"Inside Fashion"
Villacher Boutique ist insolvent - Fortführung geplant
- Von der Insolvenz seien laut AKV rund 15 Gläubiger und zwei Dienstnehmer betroffen.
- Foto: MeinBezirk.at/Chiara Kresse
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Das Modegeschäft "Inside Fashion - ihre Botique mit Herz" in Villach ist insolvent. Die Überschuldung beträgt ungefähr 182.000 Euro. Laut AKV ist die Betriebsfortführung sowie der Abschluss eines 20-prozentigen Sanierungsplanes beabsichtigt.
VILLACH. Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gab heute in einer Presseaussendung bekannt, dass über das Vermögen von Frau W. (Inside Fashion – ihre Boutique mit Herz) in Villach, ein Insolvenzverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet wurde.
182.200 Euro Schulden
Es handelt sich hier um ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 218.000 Euro. Aktiva sind in der Größenordnung von ungefähr 35.800 Euro. Die Überschuldung errechnet sich daher mit ungefähr 182.200 Euro.
15 Gläubiger betroffen
Von der Insolvenz seien laut AKV rund 15 Gläubiger und zwei Dienstnehmer betroffen. Laut Antrag ist die Betriebsfortführung sowie der Abschluss eines 20-prozentigen Sanierungsplanes beabsichtigt. "Die Schuldnerin führt seit dem Jahr 2006 ein Modefachgeschäft, zunächst an den Adressen Hauptplatz 7 und Gerbergasse 12 in Villach. Im Jahr 2024 kam es zu einem Standortwechsel an die oben genannte Adresse. Die Schuldnerin beschäftigt derzeit eine Teilzeitkraft und eine geringfügig beschäftigte Mitarbeiterin", heißt es.
Insolvenzursachen
Als Ursachen der Insolvenz werden im Antrag angeführt, dass an der "prominenten" Adresse Hauptplatz und Gerbergasse bis zum Jahr 2023 sehr gute Umsätze und sogar Gewinne verzeichnet werden konnten. "Durch eine langfristige Baustelle am Hauptplatz in Villach im Jahr 2024 brachen schließlich die Umsatzzahlen ein und konnte ihre zuvor eingekaufte Ware nicht weiterverkaufen. Aufgrund der schnellen Entmodung des Lagerbestandes musste die Schuldnerin eine Entwertung ihres Lagerbestandes hinnehmen", so der AKV.
Corona belastete zusätzlich
Weiter: "Die Schuldnerin versuchte durch den Standortwechsel in die Bahnhofstraße den Umsatzeinbruch aufzufangen, jedoch kam dadurch ein Verlust der Laufkundschaft einher. Es brauchte einige Zeit, bis die Stammkundschaft wieder in das neue Geschäft folgte. Eine zusätzliche Belastung stellte für die Schuldnerin die Rückzahlung von Hilfszahlungen aus der Coronazeit dar."
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