Ein Politstreit in Villach entfacht!

WOCHE-Artikel der Vorwoche über das Geschäftssterben erhitzte die Gemüter der Politiker.

Einen regelrechten Politstreit löste der WOCHE-Beitrag vom 14. März über zu hohe Mieten für Geschäfte in der Villacher City mit Aussagen von Vizebgm. Wally Rettl aus. ÖVP-Gemeinderat Adi Pobaschnig und VP Villach-Klubchef Markus Steinacher, selbst Immobilienbesitzer und Vermieter, widersprechen ihrer Aussage und spielten den Ball an Rettl und sogar an Bgm. Helmut Manzenreiter zurück.

ÖVP empört sich
GR Pobaschnig, selber seit vielen Jahren als Unternehmer in der Innenstadt tätig, ist von den Aussagen Rettls empört. Die Bürger der Stadt haben schon seit langem erkannt, dass es mit „Zudecken“ von Problemen in der Villacher Innenstadt nicht getan ist. Verantwortlich dafür ist laut ihm „die verfehlte Wirtschafts- und Standortpolitik“ von Rettl und Manzenreiter. „Wenn Rettl behauptet, dass es deswegen in der Villacher Innenstadt bald keine Geschäfte mehr gibt, weil die Vermieter zu hohe Mieten verlangen, so verschließt Rettl ihre Augen vor der Realität“, verlautbart
die VP Villach.

Hauseigentümer beschwert
Auch GR Adi Pobaschnig legte nach: „Bei mir haben sich viele Hauseigentümer über die Aussage von Vizebürgermeisterin Rettl beschwert, dass die Vermieter schuld wären, dass die Innenstadt stirbt.“
Tatsache sei, dass die meisten Vermieter pro Quadratmeter Geschäftsfläche zwischen fünf und sieben Euro verlangen. „Das ist im österreichweiten Vergleich sehr niedrig.“

Ein Änderungsvorschlag
Pobaschnig stellte die Frage: „Was kann die Stadt kurzfristig ändern?“
Ein Beispiel: „WLAN“ auf öffentlichen Plätzen zu installieren und damit mit wenigen tausend Euro für einen Frequenzturbo in der Altstadt zu sorgen. „Die Altstadt muss wieder das Wohnzimmer der Villacher werden“, so Pobaschnig.
ÖVP Clubobmann Markus Steinacher wurde deutlicher: „Vizebgm. Rettl und SPÖ Koalitionspartner Manzenreiter sind beide seit über zwei Jahrzehnten in der Villacher Kommunalpolitik tätig. Somit sind sie die Hauptverantwortlichen für das Sterben der Altstadt. Wenn Rettl sagt, dass die Vermieter schuld am Geschäftssterben wären, so fordere ich sie auf, solche ,halbkommunistischen’ Aussagen zu unterlassen. Es ist derzeit für Hausbesitzer irrsinnig schwierig, mit den erzielten Mieteinnahmen Altstadtimmobilien zu erhalten“. Die WOCHE bleibt an diesem Thema dran, dazu gibt es in der kommenden Ausgabe ein ausführliches Interview mit Bgm. Helmut Manzenreiter.

Autor: Dieter Janz

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