Coronavirus im Bezirk
"Wir holen aus der Situation Positives raus"

Mit dem Kind daheim, und dazu Homeoffice. Es ist eine ungewohnte Situation für viele Eltern.
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  • Mit dem Kind daheim, und dazu Homeoffice. Es ist eine ungewohnte Situation für viele Eltern.
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Wie meistern Familien mit Kindern die Situation. Die WOCHE hört sich im Bezirk Villach um.

BEZIRK VILLACH (Birgit Prasser). Die zweifache Mutter Gerti Tschlatscher ist Angestellte bei der Raika Wernberg, beide Elternteile sind berufstätig.
Die Wernbergerin, so erzählt sie der WOCHE, sei froh darüber, in einer sehr sozialen Firma zu arbeiten. "Unsere Geschäftsleiter haben uns bereits frühzeitig angeboten, dass wir bei Bedarf bei unseren Kindern zuhause bleiben könnten. Das war dann aber nicht notwendig, da meine ältere Tochter, sie ist zwanzig Jahre alt, gerne auf ihre jüngere zwölfjährige Schwester aufpasst".

Kein Besuch bei Oma

Ungewohnt sei die Situation auch im weiteren Familienverbund. Denn die "Oma" wohne gleich nebenan. "Gerade den Kindern fällt es schwer, sie nicht wie gewohnt täglich zu besuchen. Aber sie würden die aktuelle Situation verstehen, und statt zu besuchen, eben telefonieren und helfen. "Ihre Besorgungen übernehmen jetzt eben wir", erzählt Tschlatscher.

Das Positive sehen

Auch Positives kann Marion Kravina, Raumdesignerin aus Treffen, der Situation abgewinnen. Kravina ist Alleinerzieherin eines Sohnes. "Für mich", erzählt sie, "ist die momentane Situation nicht beängstigend.

"Fühle mich sicher"

Durch die Maßnahmen fühle ich mich sicher. Die Regierung setzt alles in Bewegung, um uns zu schützen." Durch die Corona-Krise habe sie viel Zeit zum Nachdenken. "Ich kann mich auf das Wesentliche im Leben besinnen, dies ist mein Sohn Paul und ich bin jeden Tag bewusster dankbar, dass wir uns beide haben."

Gemeinsames Lernen und Spaziergänge

Die Zeit nützt die Mutter für gemeinsames Lernen, Spaziergänge und "Nichtstun". Kravina erzählt: "Schmunzeln musste ich über einen Bericht in einem deutschen Medium, in dem dazu geraten wurde, mit dem Kind einfach aus dem Fenster zu sehen – und das mindestens eine halbe Stunde. Ich kann diesen Tipp nur weitergeben", sagt sie und ergänzt: "Wir haben schon lange nicht mehr so gelacht." Kein Verständnis habe Kravina für Menschen, die glauben, sich nicht an die Verordnungen halten zu müssen. "Das ist verantwortungslos."

Sechs-Personen-Haushalt

Gut strukturiert läuft der Alltag im Hause von Daniela Pinczolits ab. Die vierfache Mutter ist im Management von Infineon beschäftigt, beide Elternteile sind berufstätig.

Bei Infineon

Auch bei Villachs größtem Arbeitgeber wurde zeitnah auf Teleworking umgestellt, erzählt Pinczolits. Für sie als Vierfach-Mutter eine Herausforderung, den Familienalltag mit sechs Personen in der Wohnung zu meistern. Ihre Kinder besuchen die Volksschule in St. Martin, das Peraugymnasium, das Gymnasium St. Martin und das Centrum für Humanberufliche Schulen (CHS).
Von allen Schulen, berichtet Pinczolits, sind für die Kinder Arbeitsaufträge zur Festigung des Lernstoffes eingetroffen. Pinczolits: "Wir haben schon am Freitag alle Schulsachen nach Hause geholt und bemühen uns seither, den Schulalltag mit seiner nötigen Struktur einzuhalten."

Keine Hamsterkäufe

Mit den Kindern werden gemeinsam die Nachrichten verfolgt. "Wir haben aber weder Hamsterkäufe getätigt noch haben wir Sorge vor noch Schlimmerem", ergänzt die Villacherin. Sie schließt: "Wir sind stolz auf unsere Kinder, welche nun noch mehr zusammenhalten." Gemeinsame Spiele und Spaziergänge sollen für Abwechslung sorgen.

Mit dem Kind daheim, und dazu Homeoffice. Es ist eine ungewohnte Situation für viele Eltern.
starkes Duo: die Natur gibt beiden Kraft
Autor:

Birgit Prasser aus Villach

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