also grundlegend nicht nur von Einnahmen als Schauspieler abhängig. Dennoch wissen sie, dass die Krise für alle Theater schlimm sei, und vor allem die freie Szene existenzbedrohend ist. Ofner kennt Kollegen, die das betrifft. "Viele Kollegen weichen in den Online-Bereich aus."

Kein Arbeitslosengeld für freie Künstler

Theatermacher Martin Dueller sieht die ganze Situation als ernste Bedrohung für die freie Kulturszene. “Es ist eine Katastrophe für die freie Szene, Künstler und alle, die auf eigene Rechnungen arbeiten.“ Viele Projekte sind für diese Zeit bereits subventioniert und Verträge unterzeichnet worden. Freie Künstler haben auf das Honorar gehofft. Arbeiten für Stücke,. Ausstellungen und dergleichen fangen bereits Monate vor der Aufführung und sogar den Proben an. Zudem haben freie Künstler keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Petitionen

Mögliche Rückforderungen dieser Subventionen könnten in dieser Hinsicht zusätzlich zu einer gigantischen Armutswelle im Land führen. Betroffen sind ja nicht nur Künstler und Schauspieler, sondern auch Techniker, Begleitmusiker, Kostümbildner, Visagisten und noch mehr. Duellers Appell an die Regierung ist, dass die freie Szene sozial abgesichert wird. Förderungen sollen beibehalten und nicht zurückgefordert werden. „Bei großen Kunstbetrieben können Verluste eventuelle eingeklagt werden. Dort, wo das Geld nicht ankommen wird, das sind die Kleinkünstler“ In den Sozialen Medien gehen bereits Petitionen um, um die freie Kunst- und Kulturszene des Landes zu schützen und zu verbessern.

Autor:

Bernhard Mairitsch aus Villach

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