12.04.2018, 11:15 Uhr

Das Getto (Ghetto) in Venedig

eines der beiden Eingangstore ins Getto, dem jüdischen Wohnbezirk Venedigs.
Venedig: Markusplatz, Campanile, Dogenpalast, Seufzerbrücke, Canale Grande, Rialtobrücke, das sind die Sehenswürdigkeiten, welche die meisten der Besucher der Lagunenstadt kennen und besuchen.

Aber es gibt auch das "Andere" Venedig.
 
Das Getto  (oder  "Ghetto") bezeichnet ein abgegrenztes Stadtviertel, das Juden als "Zwangswohnbezirk" diente. Der Name aber leitet sich von gheto, venezianisch Gießerei, ab, da an dieser Stelle Kanonengießereien standen.
Am 29.3.1516 erklärte der Senat Venedigs, daß sich alle Juden in dieses Viertel zurückziehen müssten. Zwei Tore wurden errichtet, die um Mitternacht geschlossen und erst in der Früh von Wächtern wieder geöffnet wurden. Damals gab es um die 700 Bewohner, später fast 5.000, auf engsten Raum, die Häuser durften nur 10 Stockwerke hoch sein, daher war die Raumhöhe oft nur 1,60 Meter!  
Im Getto Venedigs gibt es 5 Synagogen,  die in Wohnhäusern integriert, kaum als Gotteshäuser zu erkennen sind.

Es lohnt sich, bei einem Venedigbesuch einmal etwas abseits der touristischen Hotspots unterwegs zu sein.  
 
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Anna Dobnik aus Hietzing | 12.04.2018 | 15:46   Melden
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Elfriede Goritschnig aus Klagenfurt | 13.04.2018 | 16:32   Melden
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