16.08.2016, 14:25 Uhr

Sara Vilic' Kampfansage: "Bei Olympia gibt es kein Halbgas!"

Gute Vorbereitung, gute Form: Sara Vilic blickt dem Triathlon in Rio mit Optimismus entgegen (Foto: Jannach)

Die Villacher Triathletin will in Rio auf Angriff laufen, schwimmen und radfahren. Von den Aufregern Zika-Virus, Hygiene und Sicherheit will sie sich nicht ablenken lassen.

VILLACH (kofi). Nach der verletzungsbedingten Absage von Lisa Perterer ist Sara Vilic (24) die einzige Villacherin wird bei den Olympischen Spielen in Brasilien. Sie wird am Triathlon teilnehmen. Das WOCHE-Interview.

WOCHE: In welchem körperlichen Zustand fahren Sie nach Rio?
VILIC:
Die Vorbereitung war optimal. Ich bin von gröberen Verletzungen verschont geblieben. Ich fühle mich sehr gut und hoffe, ich kann meine Form am 20. August abrufen!

Wie haben Sie sich auf Olympia vorbereitet?
Die letzten Wochen habe ich in Kärnten und Pula intensiv genützt, um die Form aufzubauen. Das war fast brutal. Meine letzte Form-Überprüfung war ein Bewerb in Stockholm – bei dem ich mit meiner Schwimm- und Radleistung sehr zufrieden war.

Wie viele Stunden haben Sie zuletzt trainiert?

Wenn man die Regenerationsphasen als Teil des Trainings sieht, eigentlich den ganzen Tag. Drei Einheiten sind die Regel. Da muss man früh aufstehen, damit man das Programm schafft.

Was ist Ihr Ziel für Brasilien?
Da es meine ersten Spiele sind, wäre ein Top-15-Platz für mich respektabel. Ich versuche, realistisch zu bleiben. Aber natürlich ist bei Olympia immer alles möglich. Ich konnte zuletzt einen 7. Platz in Abu Dhabi und einen 4. Platz im Weltcup erreichen. Wenn alles passt, und ich mich in der ersten Schwimmgruppe halten kann – wer weiß? Wenn ich die Chance sehe, werde ich sie nutzen. Halbgas gibt es nicht.

Spüren Sie Nervosität?

Ich versuche das Olympia-Rennen wie jedes andere Rennen zu sehen und hoffe, dass ich meinen entspannten Zugang bis zum Schluss halten kann.

Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Das Schwimmen. Ich würde aber weder Rad noch Laufen als Schwächen sehen. Wenn ich in der ersten Gruppe aus dem Wasser komme und dann mit einer starken Gruppe auf die Radstrecke gehe – das wäre ein glücklicher Rennverlauf!

Welche Rolle spielt Glück?
Passieren kann immer was. Ich hoffe, nicht in Radstürze verwickelt zu werden und von Defekten verschont zu bleiben. Ein „Patschen“ wäre richtiges Pech! Und die Gesundheit: Da brauch ich auch ein wenig Glück!

Schmutziges Wasser, Zika-Virus, Sicherheit: Rio ist auch abseits des Sportlichen eine Herausforderung. Wie gehen Sie mit solchen Themen um?
Entspannt. Ich lasse mich nicht irritieren. Ich werde versuchen, weniger Wasser beim Schwimmen zu schlucken. Aber wir schwimmen während der Wettkampfsaison oft in Gewässern, die nicht die Trinkwasserqualität des Wörthersees haben. Ich denke, ich bin da schon abgehärtet und verfalle nicht in Panik. Das gilt auch für den Zika-Virus: Ich will mir nicht während meines Olympischen Triathlons zwei Stunden lang Sorgen machen, ob mich ein Moskito sticht.
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