02.11.2016, 09:28 Uhr

Sportanlage am Dinzlweg zu laut? Anrainer klagen die Stadt Villach

Der Spiel- und Sportplatz beim Dinzlweg: Ein paar Anrainern ist die Lärmbelastung nun zu groß geworden (Foto: Höher)
VILLACH (kofi). Die Stadt Villach sieht sich mit einem prekären Rechtsstreit konfrontiert: Anrainer des Spiel- und Sportplatzes beim Dinzlweg (Nähe Eishalle) haben über einen Anwalt eine Unterlassungsklage eingebracht. Dabei geht es um den Lärm, der von diesem städtischen Spielplatz ausgeht.

Streit um Lärm

Quintessenz der Klage: zu hoher Dauerlärmpegel, zu hohe Lärmspitzen. Gefordert wird angeblich ein künftiger Dauerschallpegel von maximal 35 Dezibel. Zum Verständnis: Dies liegt nur wenig über jener Geräuschintensität, die entsteht, wenn Menschen flüstern. Eine Fortführung des Spielplatzes wäre unter diesen Bedingungen schwer möglich.


Stadt hält dagegen

Für die Stadt Villach rücken Bürgermeister Günther Albel und Planungsstadtrat Harald Sobe zur Verteidigung des Sportplatzes aus. "Wir werden es nicht zulassen, dass man Kinder und Jugendliche in ihrem Bewegungsdrang einschränkt", sagen sie, nur weil sich ein paar Anrainer in ihrer Idylle gestört fühlten.


Lärm-Messungen

Man habe nach Beschwerden im Vorjahr (die WOCHE berichtete) Lärmmessungen durchführen lassen, die ergeben hätten, dass die Lärmentwicklung zumutbar sei. Die Tests hätten gezeigt, dass die angrenzende Tiroler Straße lauter als der Spiellärm sei. In einem Schreiben an den Anwalt teilt die Stadt mit, dass sie den Forderungen der Anrainer nicht nachkommen könne.

Alte Sportanlage

Die Sportanlage beim Dinzlweg gibt es seit vielen Jahrzehnten. Bereits 1968 wurde in einer Gemeinderatssitzung festgelegt, dass dieses Areal "Zwecken der Jugend und der Kultur" diene. Früher wurden hier auch Meisterschafts-Fußballspiele ausgetragen, etwa vom inzwischen aufgelösten Verein St. Martin oder im Rahmen des Villacher Stadtpokals. Auf die Installation einer Flutlichtanlage habe man stets verzichtet, um zu verhindern, dass auch abends oder während der Nacht Lärm entstehen könnte, sagt Stadtrat Sobe.
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