23.01.2018, 09:12 Uhr

ÖVP-Stadtrat hält Eishallenbau für "Wahlkampfgag"

(Foto: Stadt Villach)

Eine "Villacher Delegation" holt sich in Augsburg Inspiration für den Bau der zweiten Eishalle. VP-Stadtrat zweifelt an dessen Umsetzung.

VILLACH (aw). Der Bau der zweiten Eishalle ist dieser Tage wieder Thema. Nun reiste eine "Villacher Delegation" nach Augsburg, um sich dort für die Baumaßnahmen "inspirieren zu lassen". Gemeinsam mit dem VSV-Geschäftsführer Kurt Wallisch, dem Eishallen-Verantwortlichen Martin Kroissenbacher und dem VSV-Marketing-Experten Peter Pöschl begutachtete Bürgermeister Günther Albel die dortige Eishalle, das Curt-Frenzel-Stadion. Die Augsburger Halle wurde 2012 für den Umbau geschlossen und besser an die Bedürfnisse des deutschen Bundesliga-Eishockeyvereins Augburger Panther angepasst. "Genau aus diesen Baumaßnahmen könnten wir Erkenntnisse gewinnen. Schließlich beginnen bei uns erste Maßnahmen für den Bau. Gerade für den Spielerkabinen- und Gastronomie-Bereich nehmen wir wertvolle Erkenntnisse mit nach Hause", so Albel.

Eishalle als "Wahlkampfgag"

Als "Wahlkampfgag" hingegen bezeichnet Stadtrat Christian Pober (ÖVP) die jüngste Thematisierung der Eishalle. "Für wie viele Wahlkämpfe muss die zweite Eisfläche noch herhalten. Momentan reden wir von dem am öftesten als neu verkauftem Projekt Österreichs. Noch wurde nicht einmal der Grundstückskauf abgewickelt", sagt Pober. Denn habe weder das Land Kärnten dem Verkauf genehmigt, noch die Stadt irgendeinen Antrag eingereicht, so Pober. "Es sind noch drei Sitzungen der Landesregierung bis zur Wahl. Da kommt die Eishalle sicher wieder als Thema."
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