11.09.2016, 14:15 Uhr

Die Religionsfreiheit und ihre mögliche Pervertiertheit

Das verfassungsrechtlich verbürgte Recht in Österreich gewährleistet die ungestörte Religionsausübung.

Man könnte die schon einmal liebgewonnene Einrichtung der katholischen Kirche, die Inquisition, im Rahmen der freien Religionsausübung wieder einführen und Ketzer verbrennen. Der Islam (Ketzer?) hätte bestimmt volles Verständnis dafür. Auch Hexenverbrennung, Teufelsaustreibung und Folter könnten straflos wieder im Rahmen der Religionsfreiheit gegen bestimmte Personengruppen eingeführt werden.

Wenn aus religiösen Gründen totale Vermummung erlaubt ist, wie sie des Glaubens halber praktiziert wird, so könnte man sich vice versa nach altgriechischen Sitten wieder an den sportlichen Betätigungen nackter Männer zu Ehren von Zeus und Konsorten erfreuen.

Die heutigen Bekenner zu dem Aztekengott Huitzilopochtli müssten vielleicht bei der Regierung Ansuchen, ob sie wieder im Sinne der Religionsfreiheit Menschenopfer darbringen könnten, bei dem noch Lebenden das Herz herausgerissen wird. Man würde laut Gesetz auf Zustimmung zählen können.

Wer an Isis, Osiris und Ra glaubt, darf wieder riesige Pyramiden im Stadtgebiet bauen,so wie die Mohammedaner ihre Moscheen. Beim Begräbnis könnte der beliebte Brauch, die Angestellten des Toten mit einzumauern, wieder eingeführt werden. Natürlich im Rahmen der Religionsfreiheit. Die richtigen Hindus, Verehrer von Wischnu und Shiva, freuen sich schon, dass man im Falle ihres Todes ihre Ehefrauen im Rahmen ihres religiösen Kultus mit auf dem Scheiterhaufen verbrennt. Die heute noch lebenden Mayas könnten ihrem Gott Yum Kax, in Übereinstimmung mit ihrer Religion, wie üblich (straffrei) ihre schönsten Jungfrauen als Opfer darbringen. Nur die Beschaffung des Rohmaterials wäre in unserer Zeit vielleicht problematisch.

Religionskriege waren schon immer und sind auch jetzt noch eine beliebte Beschäftigung im Rahmen der gegenseitigen Religionsfreiheit seiner Überzeugung Nachdruck zu verleihen. Dem Skeptiker, der glaubt, all das Erwähnte dürfte nicht geschehen, sei das Gesetzbuch als Literatur empfohlen. Die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses ist unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet. Es besteht das Verbot von Benachteiligung wegen des Glaubens. Die "Alten Religionsgemeinschaften" bleiben Körperschaften des öffentlichen Rechts.
Deswegen dürfen bei uns die Mohammedaner machen was sie wollen.

Wenn die Mormonen davon erfahren,könnte man mit einer Einwanderungsflut aus Utah rechnen, denn bei uns könnten sie sich mit vier Frauen gleichzeitig verehelichen. Das Paradoxe an diesem Thema ist, dass Religion an sich Firlefanz ist. Denn die Unmöglichkeit eines eindeutigen Gottesbeweises ist von Immanuel Kant, einem Mann mit enormen geistigen Fähigkeiten, zum Unterschied von der Masse der Gläubigen, dargelegt worden. William Shakespeare hätte gesagt: "Viel Lärm um Nichts"; bzw.:"Verlorene Liebesmüh".
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Alfred Kafka aus Penzing | 14.09.2016 | 21:41   Melden
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