In diesen Kommunen gibt es künftig mehr Geld für Gemeinderäte

Künftig verdienen Gemeinderäte in Gemeinden unter 10.000 Einwohnern mindestens 70 Euro pro Sitzung
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  • Künftig verdienen Gemeinderäte in Gemeinden unter 10.000 Einwohnern mindestens 70 Euro pro Sitzung
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VILLACH (kofi). Wer als Gemeinderat in den kleinen Kommunen rund um die Städte arbeitet, tut diese nicht des Geldes wegen. Das sogenannte Sitzungsgeld ist bescheiden, für "Lokalrunden", die von Mandataren bei jeder Gelegenheit erwartet werden, geht meist mehr Geld drauf, als eingenommen wird.

Neue Regeln

Nun hat der Kärntner Landtag Unter- und Obergrenzen für das Sitzungsgeld beschlossen. Bis zum 1. Juli müssen alle Gemeinden innerhalb dieses Korridors zahlen, der bei Gemeinden unter 10.000 Einwohner von 70 bis 170 Euro reicht, bei größeren Gemeinden von 160 bis 260 Euro brutto.

Fresach ist gescheitert

Kurios: Fresach hat es als einzige Gemeinde nicht geschafft, einen Beschluss zu fassen. "Ja, das stimmt", sagt Amtsleiter Jakob Golser: "Wir mussten den Fall der Gemeindeaufsicht bei der Landesregierung melden." Es sei nicht gelungen, eine Mehrheit für eine bestimmte Summe zu erreichen, sagt Bürgermeister Gerhard Altziebler: "Zuletzt wollte ich mit 70 Euro wenigstens die gesetzliche Untergrenze beschließen lassen, aber der politische Mitbewerber hat verweigert."

Der Überblick

Und so sieht es bei den anderen Gemeinden im Bezirk Villach-Land aus (alle unter 10.000 Einwohner):

Afritz: Im April beschloss der Gemeinderat eine Erhöhung von 96 auf 138 Euro. "Das ist 1,6 Prozent eines Nationalratsgehaltes", sagt Bgm. Max Linder.
Arriach: Hier wird seit Längerem 120 Euro ausgezahlt, Bgm. Gerald Ebner hält eine Erhöhung auf 150 Euro für denkbar: "Aber wir haben keinen Druck, da wir uns sowieso im Korridor befinden."
Feld am See: Mit nur 55 Euro ist Feld am See eine der knausrigsten Gemeinden, eine Erhöhung muss kommen. Man werde sich am Durchschnitt im Bezirk orientieren, lässt Bgm. Erhard Veiter ausrichten.
Ferndorf: Im April wurde das Sitzungsgeld von 86 auf 100 Euro erhöht. Diese Summe soll bis Ende der Legislaturperiode fix bleiben.
Finkenstein: Hier werden 128 Euro ausgezahlt, dabei wird es bleiben.
Paternion: Derzeit werden 131 Euro gezahlt. "Falls mehr erwünscht sein sollte, kann man über alles reden", sagt Bgm. Alfons Arnold.
Rosegg: Da man nur 55 Euro ausgezahlt hat, muss erhöht werden – auf 70 Euro. "Plus jährliche Indexanpassung", sagt Bgm. Franz Richau.
St. Jakob: Die derzeit ausgezahlten 100 Euro werden bleiben, sagt Bgm. Heinrich Kattnig: "Mehr ist gegenüber der Bevölkerung nicht argumentiertbar." Dabei sei es ohnehin immer schwieriger, sagt Kattnig, jemanden für die Gemeinderatsarbeit zu begeistern.
Stockenboi: Seit 2015 werden 110 Euro gezahlt, dabei bleibt es.
Treffen: Anfang Mai erhöhte man von 86 auf 100 Euro. Das soll bis zur nächsten Wahl so bleiben.
Velden: Im Mai gab es eine Erhöhung von 88 auf 100 Euro. "Das sind die gleichen 15 Prozent wie zuletzt das Bürgermeistergehalt angehoben wurde", sagt Bgm. Ferdinand Vouk.
Weißenstein: Seit 2015 werden 128 Euro ausgezahlt, keine Änderung geplant.
Wernberg: Die aktuell ausgezahlten 100 Euro bleiben aufrecht.

Künftig verdienen Gemeinderäte in Gemeinden unter 10.000 Einwohnern mindestens 70 Euro pro Sitzung
Kein Beschluss: Fresachs Bürgermeister Gerhard Altziebler

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