"Ausfall wäre Desaster"
Standler bangen um Villacher Adventmarkt – mit Umfrage

Wird zu viel Wert auf Glühweinstände gelegt? Für viele ist ein Adventmarkt ohne Gastronomie kein Adventmarkt. Doch bei den Veranstaltern werden diese Konzepte getrennt, spricht es könnte auch einen markt ohne Gastronomie geben.
  • Wird zu viel Wert auf Glühweinstände gelegt? Für viele ist ein Adventmarkt ohne Gastronomie kein Adventmarkt. Doch bei den Veranstaltern werden diese Konzepte getrennt, spricht es könnte auch einen markt ohne Gastronomie geben.
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  • hochgeladen von Alexandra Wrann

Am 7. Dezember soll der Villacher Adventmarkt eröffnen – zwar mit etwas weniger Standlern aber immerhin. Fixe Zusagen, so der Veranstalter, das Stadtmarketing Villach,  kann man unter derzeitigen Umständen aber nicht machen. Der Ausfall wäre für einige "ein Desaster".

VILLACH. "Auf jeden Fall möchten wir den Adventmarkt ermöglichen", sagt Hubert Marko, Aufsichtsratsvorsitzender Stadtmarketing Villach, zum Thema Advent 2020. Vergangene Woche wurden wieder Gespräche mit den Standlern geführt. Stadtmarketing-Geschäftsführer Gerhard Angerer berichtet von einer "guten" Stimmung. "Viele sind dabei, sie wollen mit 7. Dezember ihre Hütten aufsperren", sagt er, wohlwissend keine fixen Aussagen tätigen zu können. "Was heute ist, kann morgen schon wieder anders sein".

Absage wäre "desaströs"

Bitterlich auf einen Adventmarkt hoffen indessen die Standler. Barbara Teso ist eine von ihnen, seit vielen Jahren verkauft sie Mützen, Handschuhe und Hüte in der Eisbär-Hütte. Die Ware dafür bestellt sie bereits im Frühjahr, eine Absage wäre für die Kleinunternehmerin, wie sie sagt, "wirtschaftlich ein Desaster".

Förderungen helfen nur bedingt

Auch von Förderungen kann Teso nicht profitieren, "80 Prozent vom Novemberumsatz bringen uns nicht viel, wir machen immerhin im Dezember unseren Hauptumsatz. Da müsste man grundsätzlich nachbessern", sagt sie. Inzwischen denkt Teso über alternative Absatzwege, wie Online-Bestellungen, nach. Das notwendige Know-how fehle ihr jedoch, "da müsste der Sohn aus Wien kommen, um zu helfen", sagt Teso.
Wie er seine seine Krippenfiguren und die 160 ausgewählten Sorten Weihrauch ohne Adventmarkt an die treue Stammkundschaft bringen soll, ist auch für Bruno Unterzaucher – noch – ein Rätsel. Seit 30 Jahren stellt er aus, acht Monate bereitet er sich auf die Adventzeit vor. "Die Menschen rufen mich zwar an, sie kennen mich ja. Aber dann trauen sie sich doch nicht vorbeizukommen. Corona, man weiß ja", sinniert er. Rund zehntausend Euro hat er in seine Waren investiert, "aber ich nehme es, wie es ist. Was soll ich sonst tun?" Ärgern tut ihn, wenn er die Großen wie Müller und Hofer, die nicht nur Lebensmittel verkaufen, voller Menschen sieht. "Aber die Kleinen müssen schließen, das leuchtet mir nicht ein."

Sicherheitskonzept ist da

Noch hegen sie die Hoffnung, ihre Stände eröffnen zu können. Die Information dazu sollen die Standler mit Ende der Woche erhalten. Teso ist zuversichtlich: "Es wurde immerhin ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept seitens der Stadt und des Stadtmarketings erstellt. Schon alleine der Verkaufsladen garantiert einen Abstand von eineinhalb Metern. Anders ist es gar nicht möglich."
Gastro ist eigenes Thema
Das Bild eng stehender Menschentrauben kennt man eher von Gastronomieständen. Wobei auch diese – freilich – auf den Umsatz angewiesen sind. Das aber steht auf einem ganz anderen Blatt, weiß der Stadtmarketing-Chef Gerhard Angerer: "Der Adventmarkt sind für uns die Verkaufsstände, das andere ist die Gastronomie. Ob diese überhaupt stattfinden wird können, ist ein eigenes Thema. Da müssen wir uns an die Vorgaben halten." Ob der Adventmarkt stattfinden wird, soll spätestens Ende November entschieden werden. Zum zweiten Mal verschoben soll dieser nun am 7. Dezember eröffnet werden (bis 6. Dezember dauert voraussichtlich der Lockdown).

Der Winter-Wunder-Wald

Dahingehend sicher eröffnen will man Thomas Brezinas Weihnachts- & Winter-Wunder-Wald beim Parkhotel. Dieser – weil keine Veranstaltungsstätte – soll dann auch bis Ende Februar bewundert werden können. Ursprünglich war die Eröffnung früher und abgekoppelt vom Villacher Adventmarkt geplant, wurde aber aufgrund des Lockdowns ebenfalls nach hinten verschoben.

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