Mit Videos – 50 Jahre Infineon Villach
Das neue Forschungsgebäude ist fertig

Eröffnung R&D, von links, vorne: Michael Eder, Infineon-Projektleiter des Baus des Forschungsgebäudes, Sabine Herlitschka, Vorstandvorsitzende Infineon Austria, Oliver Heinrich, Finanzvorstand Infineon Austria, Ellyse Brause, verantwortliche für den Bereich Industrial Power Control in Villach. Hinten, von links: Kurt Buchbauer, Leiter des RPT-Labors (Zuverlässigkeitstestungen),  Jörg Eisenschmied, Industrial Power Control, Robert Czetina, Leiter des Entwicklungszentrums Automotive in Villach und Peter Nusser, Leiter des Automotive-Labors.
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  • Eröffnung R&D, von links, vorne: Michael Eder, Infineon-Projektleiter des Baus des Forschungsgebäudes, Sabine Herlitschka, Vorstandvorsitzende Infineon Austria, Oliver Heinrich, Finanzvorstand Infineon Austria, Ellyse Brause, verantwortliche für den Bereich Industrial Power Control in Villach. Hinten, von links: Kurt Buchbauer, Leiter des RPT-Labors (Zuverlässigkeitstestungen), Jörg Eisenschmied, Industrial Power Control, Robert Czetina, Leiter des Entwicklungszentrums Automotive in Villach und Peter Nusser, Leiter des Automotive-Labors.
  • Foto: Infineon Austria
  • hochgeladen von Alexandra Wrann

Eigentlich sollte groß gefeiert werden, 50 Jahre Infineon Villach. Das fällt Corona-bedingt aus. Dabei gibt es allen Grund zu feiern: Mit dem neuen Forschungsgebäude schließt die Infineon ein wegweisendes Bauprojekt ab. 50 Millionen Euro wurden investiert. Die neue Chipfabrik soll 2021 fertiggestellt werden. 

VILLACH. Es ist groß, so groß, dass selbst die Vorstandsvorsitzende der Infineon Austria, Sabine Herlitschka, zugeben muss noch nicht vollends orientierungssicher zu sein – Die Rede ist vom neuen Forschungsgebäude der Infineon Austria am Standort Villach.

Mitarbeiterinnen

50 Jahre Infineon Austria in Villach

Im Dezember 2018 fiel der Startschuss für den Bau, nun ist es fertiggestellt. Pünktlich im 50. Jubiläumsjahr der Infineon Austria in Villach.
Damals, so lässt die Vorstandsvorsitzende die Geschichte Revue passieren, befand man sich an der Taferner Straße. Nicht mehr als 24 Mitarbeiter wären es einst gewesen, der Arbeitsplatz "eine Werkbank". Es sei eine Erfolgsgeschichte, sagt Herlitschka, "wir zeigen wie man mit High Tech Arbeitsplätze schaffen kann." Heute gilt Infineon Austria, mit einem Forschungsaufwand von 525 Millionen Euro als forschungsstärkstes Unternemen Österreichs.

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Planmäßig fertig, trotz Corona

Im Jubiläumsjahr wurde nun auch das neue Forschungsgebäude in der Siemensstraße eröffnet, welches – trotz Corona – planmäßig fertiggestellt wurde. Bis Jahresende sollen dann alle 600 Mitarbeiter an ihren neuen Plätzen sein. Bisweilen hat der Umzug für 250 stattgefunden. 

In der Taferner Straße
  • In der Taferner Straße
  • Foto: Infineon Austria
  • hochgeladen von Alexandra Wrann

So groß wie 200 Häuser

Gebaut wurde auf der gegenüberliegenden Seite des Infineon Hauptgebäudes, an der Siemensstraße – für welche künftig eine Begegnungszone angedacht ist.
Mehr als 21.000 Quadratmeter beträgt die Bruttogeschossfläche des Gebäudes, "das ist die Größe von in etwa 200 Einfamilienhäusern", veranschaulicht es Infineon Austria-Finanzvorstand Oliver Heinrich.
Rund 50 Millionen Euro wurden in dieses Gebäude investiert. "Es sind Vorleistungen in die Zukunft", so Heinrich. Rund 600 Arbeitsplätze finden in Summe hier Platz. Knapp die Hälfte sind bereits vom alten Gebäude übersiedelt, der Rest werde "nach und nach" folgen, sagt Bauleiter Michael Eder beim Rundgang. Das gesamte Gebäude soll bis Ende des Jahres fertig bezogen sein. 

Kantine für 3.000 Mitarbeiter

Mit übersiedelt ist auch die Kantine, für rund 3.000 Mitarbeiter kann hier am Tag aufgekocht werden. Platz finden 900 Mitarbeiter, derzeit sind es Corona- und somit abstandsbedingt etwas weniger, so Herlitschka. Derzeit finden noch Umbauarbeiten an der bestehenden Kantine statt, diese sollen bis 2021 abgeschlossen sein.

Synergieeffekte

Mit dem Zentrum für Forschung und Entwicklung werden wichtige Synergieeffekte geschaffen, erstmals werden die bisher auf mehrere Gebäude aufgeteilten Flächen für Messtechnik und Labor an einem Standort gebündelt. Dazu werden 260 große Anlagen und 600 kleinere Messmittel in diesen Bereich übersiedelt. 
Besonders am Gebäude ist auch die Konstruktion an sich. 70 Besprechungsräume sollen den Innovationaustausch fördern, dem Raumklima zugute kommen Holzeinbauten, zum Frischluft-Schnappen gibt es begehbare Innenhöfe. 

Ein "Digitaler Zwilling"

Besonders am Gebäude auch die Technik: so ist es Anwendungsbeispiel im derzeit größten europäischen Forschungsprojekt zum Thema Digitalisierung und Industrie 4.0. "Arrowhead Tool" Ein "Digitaler Zwilling" liefert Daten in Echtzeit und wird so laufend die Gebäudetechnik optimieren. "Sensoren übermitteln auch Daten über Fenster oder geöffnete Türen, bis zur Neigung der Jalousien", erklärt Michael Eder, Infineon-Projektleiter des Baus.
Aporpos Technik: Ein großes Thema war das Raumklima, die Abteilungen haben unterschiedliche Wärme- und Kälteanforderungen.  Erreicht wird dies optimal durch Wärmerückgewinnung aus der Kühlenergie.

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Zur Sache

Geschichtliches: Am 1. Oktober 1970 startete Siemens in einem angemieteten Gebäude mit der Produktion von elektronischen Bauelementen in Villach. In Handarbeit wurden damals Glas- und Kunststoffdioden für die damals neuartigen Farbfernseher gefertigt. Im Jahr 1973 folgte der Umzug in die Siemenstraße, im Jahr 1999 wurde aus der Siemens Halbleitersparte die Infineon Technolgies AG.
Infineon Austria: Der hauptsitz befindet sich in Villach, weitere Niederlassungen in Graz, Klagenfurt, Linz und Wien.
Mit 4.06 Beschäftigten (davon 1.977 in Forschung und Entwicklung) aus 68 Nationen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 (Stichtag 30. September) einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro. Mit einem Forschungsaufwand von 525 Millionen Euro ist Infineon Austria das forschungsstärkste Unternehmen Österreichs.

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