Oma, bitte dringend kommen!

Koordiniert seit 1998 den Villacher Omadienst: Loni Schroll. "Wir haben derzeit noch Kapazitäten", sagt sie.
  • Koordiniert seit 1998 den Villacher Omadienst: Loni Schroll. "Wir haben derzeit noch Kapazitäten", sagt sie.
  • hochgeladen von Wolfgang Kofler

VILLACH (kofi). Viele Villacher, vor allem Alleinerzieher, kennen die Situation: Man muss dringend zur Arbeit – und niemand weit und breit, der auf das Kind aufpasst. Seit knapp 20 Jahren kümmert sich Loni Schroll um solche Fälle. Im Jahr 1998 hat sie begonnen, den sogenannten Omadienst des Katholischen Familienverbandes in Villach aufzubauen. Heute koordiniert sie 39 Frauen im Alter von 60 bis 80 Jahren, die gerne stunden- oder auch tageweise auf Kinder aufpassen. Und das Erfreuliche: "Wir haben noch Kapazitäten frei", sagt sie.


Einfacher Ablauf

Der Ablauf ist denkbar einfach: Wer Unterstützung mit den Kindern braucht, ruft Schroll an (04242/35 0 47). Nach Abschluss einer Familienverbandsmitgliedschaft um 20 Euro pro Jahr kommt man in den Genuss des Omadienstes. "Ich lasse den Leuten dann eine Liste zukommen, auf der Omas stehen, die in der Nähe wohnen. Die Einsätze werden dann zwischen Kunden und Omas direkt vereinbart." Der Aufpass-Dienst ist günstig. Acht bis zehn Euro (plus etwaige Fahrtkosten) werden verrechnet. Dafür passen die Omas, die allesamt einen Kinderbetreuungs- und einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben, auf den Nachwuchs auf. Was die Damen nicht machen: Hausarbeiten erledigen oder für die Kinder kochen. "Es geht ausschließlich um den Kinderdienst", sagt Schroll. Alle Omas sind unfallversichert, die Eltern sind über ihre Familienverbands-Mitgliedschaft zusätzlich noch einmal versichert – man hat an alles gedacht.

Alle Konfessionen

Das "Katholisch" im Namen sollte Nicht-Katholiken nicht abschrecken. "Unsere Omas haben unterschiedliche Glaubensrichtungen und wir kommen zu allen Familien, unabhängig von der Konfession."
Die einzige Einschränkung ist eine geografische: Die Omas sind nur in Villach und dem Umland bis maximal Velden oder Finkenstein aktiv. "Wir haben aber bei Problemen noch jedes Mal eine Lösung gefunden", sagt Schroll mit einem Augenzwinkern.

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