Klima-Kompass betont Naturschutz-Bedeutung

Desiree Schellander hat sich mit ihrer Idee selbständig gemacht
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KÄRNTEN. "Der Klimakompass ist ein Wegweiser für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Kärnten", sagt Landesrat Rolf Holub zur kürzlich aufgelegten Broschüre. Sie enthält Tipps für mehr Umweltschutz im täglichen Leben. Außerdem listet die Broschüre Kärntner Betriebe auf, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Landkarte im Netz

"Über 100 Spots in Kärnten sind enthalten", wirbt Christian Salmhofer vom Klimabündnis Kärnten für das Heft. Aufkleber machen sie für Kunden erkennbar; außerdem kann man über den NFC-Chip im Aufkleber weitere Infos auf sein Handy laden. Dafür muss man nur den QR-Code im Aufkleber mit dem Handy einlesen. Im Internet wächst das Projekt noch weiter, denn: Weitere Betriebe können sich mit ihrem Beitrag zum Klimaschutz eintragen. "Es soll eine Landkarte mit Betrieben werden, wo es nachhaltige Produkte gibt", so Knafl. Kärntner erfahren so auch, welche Betriebe sich um die Umwelt kümmern.

Gutes vor der Haustüre

Christine Spazier hat den Kräuterspatz in Landskron ins Leben gerufen. Sie sammelt Kräuter und verarbeitet sie. Mit diesem Unternehmen ist sie auch im Klimakompass vertreten. Über den Naturpark Dobratsch als Naturparkpartnerbetrieb und als Kräuterspatz bringt sie den Leuten zusätzlich Nachhaltigkeit in Form von Seminaren, Workshops und Ausbildungen näher. "Wir kaufen Konsumgüter aus aller Welt und vergessen dabei dass vieles vor unserer Haustüre wächst und Jahrhundertelang die Speisekammer füllte und uns gut tat", sagt Spazier.
Genau das will sie wieder in das Bewusstsein der Menschen zurückbringen.

Unterstützung für Betriebe

Auch Desiree Schellander mit ihrem UniKorn in Villach will die Nachhaltigkeit in der Region fördern und ist somit auf prädestiniert für den Klimakompass. UniKorn ist ein Geschäft mit Lebensmitteln und Waren aus der Region, die zum Großteil unverpackt verkauft werden. So erhält man im Laden Getreide, Saaten, Gemüse und Eier ohne Verpackung, weitere Artikel werden in wiederverwendbaren Glasbehältern verkauft und nur empfindliche Lebensmittel wie Käse, Fleischwaren und Fisch werden in Plastik angeboten. "Es werden Lebensmittel in Bio-Qualität angeboten, wobei mein Fokus nicht auf dem Zertifikat liegt, sondern darauf, dass meine Produzenten nicht konventionell arbeiten, also keine Chemie oder Medikamente einsetzen", sagt Schellander.

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