24.07.2017, 18:45 Uhr

Nach 14 Jahren hat Fresach wieder einen Nahversorger

Freuen sich auf die Eröffnung des Dorfladens: Bürgermeister Gerhard Altziebler sowie Andrea und Ernst Egger (Foto: privat)

Ehepaar wird Dorfladen mit Produkten aus der Umgebung führen. Gemeinde unterstützt das Unterfangen mit Mietverzicht.

FRESACH (kofi). Vor 14 Jahren sperrte in Fresach der einzige Nahversorger, ein Adeg-Markt, zu. Seither mussten die Bewohner in Nachbargemeinden ausweichen, wenn sie Milch oder andere Lebensmittel benötigten. Ein Schicksal, das immer mehr kleinere Landgemeinden betrifft.


Dorfladen sperrt auf

In Fresach ist aber bald alles anders, wie Bürgermeister Gerhard Altziebler (FPÖ) nicht ohne Stolz sagt: "Am 1. August sperrt im Erdgeschoß des Gemeindeamts ein Dorfladen auf."
Mit Andrea und Ernst Egger habe man zwei Fresacher gefunden, die den Laden betreiben werden. Angeboten wird von Milch und Käse über Honig bis zu Wurst und Speck alles, was die Bauern aus der Umgebung anzubieten haben. "Was wir nicht selbst produzieren, wird aus anderen Gemeinden geholt", sagt Altziebler.

Verzicht auf Miete

Knapp 90 Quadratmeter groß wird der Laden sein, der früher das Postamt beherbergte. Zusätzlich zum Verkauf wird es auch eine Möglichkeit zum Frühstücken geben. Und: Der Gemeinde-Kindergarten wird ab Herbst ebenfalls vom Ehepaar Egger mit Mittagessen versorgt. Um die kaufmännische Rechnung für die Eggers attraktiver zu machen, verzichtet die Gemeinde im ersten Jahr auf Miete. "Dann schauen wir uns die Geschäftsentwicklung gemeinsam an und werden über eine künftige Lösung nachdenken", sagt Altziebler, der einen Appell an die Bevölkerung richtet: "Nutzt das Angebot, kauft im Dorfladen ein. Nur so bleibt er uns auf Dauer erhalten."
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