Samariterbund Kärnten
"Nun müssen die Menschen nur noch durchhalten"

Daniel Hager, Landesrettungskommandant (links) mit Mitarbeitern
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Die Mitarbeiter des Samariterbunds sind täglich für uns im Einsatz. Seit Kurzem führen sie auch Visitenfahrten durch. Die Stimmung bei allen sei sehr gut. Nun müssten die Menschen nur noch durchhalten, lautet der Appell nach draußen.

VILLACH. Wo andere Corona-bedingt in Isolation bleiben müssen, ist ihr Einsatzort draußen, bei den Menschen vor Ort. Der Samariterbund Kärnten kümmert sich um Rettungs- und Transportfahrten oder begleitet Ärzte bei Visiten. 

"Waren gut vorbereitet"

21 Fahrzeuge hat man im Fuhrpark in der Seebacher Allee 40 in Villach stationiert. Seit gut einer Woche übernimmt man auch Visitenfahrten, sprich man begleitet Ärzte auf Heimvisiten zu Patienten, darunter auch Coronafälle.
Zwei Fahrzeuge sind im Osten Kärntens und zwei im Westen dafür im Einsatz. "Die Fahrten werden stetig mehr", erzählt Daniel Hager, Landesrettungskommandant der WOCHE.
Eine Ausweitung der Fahrten sei möglich. Personelle Engpässe gibt es nicht. Man sei gut vorbereitet gewesen, habe die Situation seit Jahresbeginn an beobachtet, erzählt Hager. 
Die strikte Einhaltung der Hygienerichtlinien, penible Reinigung und Desinfektion nach jeder Fahrt sorgen dabei für den bestmöglichen Schutz der Ärzte und der Rettungssanitäter. 

Epidemieärztin Dr. Alexandra Lassnig: "Es geht nicht nur um die ärztliche Betreuung der Personen in Quarantäne, sondern auch darum, sie mit allem zu versorgen, was sie medizinisch täglich brauchen - und das schnell und unkompliziert."

"Die Stimmung ist gut"

35 Mitarbeiter hat der Samariterbund Kärnten, dazu kommen 100 ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Stimmung sei "sehr gut". "Ein jeder will helfen und für die Menschen in dieser Situation da sein", erzählt Hager, der sich beim Team herzlich für den Einsatz bedankt.
Unter den Helfern so erzählt Hager, seien natürlich auch Elternteile- oder paare, "die wechseln sich in der Kinderbetreuung ab. Diesbezüglich wurde uns von noch keinen Problemen berichtet", sagt er.

"Die aktuelle Lage erfordert, dass alle Organisationen eng zusammenarbeiten und ihr Know-how einbringen. Die Erhaltung der Einsatzbereitschaft hat oberste Priorität." Daniel Hager

Die tägliche Arbeit

Was die tägliche Arbeit anbelangt so gelten "freilich" noch strengere Hygienevorschriften als sonst. Fährt man zu einem Corona-Patienten oder jemandem, der in Verdacht steht mit dem Virus infiziert zu sein, gibt es Schutzanzüge und natürlich Mundschutz. "Ansonsten wird aber der Dienst wie sonst auch abgehalten".
Die Zahl der Rettungsfahrten sei trotz leergefegter Straßen "de facto" gleich. "Es passieren schließlich auch Unfälle zuhause", ergänzt Hager.

Finanzielle Lage leicht angespannt

Was derzeit vermehrt ausbleibt seien Behindertentransporte, auch Veranstaltungsbegleitungen, wie beispielsweise für Sportevents, gibt es derzeit nicht. Folglich sei auch die finanzielle Lage leicht angespannt, berichtet Albert Schwarz, kaufmännischer Leiter Samariterbund Kärnten. 

Home Office in der Verwaltung

Home Office gibt es überdies auch beim Samariterbund. Jedoch nur für Verwaltungsagenden, "alles was von zuhause aus gemacht werden kann, wird von zuhause aus gemacht", erklärt Schwarz. In der Zentrale in Villach gelten indes strenge Vorschriften, außerhalb der Dienstzeiten haben auch Mitarbeiter derzeit keinen Zutritt. Auf Desinfektionsmittel wie auch ausreichend Abstand zwischen den Mitarbeitern wird geachtet. "Die Mitarbeiter sind diesbezüglich sensibilisiert und geschult."
Die Maßnahmen hält man für richtig und wichtig. "Wir haben in Österreich zeitig reagiert. Nun ist es wichtig, dass wir auch durchhalten", schließt Schwarz schließlich.

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