03.09.2016, 20:19 Uhr

Der Zug des Lebens ...

Freu dich über jede Stunde, die du lebst auf dieser Welt. Freu dich, dass die Sonne aufgeht, und auch, dass der Regen fällt. Freu dich an jedem Morgen, dass ein neuer Tag beginnt. Freu dich, dass die dunklen Wolken irgendwann vorüberziehen ...
Das Leben ist wie eine Reise im Zug,
man steigt oft ein und aus.
Es gibt Unfälle bei manchen Aufenthalten angenehme Überraschungen
und tiefe Traurigkeit bei anderen.

Wenn wir geboren werden und in den Zug einsteigen,
treffen wir Menschen, von denen wir glauben,
dass sie uns während unserer ganzen Reise begleiten werden: unsere Eltern.
Leider ist die Wahrheit eine andere.
Sie steigen bei einer Stadion aus
und lassen uns ohne ihre Liebe und Zuneigung;
ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.

Allerdings steigen andere Personen,
die für uns sehr wichtig werden, in den Zug ein.
Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde
und all diese wunderbaren Menschen, die wir lieben.

Manche Personen die einsteigen,
betrachten die Reise als kleinen Spaziergang.
Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Reise.
Und es gibt wieder andere im Zug,
die immer da und bereit sind, denen zu helfen, die es brauchen.

Manche hinterlassen beim Aussteigen eine immerwährende Sehnsucht.
Manche steigen ein, und wieder aus, und wir haben sie kaum bemerkt.
Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere, die wir am liebsten haben,
sich in einen anderen Wagon setzen,
und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen lassen.
Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon abhalten,
die Mühsal auf uns zu nehmen, sie zu suchen
und uns zu ihrem Wagon durchzukämpfen.

Leider können wir uns dann doch nicht zu ihnen setzen,
da der Platz an ihrer Seite schon besetzt ist.
Macht nichts, so ist die Reise:
voll von Herausforderungen, Träumen, Fantasien,
Hoffnungen und Abschieden ...aber ohne Rückkehr.

Also, machen wir die Reise auf die bestmögliche Weise.
Versuchen wir mit unseren Mitreisenden gut aus zu kommen,
und suchen wir das Beste in jedem von ihnen.

Erinnern wir uns daran, dass in jedem Abschnitt der Strecke
einer der Gefährten schwanken kann
und möglicherweise unser Verständnis braucht.
Auch wir werden öfter schwanken
und es wird jemand geben, der uns versteht.

Das große Mysterium der Reise ist,
dass wir nicht wissen, wann wir endgültig aussteigen werden,
und genauso wenig, wann unsere Mitreisenden aussteigen werden;
nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.

Ich glaube, ich werde wehmütig sein,
wenn ich aus den Zug für immer aussteige - ich glaube ja!

Die Trennung von einigen Freunden, die ich während der Fahrt traf,
wird schmerzhaft sein.
Meine Kinder alleine zu lassen, wird sehr traurig sein.
Aber ich habe die Hoffnung, dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt,
und ich habe das Gefühl, sie ankommen zu sehen, mit Gepäck,
das sie beim Einsteigen noch nicht hatten.

Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke,
dass ich mitgeholfen habe,
ihr Gepäck zu vermehren und wertvoller zu machen.

Meine Freunde,
schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben,
und dass sich am Ende die Mühe gelohnt hat.
Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen einen leeren Sitz zurücklassen,
der Sehnsucht und schöne Erinnerungen
bei den Weiterreisenden hinterlässt.

Denen, die Teil meines Zuges sind, wünsche ich weiterhin: Gute Reise !


Verfasser: Michael Dös
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Hildegard Stauder aus Villach | 03.09.2016 | 21:28   Melden
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Rosemarie Kaimbacher aus Wolfsberg | 03.09.2016 | 21:30   Melden
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Elisabeth Staudinger aus Vöcklabruck | 03.09.2016 | 22:19   Melden
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Franz Schaufler aus Weiz | 04.09.2016 | 08:33   Melden
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Barbara Stauder aus Linz | 05.09.2016 | 08:51   Melden
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Hildegard Stauder aus Villach | 07.09.2016 | 08:12   Melden
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Silvia Jörg aus Salzburg Stadt | 10.09.2016 | 13:58   Melden
6.602
Hildegard Stauder aus Villach | 11.09.2016 | 21:46   Melden
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