Und zwar einige
Tourismusgesetz neu: "Da sind noch Punkte zu klären"

Der Tierpark Rosegg zieht viele Tagestouristen an. "Denen muss man auch etwas bieten können", findet Roseggs Bürgermeister Franz Richau. | Foto: kaernten-top10.at
4Bilder
  • Der Tierpark Rosegg zieht viele Tagestouristen an. "Denen muss man auch etwas bieten können", findet Roseggs Bürgermeister Franz Richau.
  • Foto: kaernten-top10.at
  • hochgeladen von Peter Kleinrath

Mit der Änderung des Kärntner Tourismusgesetzes hat die Marktgemeinde Rosegg keine Freude. Auch Gemeinde- und Städtepunkt haben da einige Optimierungsvorschläge.

KÄRNTEN. Seit vielen Jahren weisen der Kärntner Gemeindebund und die Kärntner Gemeinden selbst darauf hin, dass unsere Städte und Gemeinden hinsichtlich ihrer pro-Kopf-Abgabenbelastung und des Transfersaldos zwischen Land und Gemeinden im negativen Spitzenfeld liegen. Von diesem Hintergrund aus sieht die Marktgemeinde Rosegg den Entwurf des neuen Kärntner Tourismusgesetzes als weitere Belastung. In der Gemeinderatssitzung vom 20. November wurde eine Resolution verabschiedet.

"Ich habe Angst, dass für uns Kleine nur noch die saure Milch übrigbleiben wird!" – Franz Richau, Bürgermeister von Rosegg | Foto: Gemeinde Rosegg
  • "Ich habe Angst, dass für uns Kleine nur noch die saure Milch übrigbleiben wird!" – Franz Richau, Bürgermeister von Rosegg
  • Foto: Gemeinde Rosegg
  • hochgeladen von Peter Kleinrath

"Eine Lösung muss her"

"Grundsätzlich sind wir dabei, aber wenn die Abgaben wieder erhöht werden, müssen wir im Voraus wissen, was uns Gemeinden geboten wird", wirft Bürgermeister Franz Richau ein und verweist etwa auf die hohen Belastungen für Privatzimmervermieter: "In anderen Bundesländern gibt es eine Gratis-Card von der Pension zum See, während bei uns die Kärntner Mentalität auftrumpft – Gesetz wird beschlossen, dann schauen wir mal." Dass die meisten Kärntner Gemeinden Budget-Probleme haben, ist bekannt. "In Rosegg haben wir den 5-Sterne-Drauradweg R1, den wir pflegen müssen. Es wäre wichtig, zu wissen, welche Unterstützung wir in Zukunft bekommen. Der Gemeindebund hat glücklicherweise einen Konsolidierungsmechanismus in Gang gesetzt. Jetzt hoffen wir alle auf eine Lösung!"

"Saure Milch statt Rahm"

Vor Jahren hatte Rosegg einen eigenen Tourismusverband, der dann in den TVB Carnica mündete. Jetzt soll letzterer im neuen System aufgehen. Richau: "Früher konnten wir uns immer wieder ein paar Goodies herausholen. Jetzt liegen diese in der Ferne. Unser Vorteil ist, dass wir mit 40.000 bis 50.000 Nächtigungen pro Jahr eher eine Tagestourismusdestination sind. Aber vom Wörthersee pilgern viele Touristen gerne in den Tierpark, die Keltenwelt und unseren Ortskern. Ich habe die Angst, dass große zentrale Orte den Rahm abschöpfen werden, während für uns Kleine die saure Milch überbleibt!"

"Städte und Gemeinden dürfen nicht, wie derzeit vorgesehen, umfangreiche Infrastruk­tur- und Erhaltungsaufgaben ohne ausreichende Gegenfinanzierung überwälzt bekom­men" – Villachs Bürgermeister Günther Albel, Präsident vom Städtebund Kärnten | Foto: Stadt Villach
  • "Städte und Gemeinden dürfen nicht, wie derzeit vorgesehen, umfangreiche Infrastruk­tur- und Erhaltungsaufgaben ohne ausreichende Gegenfinanzierung überwälzt bekom­men" – Villachs Bürgermeister Günther Albel, Präsident vom Städtebund Kärnten
  • Foto: Stadt Villach
  • hochgeladen von Peter Kleinrath

Städtebund grundsätzlich d'accord

Als Obmann vom Städtebund Kärnten befürwortet Villachs Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) die notwendige Organisations­reform im Kärntner Tourismus mit schlanken Strukturen. "Funktionieren wird es aber nur, wenn die Aufgaben-, Kosten- und Einnahmenaufteilung fair gestaltet werden. Folgende Punkte sind zu klären", betont Albel:

  • Städte und Gemeinden dürfen nicht, wie derzeit vorgesehen, umfangreiche Infrastruk­tur- und Erhaltungsaufgaben ohne ausreichende Gegenfinanzierung überwälzt bekom­men.
  • Es ist für kommunale Vertretung in den Vorständen der neuen TVB sowie in den neuen Infrastruktur- und Mobilitätsfonds zu sorgen.
  • Für Beherbergungsunternehmen dürfen keine zusätzlichen Belastungen erfolgen.
  • Zusätzliche Bürokratie ist zu vermeiden: Es braucht einheitliche digitale Systeme (am besten zentral bereitgestellt vom Land), um den administrativen Aufwand für Betriebe (Meldungen, Abrechnungen) gering zu halten.
"Der Gesetzesentwurf hat ein paar Schwachstellen" – Finkensteins Bürgermeister Christian Poglitsch, zweiter Präsident vom Kärntner Gemeindebund | Foto: ÖVP Finkenstein
  • "Der Gesetzesentwurf hat ein paar Schwachstellen" – Finkensteins Bürgermeister Christian Poglitsch, zweiter Präsident vom Kärntner Gemeindebund
  • Foto: ÖVP Finkenstein
  • hochgeladen von Peter Kleinrath

Gemeindebund sieht's ähnlich

Wie der Städtebund bekräftigt auch der Gemeindebund seine Bereitschaft, eine gerechte Lösung zu erarbeiten. "Der Gesetzesentwurf hat ein paar Schwachstellen. Die Aufgaben, die der TVB hatte, werden unter die Obhut der Gemeinden gestellt. Das wird sich vorne und hinten nicht ausgehen", betont Finkensteins Bürgermeister Christian Poglitsch (ÖVP), zweiter Präsident des Gemeindebundes: "Auch beim Meldesystem und beim Personal sind gewisse Dinge zu hinterfragen, weshalb wir gemeinsam einen Konsultationsmechanismus in Gang gesetzt haben, der das Gesetz fürs Erste hemmt.

"In Villach tickt der Tourismus anders"
Reform bei Tourismusgesetz
Der Tierpark Rosegg zieht viele Tagestouristen an. "Denen muss man auch etwas bieten können", findet Roseggs Bürgermeister Franz Richau. | Foto: kaernten-top10.at
"Ich habe Angst, dass für uns Kleine nur noch die saure Milch übrigbleiben wird!" – Franz Richau, Bürgermeister von Rosegg | Foto: Gemeinde Rosegg
"Städte und Gemeinden dürfen nicht, wie derzeit vorgesehen, umfangreiche Infrastruk­tur- und Erhaltungsaufgaben ohne ausreichende Gegenfinanzierung überwälzt bekom­men" – Villachs Bürgermeister Günther Albel, Präsident vom Städtebund Kärnten | Foto: Stadt Villach
"Der Gesetzesentwurf hat ein paar Schwachstellen" – Finkensteins Bürgermeister Christian Poglitsch, zweiter Präsident vom Kärntner Gemeindebund | Foto: ÖVP Finkenstein
Anzeige
Die Kelag bietet jungen Menschen eine praxisnahe Ausbildung in spannenden Lehrberufen. | Foto: kelag
2

kelag
Energie, die motiviert: Jetzt für eine Lehre bei der Kelag bewerben

Mit dem neuen Lehrberuf der Fernwärmetechnik können junge Menschen die Energiezukunft mitgestalten und etwas Großes schaffen. Die Kelag ermöglicht ihnen dadurch auch den perfekten Einstieg in eine zukunftsorientierte Berufswelt.  KÄRNTEN. Die Kelag zählt zu den größten Ausbildungsbetrieben Kärntens und hat seit 1957 über 1.700 Lehrlinge ausgebildet. Der Ausbildungscampus in St. Veit an der Glan ist die zentrale Anlaufstelle des Ausbildungsteams und aller Lehrlinge im Konzern – denn wer in der...

Anzeige
Infineon Austria setzt auf verschiedene Aktivitäten, um Begeisterung für Wissen zu wecken, eine tragende Rolle spielt dabei die Lehrlingsausbildung. | Foto: Infineon
2

Zukunft gestalten
Infineon setzt auf junge Talente

Infineon Austria bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Zukunft zu gestalten und setzt auf eine umfassende Ausbildung, die auf die Bedürfnisse der Halbleiterindustrie zugeschnitten ist. VILLACH. Die Lehrmodelle bei Infineon haben sich in den letzten 40 Jahren ständig weiterentwickelt, seither wurden mehr als 650 Fachkräfte ausgebildet: Von der Doppellehre Elektro- und Metalltechnik über die Option auf Matura, die Coding-Lehre, bis hin zum neuen Pilotprojekt der verkürzten...

Anzeige
Katschberger Adventweg | Foto: Michael Stabentheiner / Tourismusregion Katschberg-Rennweg
1 7

Wintertraum in Weiß
Magische Auszeit in der Region Katschberg Lieser-Maltatal

Im Winter verwandelt sich die Region Katschberg Lieser-Maltatal in ein Winterwunderland, das wie geschaffen ist für Sportler:innen, Naturliebhaber:innen und Familien, die auf der Suche nach unvergesslichen Erlebnissen inmitten einer traumhaften Berglandschaft sind. Die Region bietet alles, was das Herz in der kalten Jahreszeit begehrt: abwechslungsreiche Sportmöglichkeiten, zauberhafte Winteridylle und einen Hauch von weihnachtlicher Magie. Hier wird jeder Winterurlaub zu einem einzigartigen...

Anzeige
Das Weihnachtsdorf in Jesolo lädt zum Genießen, Staunen, Gustieren und Innehalten ein.  | Foto: Jesolo Media Service
6

Weihnachten in Jesolo
Eiskrippen, Sandkunst und unvergessliche Genussmomente

Der beliebte Badeort Jesolo verwandelt sich im Winter in eine elegante Weihnachtsbühne, die Besucher aus ganz Europa begeistert und Lichter, Düfte, Melodien, Kunst, Tradition und Genuss vereint. KÄRNTEN, ITALIEN. Wenn der Winter die venezianische Küste umhüllt, erwacht Jesolo in einem neuen, leuchtenden Gewand mit einzigartiger Atmosphäre am winterlichen Meer. SandkrippeUnangefochtener Hauptdarsteller des Jesoloer Weihnachtsfestes ist die Sandkrippe, ein Meisterwerk, das international bekannt...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.