Mehr als 1000 Fälle pro Jahr für Villachs Arbeiterkammer

"Können in den meisten Fällen helfen", sagt Villachs AK-Chefin Irene Hochstetter-Lackner
  • "Können in den meisten Fällen helfen", sagt Villachs AK-Chefin Irene Hochstetter-Lackner
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  • hochgeladen von Wolfgang Kofler

VILLACH (kofi). Der Chef einer Villacher Boutique weigert sich, einer langjährigen Angestellten die Abfertigung zu bezahlen. Die Betroffene wendet sich an die Arbeiterkammer. Dort entdeckt man, dass die Frau jahrelang zu gering eingestuft war. Vor Gericht verliert der Arbeitgeber nach Strich und Faden, muss nun nicht nur die Abfertigung zahlen, sondern rückwirkend auch die Differenz auf die korrekte Anstellung.

Viele Fälle

Nur einer von vielen Fällen, mit denen sich die Experten der Arbeiterkammer Villach herumschlagen. "In wirtschaftlich schlechten Zeiten ist die Zahl solcher Fälle leider sehr hoch", sagt Irene Hochstetter-Lackner, die seit November wieder die Villacher AK-Niederlassung führt. In Zahlen: 2014 hat man in Villach und Hermagor (das Gailtal wird von der Draustadt aus betreut) in mehr als 1000 Fällen aktiv werden müssen. Alleine bei Interventionen (ohne Gericht) und Klagen wurden für Arbeitnehmer mehr als 350.000 Euro erkämpft. Mit den Fällen, die über den Insolvenzausgleichfonds erledigt wurden, liegt die Gesamtsumme bei 2,8 Millionen.

Problem Kündigung

"Die meisten Probleme gibt es rund um Kündigungen", sagt Hochstetter-Lackner: "Falsche Einstufungen, falsch berechnete Sonderzahlungen, Probleme bei den Abrechnungen der Überstunden sind die Klassiker." Generell steige die Zahl der Anfragen an, sagt die Expertin. Immer öfter würden sich Betroffene per Mail oder Telefon an die AK wenden, wovon Hochstetter-Lackner aber dringend abrät: "Das Vier-Augen-Gespräch ist wichtig." Längst habe man auf die steigende Zahl von Problemen reagiert und ein unkompliziertes Erstberatungs-System etabliert. Werktags von 8 bis 12.30 Uhr könne man, ohne Terminvereinbarung, bei der AK am Kaiser-Josef-Platz vorbeikommen. Man werde rasch bedient.

Checkliste

Da auf absehbare Zeit keine Entlastung am Arbeitsmarkt zu erwarten sei und wirtschaftlich schwierige Zeiten nicht bedeuten, dass Arbeitsrecht keine Bedeutung mehr habe, hat Hochstetter-Lackner für die Leser der WOCHE eine kleine Checkliste erstellt mit fünf wichtigen Punkten, die jeder Arbeitnehmer für sich durchschauen sollte. Die Liste soll helfen, dass Recht Recht bleibt.

1. Mitschreiben der täglichen Arbeitszeit (Überstunden, Urlaube, Pausen, Krankenstand)
2. Kontrolle der Kontoauszüge monatlich. Wenn Lohn oder Geld fehlt, so schnell wie möglich handeln, nicht monatelang vertrösten lassen. Es gibt Verfallfristen!
3. Jede Unterschrift hat Gültigkeit! Also nur Sachen unterschreiben, die korrekt sind.
4. Bevor man Dienstverträge oder Dienstzettel unterschreibt – am Besten vor Arbeitsaufnahme – von der Arbeiterkammer prüfen lassen. Wir erklären Klauseln und deren Auswirkungen gerne.
5. Bei Fragen: Kontaktieren sie die AK so schnell wie möglich. Wir schreiten nur dann ein, wenn Sie das auch wollen. Infos: 050 477

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