80 Prozent mehr junge Arbeitslose im April
70 Prozent mehr Arbeitslose im Bezirk

Der Dienstleistungssektor ist besonders stark betroffen.
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Der Arbeitsmarkt erholt sich nur langsam: allein im April waren in Villach 70 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet. Am stärksten trifft die Situation junge Menschen. Öffnung der Gastronomie bringt nur allmähliche Erholung. 

VILLACH/LAND. Es ist eine Situation wie es sie noch nie gab: Rund 70 Prozent mehr Arbeitslose allein im April im Vergleich zur Vorjahresperiode gab es im Bezirk Villach, für 9.600 Personen wurde Kurzarbeit beantragt. "In Villach waren im April 8922 Kunden vorgemerkt. Vergleichbare Situationen hat es in Villach noch nie gegeben", sagt AMS Bezirksstellenleiter Josef Zeichen.
Im Mai waren es noch 64,6 Prozent. 

Jugend trifft es am härtesten

Am stärksten getroffen hat der Shutdown im März das Segment der Jugendlichen bis 24 Jahre. Hier verzeichnet das AMS im April ein Plus der Arbeitslosen von 82,3 Prozent (386 Personen). Im Mai waren es noch 73,3 Prozent. Aber auch bei den Älteren (ab 50 Jahren) gibt es hohe Zahlen – plus 58,3 Prozent oder 939 Personen waren es im Vormonat.

Handel und Verkehr

Die Schwierigkeiten am Stellenmarkt ziehen sich durch alle Branchen, so Zeichen. Wobei es die Bereiche Dienstleistung sowie Handel und Verkehr am stärksten getroffen hätte. Im Dienstleistungsbereich gab es zuletzt um 50 Prozent weniger Stellen, im Handel und Verkehr sind es 41 Prozent.

Weniger offene Lehrstellen

Ähnlich die Situation am Lehrstellenmarkt aus. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres gab es um 36,6 Prozent weniger offene Stellen. Dem gegenüber steht ein Plus von 64,7 Prozent Prozent (66 Personen) an Lehrstellensuchenden. Am stärksten ist der Rückgang an Lehrstellen im Dienstleistungsbereich. Zeichen appelliert: "Wichtig ist, dass Jugendliche, die keine betriebliche Lehrstelle ab Herbst haben, sich so schnell wie möglich telefonisch beim Arbeitsmarktservice melden. Im Sinne der Ausbildungsgarantie versuchen wir für Jugendliche Ausbildungsmöglichkeiten in Form von Schulungen oder betrieblichen Ausbildungen bei Partnerbetrieben zu schaffen."

Gastro-Öffnung wichtig

Zu erwarten positiv, wenn auch noch verhalten, wirkte sich die Wiedereröffnung der Gastronomie aus. In der ersten Woche der Wiedereröffnung, von 11. Mai bis 18. Mai, ging die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um 5,8 Prozent, das entspricht 494 Personen, zurück. Ähnliches erwartet man von der Hotellerieöffnung. Aussagekräftige Zahlen hierzu könne man jedoch erst Mitte Juni evaluieren, so Zeichen.

Zahlen werden weiter steigen

Was einen Gesamt-Ausblick für die Zukunft anbelangt, so gibt sich der AMS-Bezirksstellenleiter verhalten: "Ich denke, dass die Arbeitslosigkeit auf einem hohen Niveau bleiben wird. Und dass die Arbeitslosenzahlen ab Herbst 2020 wieder steigen werden." Neben der schwachen Konjunktur, so Zeichen, wirken sich auch saisonale Effekte aus.

Der Dienstleistungssektor ist besonders stark betroffen.

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