Warteschleife für den Taktverkehr

VILLACH (dg). Der öffentliche Verkehr wird in Villach von privaten Anbietern durchgeführt. Im Februar 2003 hätte das Nahverkehrsprojekt "Neuer Stadtbus Villach" umgesetzt werden sollen.

Taktverkehr angedacht
Angedacht war einen leicht lesbaren Taktverkehr für Villach Stadt einzuführen. Jetzt, mehr als zehn Jahre später, fragen sich Leser der WOCHE, was aus diesem Vorhaben geworden ist. Dazu Bürgermeister Helmut Manzenreiter: "Dass der öffentliche Verkehr privat geregelt ist, ist an sich eine Schwäche. Wir denken darüber nach, den öffentlichen Verkehr neu auszuschreiben, da es die bisherigen vier bis fünf Anbieter nicht schaffen, einen getakteten Verkehr herzustellen."

Leider einzigartig

Richard Hunacek von Fahrgast Kärnten wundert sich, dass "eine Stadt in der Größe von Villach keinen Taktverkehr hat. Das ist österreichweit leider einzigartig." Als Klimabündnisstadt und e5-Gemeinde soll die Stadt den öffentlichen Verkehr stärker fördern. Den Bürgermeister sehe man regelmäßig als Tankwart in Inseraten. Das würde zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln nicht förderlich sein, so Hunacek weiter. Dieser werde ein Schreiben zur Thematik an LR Holub verfassen.
"Die Stadttankstelle ist eine Servicefunktion, die gerne angenommen wird. Der Bürger selbst entscheidet, ob er das Auto oder den Bus nimmt", so Manzenreiter.
2002 war das Konzept eines neuen Stadtbusses schon ausgearbeitet, die Finanzierung ebenfalls beschlossen: Je ein Drittel hätten aus den Fahrkarteneinnahmen, vom Land Kärnten und der Stadt Villach aufgebracht werden sollen. "Da sich das Land von der Finanzierung zurückgezogen hat, wurde das Konzept nicht umgesetzt", so Bgm. Manzenreiter.

Verkehrsverbund gefragt

Er meinte weiter, dass der öffentliche Verkehr keine reine Sache der Stadt wäre, der Verkehrsverbund ist dabei gefragt. An diesen zahle die Stadt schon jetzt 650.000 Euro pro Jahr.
Im Vergleich zu anderen Städten zahle Villach einen geringen Betrag für den öffentlichen Verkehr, so GR und LAb. Sabina Schautzer. "Ich kenne Manzenreiters Argument schon seit Jahren. Eine Stadt muss bereit sein, für einen vernünftigen öffentlichen Verkehr auch mehr auszugeben." Grüne-GR Susanne Zimmermann ortet eine fehlende Lobby für den öffentlichen Verkehr in Villach. "Orte wie Wels geben ein Vielfaches von dem Villachs aus."

Autor:

Doris Grießner aus Villach

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