Villach
Kulturhofkeller kann "Aus" abwenden

Tja, warum nicht aufhören? Vorerst ist das Aus abgewendet.
  • Tja, warum nicht aufhören? Vorerst ist das Aus abgewendet.
  • Foto: Ebner
  • hochgeladen von Alexandra Wrann

Der Kulturhofkeller wendet die Schließung ab. Doch nicht nur die Corona-Krise war schlussendlich Schuld an der Misere. Ehrenamtliche Mitarbeiter kamen abhanden, gleich zwei Gastronomen hörten auf. Nun hilft die Stadt Villach mit einem Sonderbudget. Und auch für das ehemalige Künstler-Café Kleinfein (Kult-Café geschlossen) wurde eine Lösung gefunden.

VILLACH. Eigentlich war die Schließung des Kulturhofkellers schon konkret, schildert Vereinsobmann Stefan Ebner. Das Finanzielle habe nicht mehr gepasst, es wäre schwierig gewesen motivierte Leute zu finden, erzählt der Villacher.

"Wollen wir das noch?"

Seit einem Jahr ist Stefan Ebner Vereinsobmann, investiert gut und gerne fünf Stunden in der Woche in sein Engagement für den Kulturhofkeller. Zuletzt ein zweifelhaftes Unterfangen, wie er schildert. "Man kommt in die Jahre, heuer werden es zehn. Das ist eine Gelegenheit über die Zukunft nachzudenken, wollen wir das denn noch?", sagt er. Immer mehr sei dann die Schließung im Raum gestanden, "es ist auch so, dass es finanziell einfach unglaublich schwierig ist".

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Schließung war konkret

Der Kulturhofkeller ist eine Villacher Kulturinstitution. Seit zehn Jahren gibt es ihn, fünf Mitglieder braucht das Kernteam, um zu funktionieren. Zehn weitere Mitarbeiter gibt es. Allesamt ehrenamtlich. Erschwerend kam Corona hinzu, dann das "Aus" vom Loco Soundclub und schließlich des "Kaffee Kleinfein" (siehe rechts). "Das war dann alles doch etwas viel und wir meinten, es wäre vielleicht an der Zeit aufzuhören." Doch man sprach mit den Villachern, "viele sehen uns als Institution. Würden wir schließen, bliebe nur mehr ein Loch", so Ebner. 

Mehr Hilfe von der Stadt 

Und so wurden die Ärmel hochgekrempelt. Neue Mitarbeiter zu finden war nicht die große Herausforderung, diese bei der Stange zu halten "schon eher". Zudem müsse man eine Person fürs Büro anstellen, "was ein Kostenfaktor ist". Der Kulturhofkeller finanziert sich mit Einnahmen und der Vermietung des Veranstaltungsraums. Unterstützung gibt es von der Stadt Villach. "Kulturreferentin Gerda Sandriesser hat zum Glück immer ein offenes Ohr für uns und ein Sonderbudget fürs Jubiläumsjahr zugesichert", sagt Ebner. Zudem werde die Subventionierung aufgestockt. "Es ist auch nicht leicht für die Stadt", erläutert Ebner, "der Großteil des Kultur-Budgets wird für eigene Veranstaltungen verwendet, was auch historisch so gewachsen ist". Nachgefragt in der Stadt Villach erfährt die WOCHE zwar keine Zahlen, jedoch wird die "Unterstützung" bestätigt. Sandriesser: "Wir führten sehr konstruktive Gespräche und können bestätigen, dass es weitergeht. Durch die Verordnungen können weder ein konkreter Spielplan noch genaue Termine erstellt werden. Auch ein Umbau steht an."

Ein Kulturhof – ohne Keller

Dieser soll, so Ebner, dieses Frühjahr realisiert werden. Ab April, Mai hofft man dann, ein kleines Jubiläumsfest im Freien feiern zu können. Hier soll auch das neue Konzept präsentiert werden. Denn es soll "weniger Keller" im Kulturhofkeller geben. "Wir wollen von dem Keller-Image weg, offener, niederschwelliger werden." Auch die Gastronomie des ehemaligen "Kaffee Kleinfein" wolle man stärker einbinden, weshalb man dieses nun auch übernommen hat. Ein neuer Pächter – beziehungsweise zwei – wurden bereits ausfindig gemacht. "Das werden Sandra Horn und Joao Pereira machen. Sie hat portugiesische Wurzeln, er deutsche", erzählt Ebner. 

Bürgermeister Günther Albel: „Wir als Stadt wollen dem Kulturhofkeller, einem für die kulturelle Vielfalt wichtigen Pfeiler Villachs, nicht nur die Zukunft sichern. Unser festes Ziel ist es, den Kulturhofkeller und seine Aktivitäten auch noch weiter auszubauen.“

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