Hürden für kleine Schweinezüchter

Mit der Entstehung der EU und ihren darauffolgenden, merkwürdigen Vorschriften, war das „Goldene Zeitalter“ der Schweinezucht von Bauern mit überschaubaren Betrieben zu Ende. Früher gab es in den Kellern der Wohnblöcke große Kannen, in welchen Essensreste gesammelt wurden. Diese sogenannte „Kaschpel“ wurde von Bauern periodisch abgeholt. In den Dörfern gab es ebenfalls große Behälter. Die Kärntner Krankenhäuser steuerten tonnenweise ihre Speisereste bei. Verantwortungsvoll behandelt, war es hervorragendes Schweinefutter. Es enthielt Vitamine, Spurenelemente, Proteine und Mineralstoffe. Es war eine ausgewogene Ernährung und gab Zeit bis zur Entwicklung der Schlachtreife. Nahrungsergänzungsmittel und Antibiotika wurden nicht benötigt. Die Schwalben, die im Stall aus und einflogen, hielten gefährliche Insekten unter Kontrolle. Die Qualität des Fleisches war hervorragend.
Wenn man den Lebensmitteldiskontern erlauben würde, ihre zentnerweise entsorgten Produkte für die Bauern bereit zustellen, gäbe es keine kritischen Stimmen mehr wegen des Wegwerfens von Lebensmitteln.
Wie man sieht, gäbe es einige Möglichkeiten, die großen Machtbetriebe mit ihren tierquälerischen, gesundheitsgefährdenden Großstallungen in Schach zu halten. Das AMA Gütesiegel müsste ehrlich verdient werden.
Die herkömmliche Fütterung wurde von der EU aus fadenscheinigen Gründen verboten. In Wahrheit half man den sojaanbauenden Großbetrieben. Aus gut informierten Kreisen hört man von Glyphosatrückständen im Futter. Zusatzstoffe und Medikamente werden den krankheitsanfälligen Tieren zugefüttert. „Turboschweine“ werden in Rekordzeit hoch gepumpt. Sie sind durch Antibiotika verseucht. Wegen der Bildung resistenter Keime eine große Gefahr für den Konsumenten. Die Qualität des Fleisches wird in der Bratpfanne sichtbar, wo es sich zusammenzieht und Wasser abgibt.

Ein Bauer aus Liebenfels, der einst einen Betrieb mit einigen Muttertieren und bis zu 200 Ferkel im Jahr hatte, berichtet etwas enttäuscht:“ Die Auflagen, die es für den kleinen Betrieb gibt, sind schikanös und so gut wie unerfüllbar. Die Investitionen würden sich, wenn man Glück hat, erst nach Jahrzehnten amortisieren. Bei den Großbetrieben gibt es aus Gründen der Arbeitserleichterung die Flüssigfütterung mit viel Wasser. Dies erhöht noch zusätzlich das Gewicht des Tieres.
Wenn einmal ein Ferkel krank wurde, so hat es der Tierarzt behandelt. Die Fütterung erfolgte neben der oben erwähnten mit einheimischer Maissilage, Kartoffeln und Rüben usw..Das Soja muss teilweise aus Südamerika eingeführt werden, was da drinnen ist weiß man nicht.“
Die Vorschrift von Größe, Form usw. von Kartoffeln, Gurken und Ähnlichem sind eine Hilfestellung für die Verarbeitungsbetriebe mit ihren Maschinen. Was diese nicht verarbeiten können, wird liegen gelassen oder weggeworfen.

Mitgewirkt an der Ausschaltung der Kleinbauern hat ein Österreichischer Landwirtschaftskommisär.

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