Neue Maßnahmen
Parken am Dobratsch: Neun Euro für einen Tag

Volle Parkplätze am Dobratsch - das soll durch die neuen Gebühren geregelt werden.
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  • Volle Parkplätze am Dobratsch - das soll durch die neuen Gebühren geregelt werden.
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  • hochgeladen von Birgit Gehrke

Immer wieder gibt es vor allem an schönen Wintertagen auf dem Dobratsch ein Parkchaos und Staus. Das Problem nahm in den vergangenen Jahren zu, im heurigen Winter gibt es erstmals neue Maßnahmen: Ab dem 15. November - sofern alle technischen Voraussetzungen bis dahin geschaffen sind - treten neue Parkgebühren in Kraft (bis 15. April). Wir haben dazu Irene Hochstetter-Lackner, erste Vizebürgermeisterin, befragt. 

Draustädter WOCHE: Frau Hochstetter-Lackner, warum ist es notwendig ab diesem Winter Gebühren zu verlangen?
Irene Hochstetter-Lackner: 
An die 40.000 PKW-Auffahrten in der vergangenen Wintersaison machen verkehrsberuhigende Maßnahmen im Naturpark notwendig. Es gibt ein attraktives Busangebot, das wir noch weiter ausbauen wollen. Die Besucher und Naturliebhaber sollen auch motiviert werden, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Werden die neuen Maßnahmen das oftmalige Parkchaos am Dobratsch in den Griff bekommen?
Davon gehen wir aus. Unser Ziel sind weniger Auffahrten. Vor allem soll auch eine Kamera live zeigen, was oben auf dem Berg los ist. Auch hier checken wir noch verstärkt die technischen Möglichkeiten.

Wie werden die Villacher darauf reagieren? Der Dobratsch ist ein sehr emotional besetztes Thema…
Es wurden von vielen Bürgerinnen und Bürgern bereits in der Vergangenheit Maßnahmen gefordert. Mit einer Aufenthaltsdauer von drei Stunden ergibt sich ein Preis von 5,40 Euro. Und das ist durchaus angemessen und niedrig für die vielen Angebote auf dem Berg.

Wenn man, etwa als begeisterter Sportler (Skitourengeher etc.) den Parkplatz öfter benutzt – gibt es die Möglichkeit eines preissparenden "Abos"?
Nein, es wird keine Abos bzw. keine Pauschalen geben, das würde nicht der Gesamtidee entsprechen.

Warum und wofür muss man denn überhaupt bezahlen und warum nicht eine Maut wie im Sommer?
Eine Straßenmaut hat andere rechtliche Rahmenbedingungen und es geht hier auch um Haftungen. Die Stadt Villach sorgt im Winter für die Schneeräumung und den Winterdienst, präpariert den Rodelhügel, die Winterwanderwege und die Langlaufloipe. Wir ermöglichen damit Schneeschuhwandern, Skitouren und Aussichtspunkte. Der Naturpark bietet ein attraktives Winterprogramm für Einheimische, Gäste, Schulen, Kindergärten, Sportler, zum Sonnetanken. 40 Prozent der Gäste kommen aus Villach, 30 Prozent aus den Umlandgemeinden, der Rest aus dem übrigens Kärnten, Österreich und dem Alpen-Adria-Raum.

Warum hat man sich nicht für einen Shuttle-Bus entschieden?
Wir wollen keinen Auffangparkplatz schaffen und damit das Problem vom Gipfel ins Tal verlagern. Das wäre widersinnig. Längerfristiges Ziel bleibt: Von der Haustüre bis auf die Rosstratte mit den Öffis zu fahren.

Auf welchen Parkplätzen wird die Gebühr dann sein?
Vom Parkplatz 6 (Alpengarten) bis zum Parkplatz 11 (Rosstratten) werden wir Parkautomaten errichten. Sie werden übrigens in netten Holzhütten stehen.

Wie reagieren die Hüttenwirte? Befürchten sie dadurch weniger Gäste?
Sehr positiv, sie sind ja ein Teil des Erfolgsprojektes Naturpark Dobratsch.

Wie hoch sind die Parkkosten?
0,90 Euro pro 30 Minuten und maximal 9 Euro pro Tag. Und, alle am Naturpark Beteiligten – die Villacher Alpenstraße mit Geschäftsführer Dr. Johannes Hörl, Verkehrsexperten des Landes Kärnten und Landesrat Sebastian Schuschnig, Tourismusregion, Verkehrsverbund, Postbus, die Gemeinde Bad Bleiberg mit Bürgermeister Christian Hecher sowie der Verein Naturpark selbst – haben das Parkprojekt gemeinsam ausgearbeitet und stehen dahinter. Es geht schließlich auch um den Schutz unseres Trinkwasserberges und um sanften Tourismus auf der Höhe der Zeit.

Warum müssen auch Grundbesitzer Parkgebühr bezahlen?
Diese können entweder auf ihrem Grundstück das Kfz abstellen; wenn nicht, dann profitieren sie ebenfalls vom durch die Stadt Villach getätigten Winterdienst und für den Fall von zu tätigenden Arbeiten für eine Alm-, Wald- und Weidegemeinschaft können sie eine Parkberechtigung für einen befristeten Zeitraum beantragen

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