Corona-Impfung
"Wir hoffen es kommt zu keinen groben Lieferverzögerungen"

Hoss Jabarzadeh in seiner Praxis. Er erinnert seine Patienten auch andere Impfungen nicht zu übersehen, wie die Zeckenimpfung.
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Seit inzwischen mehr als einem Jahr leben wir in einer Pandemie. Inzwischen ist die Impf-Strategie voll im Laufen. Auch viele Hausärzte impfen. Wie läuft die Organisation und welche Ängste beschäftigen die Patienten? Die Draustädter WOCHE hat mit dem stellvertretenden Bezirksärztesprecher in Villach, Hoss Jabarzadeh, gesprochen.

Draustädter WOCHE: Herr Dr. Jabarzadeh. Ein Jahr lang Covid-19-Pandemie, welche Erfahrungswerte aus dem Bezirk werden an Sie herangetragen?
HOSS JABARZADEH: Gerade zu Anfang, vor einem Jahr war es so, dass das Thema Angst eine große Rolle spielte. Patienten scheuten den Besuch beim Arzt, kamen nciht zur Gesundheitsvorsorge oder holten wichtige Rezepte nicht ab. Auch gab es eine Phase, wo viele Personen die Gefahr nicht ernst nehmen wollten, und um ein Attest ansuchten, keine FFP2 Maske tragen zu müssen. Das hat sich inzwischen zum Glück gelegt. Inzwischen hat sich eher ein Gefühl der allgemeinen Ermüdung eingestellt. Menschen wollen die Situation hinter sich bringen.

Und wie ist die Situation aktuell?
Es normalisiert sich. Patienten kommen wieder, holen ihre Rezepte, Auch ältere trauen sich wieder in die Praxis. Viele sind auch schon geimpft oder lassen sich impfen.

Sie impfen ja auch in Ihrer Praxis.
Ja genau. Das steht jedem Hausarzt frei, in Villach schätze ich es auf mindestens die Hälfte aller Hausärzte. Nicht alle wollen es aber an die große Glocke hängen. Wir impfen zirka 60 Personen in der Woche, vor allem in Zeiten, in denen kaum oder kein normales Patientenaufkommen herrscht. Es steht schon ein großer organisatorischer Aufwand dahinter. Die Impfung dauert keine Minute, aber danach müssen Patienten 15 Minuten warten, um sicher zu stellen, dass es zu keinem allergischen Schick kommt. Zuvor müssen natürlich die Termine vereinbart werden. 

Mit welchem Impfstoff wird geimpft. 
Wir impfen mit AstraZeneca. So wie überwiegend in Villach. Bis jetzt gab es keine großen Komplikationen. Aber natürlich sind viele Menschen, auch aufgrund der medialen Berichterstattung, verunsichert. 

Haben die Patienten Angst vor Impffolgen.
Ja natürlich. Wir wenden viel Zeit für die Aufklärung auf. 

Gab es bei Ihnen schon heftigere Reaktionen – als übliche Impffolgen – auf die Impfung?
Bei einem Patienten ja. Aber auch hier ist es nicht sicher, ob dies auf die Impfung zurückzuführen ist. Die üblichen Reaktionen wie Termperaturanstieg, Schüttelfrost, Unwohlsein, das kommt natürlich häufiger vor. Wie bei jeder Impfung.

Wie sieht es derzeit aus, gibt es genügend Impfstoff?
Zurzeit sieht es noch gut aus, wir haben Impfdosen für 100 bis 150 Patienten vorrätig und es gibt auch die Empfehlung nichts zurückzuhalten. Jedoch gibt es aktuell auch die Information, dass es zu Lieferverzögerungen kommen soll. Wir hoffen es nicht.

Bei allem Covid-19, so betonen sie, dass man auch andere Impfungen nicht übersehen sollte ...
Ja genau, ich meine auch die Zeckenimpfung ist heuer wichtig. Es soll ein starkes Zeckenjahr werden. 

Wie oft muss man eigentlich nachimpfen?
Das ist verschieden, in der Regel ist es in höherem Alter alle fünf Jahre zu empfehlen, bei Kindern reicht sechs Jahre meist aus. Generell sagen lässt sich das aber schwer, ist man sich nicht mehr sicher, wie lange die letzte Impfung her ist, empfehle ich den Titer bestimmen zu lassen.

Hoss Jabarzadeh in seiner Praxis. Er erinnert seine Patienten auch andere Impfungen nicht zu übersehen, wie die Zeckenimpfung.
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