Günther Albel reagiert auf Kritik
Stellungnahme von Bürgermeister auf Leserbrief

War auch Thema: die Innenstadt und ihre Leerstände.
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Bürgermeister Günther Albel nimmt zum Leserbrief von Monika Wagenhofer Stellung.

Er schreibt: 
"Frau Monika Wagenhofer hat in der WOCHE (Ausgabe 09/2019) in einem Leserbrief (s. anbei) Kritik an der Innenstadtpolitik geübt. Ich erlaube mir, Unschärfen richtigzustellen: Die Autorin des Briefes beklagt, ich würde Schönrederei der Innenstadt betreiben. Das Gegenteil stimmt: Mir ist die schwierige Situation mancher Innenstadtkaufleute ganz genau bekannt.
Daher wurde in meiner Amtszeit seit 2015 ein Widmungsstopp für Konkurrenzbetriebe am Stadtrand erwirkt.
Es gab Gebührenvereinfachungen für Händler. Wir haben – ein von Experten gelobter Schritt – einen Freiflächenmanager im Stadtmarketing angestellt.
Wir haben mit den Unternehmern, nach vielen Jahren, in denen wir keine Lösung gefunden haben, im Vorjahr erstmals Shopping Nights umgesetzt.
Wir haben ein Pop-Up-Store-Konzept für Unternehmer geschaffen.
Wir haben Ladezonen am Samstag in Parkplätze umgewandelt.
Künftig wollen wir ab Freitagmittag überhaupt gebührenfreies Parken ermöglichen. Das alleine wird der Stadt 90.000 Euro an Einnahmen kosten.
All dies zeigt, wie ernst wir die Sorgen der Innenstadtkaufleute nehmen. Letztlich wird es aber an den Unternehmern, Hausbesitzern und Konsumenten liegen, ob Städte im Vergleich zum Onlinehandel und Einkaufszentren konkurrenzfähig bleiben. Fakt ist: Krankjammern wird dabei keinesfalls helfen.
Frau Wagenhofer wirft mir auch vor, dass ich eine unabhängige, bundesweite Leerstandsstudie zitiere. Deren Ergebnisse war in den vergangenen Jahren stets Anlass zu kritischen Medien-Diskussionen. Nun gibt es endlich begründbar bessere Werte. Selbstverständlich habe ich das kommuniziert.
Liebe Frau Wagenhofer, mir sind die Meinungen kritischer Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig. Ich lade Sie daher auf diesem Weg zu einem Gespräch in meinem Büro ein."
Günther Albel, Bürgermeister

Zur Sache

Der Leserbrief: 
"Die jahrelange Schönrederei der Situation in der Villacher Altstadt wird von Bürgermeister Günther Albel leider fortgesetzt. Diesmal mit der “Jubelmeldung”, dass sich die Leerflächen stark verringert hätten. Grund dafür ist die Wiederansiedlung der Bawag im ehemaligen C&A-Haus am Hauptplatz. Damit fallen über 3.000 m² Leerfläche weg und beeinflussen natürlich die Gesamtstatistik enorm. Dass eine Bank jedoch kein Publikumsmagnet ist, weiß man. Den Villachern wird das als Erfolg verkauft. Ganz schön dreist, wenn gleichzeitig auch Tschibo am Hauptplatz schließt; mit dem Hinweis, die Kunden mögen in Zukunft das Atrio aufsuchen. Eine klare Bestätigung, dass die seinerzeitige Genehmigung des Atrio (Manzenreiter) das massive Geschäfte-Sterben in der Innenstadt verursacht hat. Damals hätte jeder halbwegs denkende Mensch erkennen müssen, dass ein Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt mit hunderten Gratisparkplätzen den Todesstoß für die Villacher Innenstadt bedeuten kann.
Man braucht keine Beratungsgesellschaft, um zu sehen, dass Villach als ehemalige, blühende Handelsstadt gestorben ist. Hoffentlich hat Bgm. Albel an diese Berater kein Honorar bezahlt. Wenn ja, wäre es interessant zu wissen, wie viel.
Apropos Berater. Was hat der so genannte Leerstellen-Manager Matjaz Lavtizar im vergangenen Jahr seiner gut honorierten Tätigkeit (kolportierte 5.000 Euro pro Monat) eigentlich getan? Hat er mit den (noch) ansässigen Geschäftsinhabern Gespräche geführt, mit Hausbesitzern etc.? Hat er irgendwelche Ideen oder Visionen eingebracht? Ich vermute nicht, denn in einem Interview hat er offen gesagt, "... dass er nicht glaubt, dass es in Villach besser wird”! So eine Einstellung in der Privatwirtschaft und los ist er den Job. Noch dreister ist die Meldung von Albel, "... dass zur Stärkung der Innenstadt von Freitag 14.00 Uhr bis Montag 8.00 Uhr keine Parkgebühren anfallen”. Auf diese Augenauswischerei fallen die Villacher nicht herein. Denn bis jetzt war das Parken ab Samstag 10.00 bis Montag 8.00 sowieso schon gratis. Das heißt, die Stadt verzichtet nur auf ein paar Stunden Parkgebühren! Ich schlage vor, dass sich Albel darauf besinnt, dass es sicher zahlreiche kreative Köpfe in Villach gibt, die gerne Ideen einbringen würden. In Form eines großen "Gedanken-und Ideen-Austauschs” etwa. Aber bitte ohne Politiker oder Parteien. Die sind bereits gescheitert, nur geben sie’s nicht zu."
Monika Wagenhofer, Villach

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Bürgermeister Günther Albel lässt Leserbrief nicht auf sich sitzen.

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