16.08.2016, 22:39 Uhr

KOLUMNE: Einige Gedanken zu den Hup-Hudlern im Straßenverkehr

Herr Kofler schreibt regelmäßig Kolumnen für die WOCHE. Sie sind nicht ganz ernst gemeint. Oder doch? Man weiß es nicht.
Neulich saß ich im Gastgarten. Am Straßenrand. Plötzlich – Stau! Binnen Sekunden ging es los: Autofahrer am hinteren Ende der Blechschlange, die null Ahnung hatten, warum der Verkehr zum Erliegen gekommen war, begannen zu hupen. Klar, weil man ja, wie wir wissen, Autokolonnen weghupen kann. Ist uns allen schon oft gelungen!

Es kam, wie es kommen musste: Immer mehr Menschen haben – tröööt – sinnloserweise die Hupe – määäp – betätigt, es klang, als würden – huuup – 20 Familien gleichzeitig – dröööhn – Hochzeit feiern. Am Stau änderte dies? Richtig: nichts.

Ich hielt mir die Ohren zu und fragte mich: Wie ticken Hup-Hudler eigentlich außerhalb des Straßenverkehrs? Rülpsen sie lästige Warteschlangen in die Flucht? Brüllen sie überfüllte Lifte leer? Keifen Sie Menschen aus WC-Anlagen in Autobahnraststätten, um selbst schneller dranzukommen? Und nennen sie am Ende sogar ihre Kinder Hupert?

Als sich der Stau endlich auflöste und es still wurde, rief ich nach dem Kellner: Aber, glauben Sie mir, wirklich nur ganz, ganz leise.

Herr Kofler schreibt regelmäßig Kolumnen für die WOCHE. Sie sind nicht ganz ernst gemeint. Oder doch? Man weiß es nicht.

Lesen Sie hier eine weitere Kaffeehaus-Geschichte.
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.