22.11.2017, 12:07 Uhr

"Obdachlosenheim ist nicht die Lösung"

Die Vizebürgermeisterin in einer der städtischen Notquartiere (Foto: KK Stadt Villach/Wernig)

In der hitzigen Debatte um ein Obdachlosenheim für Villach meldet sich nun die zweite Vizebürgermeisterin und Sozialreferentin Mag. Gerda Sandriesser zu Wort.

VILLACH. "Jeder, der dringend ein Dach über den Kopf braucht, bekommt auch eines", sagt Villachs zweite Vizebürgermeisterin Mag. Gerda Sandriesser und bezieht damit Stellung in der hitzig diskutierten Debatte um das Errichten eines Obdachlosenheims in Villach. Es gebe genügend freie Notschlafzimmer, erklärt sie. "Niemand muss wochenlang unter einer Brücke schlafen, bevor gehandelt wird", so Sandriesser, erklärt aber auch: "Leider lassen sich nicht alle Menschen helfen, manche kommen und verschwinden einfach wieder." Lösungen wie sie in Heimen für Obdachlose angeboten werden, lehnt die Sozialreferentin dennoch ab. "Wir sehen unsere Aufgabe in der Delogierungs-Prävention", so Sandriesser.

Nur 3 "Obdachlose" sind Villacher

Zuletzt waren 20 Personen als obdachlos registriert, 12 Personen davon hatten in der Jugendschlafstelle den Hauptwohnsitz gemeldet, "und von den restlichen acht Personen sind drei Villacher", erklärt die Vizebürgermeisterin. 
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