Die "Grüne" tanzte aus der Reihe

Full House im Park-Cafe schon weit vor Beginn der Diskussion
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VILLACH (aw). Vergangene Woche starteten die WOCHE Wahldiskussionen mit der ersten Podiums-Debatte in Villach. Rede und Antwort standen die Spitzenkandidaten im Wahlkreis Villach/Villach Land der Parteien SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, Neos und Team Kärnten. 
Punkt 18.30 Uhr ging es los, Treffpunkt war das Park-Café. Und der Andrang war groß. Geleitet wurde die Diskussion von Antenne-Moderator Peter Kuchling, die Redezeit pro Frage und Kandidat: Genau eine Minute, eine Herausforderung.

Das erste Thema: Sicherheit

Das erste Thema, das aufs Tablett kam, war Sicherheit. Als Anlassfall wurde der Villacher Hauptbahnhof genannt. Bereits vor Jahren wurde die Polizeistation am Bahnhof geschlossen. Ein Fehler? Der Tenor war, bis auf eine "Grüne"-Ausnahme, einhellig – die Polizeistation sollte wieder geöffnet werden. "Es genügt nicht die Station wieder zu öffnen. Man sollte zusätzlich Personal aufstellen", warf SPÖ-Kandidat Reinhart Rohr in die Runde. Zustimmung gab es von Wolfgang Stauder (Neos), der sich selbst schon in "bedrohlichen Situationen" am Bahnhof wiederfand. Und auch Marina Koschat-Koreiman habe "als Frau ein besseres Gefühl" mit Polizei. Christian Poglitsch von der ÖVP sieht Sicherheit als "Grundbedürfnis". Elisabeth Dieringer-Granzer erwähnte die eingebrachte Resolution im Gemeinderat und die "guten Beziehungen" zum Bund und Innenminister Herbert Kickl. Keinen Handlungsbedarf sieht Grünen-Kandidatin Magdalena Vorauer, die "täglich" mit dem Zug fahre. "Ich habe mich noch nie unsicher gefühlt."

Zu viele Drogentote in Villach

Als Nächstes kam das Drogenproblem zur Sprache. Allein im letzten Jahr verzeichnete Kärnten 12 Drogentote, Hot-Spot ist neben Klagenfurt Villach. Eindeutig Position bezog Poglitsch: "Drogen zu verkaufen, ist nichts anderes als versteckter Mord." Man müsse mit der Aufklärung bereits in der Schule beginnen. Auch Stauder sieht das so, obwohl er von "härteren Strafen" absehe. Rohr (SPÖ) will beim Nichtraucherschutz ansetzen, um "den Einstieg zu erschweren". Gegen eine Strafausweitung ist Grüne-Kandidatin Vorauer: "Wir müssen das Leben von Menschen so gestalten, dass sie keine Drogen nehmen müssen." Koschat-Koreimann hält die neue Psychiatrie, die in Villach errichtet wird, für "sinnvoll" und ist auch für "strengere" Strafen. Dieringer-Granza setzt auf Grenzkontrollen und Strafen sowie mehr Geld für "Beratung und Behandlung".

Kein Obdachlosenheim?

Als letztes "Stadt-Thema" kam das immer wieder diskutierte Obdachlosenheim ins Gespräch. "Essen und Schlafen sind ein Grundrecht. Bei einem Budget von mehr als 200 Mio. Euro kann das doch nicht wirklich eine Rolle spielen", betonte Poglitsch (ÖVP). Vorauer holte weiter aus: "Wenn die Notstandshilfe gestrichen wird, dann stellt sich nicht mehr die Frage, ob wir eines bauen, sondern wir groß wir es bauen." Das Team Kärnten in Vertretung von Koschat-Koreimann ist dafür, Asylquartiere für Obdachlose zu öffnen. Stauder von den Neos betont den Faktor Mensch: "Jedes Einzelschicksal ist ernst zu nehmen." Rohr von der SPÖ und Dieringer-Granza (FPÖ) hingegen meinten, es gebe die "notwendigen Unterbringungsmöglichkeiten" bereits.

Mehr in Teil 2

Den 2. Teil mit Themen zu Villach Land, wie dem drohenden Ärztemangel, spannenden Publikumsfragen und einer Prognose für den Wahlausgängen von den Kandidaten selbst mehr lesen Sie in der nächsten Ausgabe.

Mehr zur Landtagswahl 2018 in Kärnten: www.meinbezirk.at/ltw18ktn

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