Kurztheater in Serie - eine Theaternacht im Kulturhofkeller

Ein methapherngeladener Boxkampf soll die Verstrickungen rund um Chirurgin Kosmaru und ihre liebestolle Assistentin aufklären
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  • Ein methapherngeladener Boxkampf soll die Verstrickungen rund um Chirurgin Kosmaru und ihre liebestolle Assistentin aufklären
  • Foto: KK/Brigitte Gradwohl
  • hochgeladen von Marc Germeshausen

Eine ungewöhnliche Theaternacht im Kulturhofkeller mit dem Kunstverschmelzungskollektiv Special Symbiosis.
Vier neue Kurzstücke, die an einem Abend laufend vor Kleingruppen gespielt werden, dazu zahlreiche Überraschungsauftritte und „Kunst zum Mitnehmen“. Das verspricht die „Kurztheaterkammer“, die diesen Samstag im Kulturhofkeller stattfindet. Mehrdeutiges Motto: "lieber [zu] schön, als [un]glücklich sein". Initiator Martin Mittersteiner wünschte sich einen unkonventionellen, verspielten Zugang zu Literatur. Das Publikum darf aufs Resultat gespannt sein: „Sie betreten den Kulturhofkeller, mischen sich unter die Leute und werden angesprochen – von einem Kellner, von einer Autorin, von einem Regisseur oder von einer Schauspielerin. Was dann passiert, hängt ganz von Ihnen ab. Entweder Sie einigen sich auf einen Preis und verschwinden im Separée für eine Privatnummer, oder Sie bleiben an der Bar und lauschen der Musik. Es liegt bei Ihnen“, so der Theatermacher. Was anrüchig klingt, soll vor allem Spaß machen. Zu sehen sind nächtliche Streitgespräche mit dem Kühlschrank, ein Weltverbesserungsbüro, groteske Jobinterviews und liebestolle Boxerinnen. Mit dabei sind viele bekannte Gesichter aus den letzten Symbiosis-Stücken, wie Michaela Bilgeri („Schlauchboot auf Gleis 5“, Spectrum 2011), Veronika Schmidinger („4 Bilder“, Valentin Oman Ausstellung 2011) und Angelika Strahser („schön ist das“, Lesezeichen 2010). Zeitgleich wird übrigens die in Villach gestartete "Grenzspannung" Theatertournee in Wien bei der europäischen Theaternacht beendet.

Sa, 19.11., 19:30 – 24 Uhr

Kulturhofkeller, Lederergasse 15

im Rahmen des Festivals „Lesezeichen“ der Stadt Villach

Die Stücke im Detail:

DAS WELTVERBESSERUNGSBÜRO

Hunger, Krieg, Naturkatastrophen...
Wollen auch Sie die Welt aktiv und effizient verbessern?
Das Weltverbesserungsbüro hilft Ihnen dabei.
Ihr Image ist Ihr größtes Kapital!
Erfahren Sie in unserem Einstiegsseminar, wie Ihre Persönlichkeit zum Werkzeug Ihrer Visionen wird.
... Fragen sie nach Mag. Dr. Gaia
Ein Theaterstück von und mit Daniel Rose und Martin Fabini
mit Sanna Paulick

KEINE ZEIT für das Glück, das Schöne und die Liebe

Eine moderne Antiheldin treibt sich beim Bewerbungsgespräch ans Äußerste – denn das Leben ist eine Castingshow! Ein Leben zwischen Coffee to go, unbezahltem Praktikum und Basenpulver. Da bleibt keine Zeit mehr für das Glück, das Schöne und die Liebe. Ausgerechnet mitten im Jobinterview belästigt sie eine innere Stimme mit der Frage, ob das denn wirklich so sein muss…
Eine Abrechnung mit der „Generation Praktikum“

Text & Regie: Martin Mittersteiner

Hauptrolle: Veronika Schmidinger

WIE DIE FAUST AUFS AUGE

Zwei Frauen, ein Ring, die Liebe. Nirgends ist der Kampf erbitterter, nirgends der Ausgang ungewisser. Denn hier entscheidet das Publikum, welche Kampfszenen es sehen will und welche nicht. Schlagen Sie sich auf eine Seite!
Iris (fletscht die Zähne): Sie hat meine Ehre verletzt. Sie hat meine Liebe verschmäht. Heute ist der Tag der Abrechnung.
Dr. Kosmaru: Mit uns war nie was, ist nichts und mit uns wird auch nie was sein. Also: Wach endlich auf, du Traumtänzerin! (lacht verächtlich)
Eine Dresch-Tragödie in vier Boxrunden über die Liebe und die Wahrheit
von und mit

Michaela Bilgeri und Christina Scheutz

begleitet von Johannes Scheutz/Christoph Heher

DENN WENN MAN SO EINEN EIERKUCHEN BÄCKT

Glück wird nicht einfach angeboten. Glück wird offeriert. Glück wird kredenzt. Oder von mir aus auf dem Silbertablett serviert.
Eigentlich möchte man verzweifeln auf der Suche nach dem Glück. Das liegt einerseits wohl in der Natur des Glückes selbst, das einmal in Greifweite, sofort zu zerrinnen droht, wie das Himbeersorbet beim Anblick des Gaumenzäpfchens. Andererseits, wo soll man es heutzutage auch finden, das Glück - in einer Zeit der Ratio, des Verstandes und der kühlen Berechnung, wo das Lotto-Glück einiger weniger das kalkulierte Pech vieler Tausender ist? In einer Zeit des Turbokapitalismus und sozialer Kälte, in einer Zeit des Werteverfalls und der Scheidungskinder, in einer Zeit voller schwarzer Katzen und ohne Rauchfangkehrer.
Wo, findet man also das Glück, wenn nicht… im Genuss. Und wo ist man denn dem Genuss noch so nah, wie beim mitternächtlichen Öffnen der Kühlschranktür?

Text: Alfred Burian

Schauspiel: Angelika Strahser und Georg Handler

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