SPÖ-Gemeinderat zurückgetreten: „Das ist nicht mehr der Weg, der mir taugt“

Dieter Berger
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VILLACH. Nach rund elf Jahren im Gemeinderat erklärte Dieter Berger (SPÖ) den Rücktritt und legte sämtlichen politischen Funktionen nieder. "Als ich damals anfing, hab ich meinen Freunden versprochen, nie gegen meine Überzeugung zu handeln. Ich wollte immer in den Spiegel schauen können", sagt er und begründet seine Entscheidung mit der für ihn "enttäuschenden Diskussion" über die Errichtung einer Notschlafstelle für Obdachlose in Villach. "Da wird Politik auf dem Rücken der schwächsten Schicht der Gesellschaft gemacht", sagt Berger, betont aber, dass es "keine Kurzschlussreaktion" gewesen sei. "Ich habe mir das  gut überlegt."

SPÖ: Rücktritt Bergers war absehbar

Seitens der SPÖ ist Bergers Rückzug nachvollziehbar. "Das war für mich eine logische Konsequenz", sagt der SPÖ-Klubobmann Harald Sobe. Berger hätte wiederholt unentschuldigt gefehlt, erklärt Sobe.  "So ist demokratische Arbeit nur schwer möglich. Als gewählter Mandatsar im Gemeinderat hat man Verpflichtungen", so der Klubobmann. 

Berger ist sich eines "Fehlverhaltens" nicht bewusst. "Ich habe bei vielleicht drei Gemeinderatssitzungen gefehlt", erklärt er. Richtig hingegen sei, so Berger, dass er die vergangenen Monate die Clubsitzungen nicht mehr besucht hätte. Der Grund dafür wäre die "schlechte Stimmung" gewesen.

Neue Gemeinderätin ist Hotelchefin

Der neuen Gemeinderätin, Hotelchefin Mag. Claudia Boyneburg-Lengsfeld-Spendier, wünscht Berger, der weiterhin SPÖ-Parteimitglied bleibt, jedenfalls "alles Gute". Der seit kurzem zweifache Vater möchte sich nun in erster Linie um seine Familie kümmern. "Denn das ist schließlich das Wichtigste." 

Dieter Berger
Mag. Claudia Boyneburg-Lengsfeld-Spendier

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