Alter ÖBB-Übergang bei der Talstation der Gerlitzen soll wieder aufgebaut werden

Treffens Bgm. Klaus Glanznig (links) mit Gerlitzen-Chef Hans Hopfgartner. Rechts unten wurde der neue Weg errichtet, bei der Treppe soll der Lift installiert werden. Zudem soll an dieser Stelle ein Zebrastreifen installiert werden
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ANNENHEIM. Die Sache zieht sich. Bereits im Dezember 2014 musste jener Bahnübergang abgebaut werden, der ÖBB-Kunden zur Talstation der Gerlitzen Kanzelbahn bringt. Aus statischen Gründen, denn die Konstruktion aus den 1920er-Jahren hatte schwere Rostschäden. Die Sicherheit der Fußgänger war nicht mehr gegeben.
Seither müssen Skifahrer, die per Bahn kommen, einen mehrminütigen Umweg in Kauf nehmen. Dieser Weg, der ursprünglich unbefestigt über eine Wiese führte und für Ärger sorgte, wurde vor kurzem asphaltiert und mit Beleuchtungskörpern versehen. Die Verbindung vom Bahnhof oder – im Sommer – von der Ossiachersee-Schifffahrt zur Gerlitzen ist damit wieder gut hergestellt.

Denkmalgeschützt

Was aber geschieht mit dem alten Übergang? Er ist denkmalgeschützt und müsste von Grund auf saniert werden. Nach langen Verhandlungen scheint nun klar, dass genau das passieren wird. "Wir werden ein Konzept beim Bundesdenkmalamt einreichen", sagt Kanzelbahn-Chef Hans Hopfgartner: "Der alte Übergang soll wieder aufgebaut werden. Vielleicht müssen wir ihn mit einer Zusatzkonstruktion entlasten." Die Kosten schätzt Hopfgartner auf 250.000 bis 300.000 Euro ein. Beteiligen sollen sich neben der Kanzelbahn die ÖBB, die Gemeinde Treffen, das Land Kärnten sowie Tourismusregion und -verband. Der Zeitplan: Bis zum Beginn der Sommerferien soll der neue alte Übergang stehen.

Barrierefreiheit

Das Thema Barrierefreiheit beschäftigt die Planer. Den alten Übergang um einen Lift zu erweitern, lässt der Denkmalschutz nicht zu. Doch Hopfgartner und Klaus Glanznig, Bürgermeister von Treffen, denken ohnehin an eine andere Lösung. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen künftig den neu geschaffenen Weg nehmen, dann soll ein Lift sie nach oben zur Bundesstraße bringen, wo ein erst zu errichtender Zebrastreifen im Bereich der Bushaltestelle eine Verbindung zur Gerlitzen-Seite der Straße schaffen soll. "Die Weg-Lösung ist mit dem Zivilinvalidenverband abgeklärt", sagt Glanznig.

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